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12,8 Millionen für Dresdner Fernsehturm

Dresden. Der Traum der Wiedereröffnung des Fernsehturms könnte nun wahr werden.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Donnerstag, 8. November entschieden, finanzielle Mittel im Rahmen der Denkmalförderung bereitzustellen, um sich an den Kosten der für die Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturms notwendigen Baumaßnahmen zu beteiligen. Der Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages bietet die einmalige Chance, die Publikumsbereiche des Dresdner Fernsehturmes wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Oberbürgermeister Dirk Hilbert und der Geschäftsführer Deutsche Funkturm, Bruno Jacobfeuerborn, begrüßen die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages:

Ministerpräsident Michael Kretschmer: "Der Fernsehturm liegt den Dresdnern sehr am Herzen. Deshalb freue ich mich, dass es gelungen ist, Geld vom Bund zu akquirieren. Für seinen Einsatz dafür möchte ich dem Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk danken. Die Chance für eine Wiedereröffnung der einst so beliebten Aussichtsplattform und des Restaurants für die Dresdner und ihre Gäste war noch nie so gut wie jetzt. Wir sollten sie beherzt ergreifen. Daher wird auch der Freistaat das Projekt unterstützen."

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: "Eine Machbarkeitsstudie und ein Betreiberkonzept liegen auf dem Tisch. Wir sind auf einem guten Weg. Mit diesem Rückenwind aus Berlin können wir zielorientiert weiterarbeiten. Es gibt eine Perspektive für den Dresdner Fernsehturm und das freut mich als Dresdner ganz besonders. Das wird ein gutes Stück Arbeit, aber wir sind dem Ziel deutlich näher. Mit dieser Finanzierungsoption gibt es die berechtigte Hoffnung, sich auf eine Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturmes zu freuen."

Geschäftsführer Deutsche Funkturm, Bruno Jacobfeuerborn: "Der Fernsehturm ist nicht nur ein wichtiger Funkstandort, sondern auch ein bedeutendes Wahrzeichen für Dresden. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt, dem Freistaat und dem Bund an der Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit zu arbeiten".

Im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden erarbeiteten die Architekten der Firma Grebner beraten + planen GmbH eine Machbarkeitsstudie zum Fernsehturm, die der Freistaat Sachsen bereits mitgefördert hat. Sie wurde in einer Bürgerversammlung am 25. September 2017 vorgestellt. Eine Konzeptstudie zur Betreibung erstellte die STESAD GmbH. Grundlage für eine nachhaltige Planung ist neben der für die Wiedereröffnung notwendigen Baumaßnahmen, ein tragfähiges Betriebskonzept für die öffentlich zugänglichen Bereiche. Beim nächsten Treffen der Steuerungsgruppe "Fernsehturm" im Dresdner Rathaus werden die aktuellen Konzepte auf der Basis der Finanzierungsoption geprüft und erörtert. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind neben dem Oberbürgermeister Dirk Hilbert und dem Fernsehturmverein Dresden e. V. auch die Deutsche Funkturm GmbH, die Dresdner Stadtratsfraktionen und Verwaltungsmitarbeiter.

Jetzt kann aus der Idee den Fernsehturm zu beleben, Wirklichkeit werden, das bürgerschaftliche Engagement wird belohnt. Nötig ist nun ein gemeinsam abgestimmter Kostenplan, um damit die Fördermittel des Bundes zu beantragen. Diese müssten durch Mittel von Stadt und Freistaat ergänzt werden. (pm)

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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