gb

Zweite Heimniederlage für die Bienen

Großröhrsdorf. 408 Zuschauer sahen eine schlechte Leistung der Rödertalbienen. Besonders in der ersten Hälfte ließen sie sich zeitweise vorführen. Dank einer Leistungssteigerung nach dem Pausentee betrieb die Mannschaft von Frank Mühlner noch einmal Ergebniskosmetik. Dennoch stand am Ende eine 27:32 (9:18) – Niederlage zu Buche.

Dem Trainerteam des HCR stand beinahe der gesamte Kader zur Verfügung. Nur Grete Neustadt musste erneut passen.

Beide Mannschaften starteten nervös in die Partie und verursachten viele Fehler. In der vierten Minute setzte sich Brigita Ivanauskaite (5 Tore) gegen zwei Gegenspielerinnen durch und netzte zum 1:0 ein. Doch die Meenzer Dynamites erzielten im direkten Gegenzug den 1:1-Ausgleich. Nachdem Ivanauskaite zum 2:1 traf, war es Julia Mauksch (6/5 Tore), die auf 3:1 für die Bienen erhöhte. Die Gäste konterten im direkten Gegenzug und stellten bis zur achten Minute wieder den 3:3-Ausgleich her. Dann spielte Torfrau Ann Rammer einen langen Pass durch die Schnittstelle auf Meret Ossenkopp (5 Tore), die den HCR ein letztes Mal in dieser Partie in Führung brachte (4:3). Die Domstädterinnen kamen immer besser ins Spiel und nutzten die individuellen Fehler der Gastgeberinnen eiskalt. In der 12. Minute setzten sie sich erstmals auf 4:6 ab. Der erneute Anschlusstreffer von Ossenkopp zum 5:6 war der Startschuss für eine lange Torflaute der Bienen – beinahe acht Minuten brachten sie nichts auf die Anzeigetafel. Die Zeitz-Sieben nahm die verteilten Geschenke gerne an und baute durch einen 5:0-Lauf den Vorsprung auf 5:11 aus (19. Minute). Auch das erste Time-Out von HCR-Coach Mühlner beim Stand von 5:10 verfehlte seine Wirkung. Seine Mannschaft fand kein Mittel gegen die klug agierende Abwehr der Gäste. Erst ein verwandelter Strafwurf von Mauksch bedeutete das 6:11. Bis die Gastgeberinnen aus dem Spiel heraus einen Treffer erzielten, vergingen weitere drei Minuten. In der 24. Minute funktionierte zum ersten Mal das Spiel an den Kreis und Kamila Szczecina (5 Tore) netzte zum 7:13 ein. Die Meenzer Dynamites enteilten bis zur 27. Minute auf 7:16. Der HCR bemühte sich zwar, kam aber bis zur Pause nicht mehr näher. Mit einem 9:18-Rückstand ging es in die Kabine.

Bienen-Coach Mühlner hatte zur Halbzeitpause umgestellt und ließ seine Mannschaft nun mit zwei Kreisläuferinnen agieren. Sein Plan schien aufzugehen - der HCR machte sukzessiv Boden auf die Domstädterinnen gut. Zunächst konnte Mauksch per Strafwurf und Ivanauskaite mit einer schönen Einzelaktion auf 12:19 verkürzen (33. Minute). In der 39. Minute traf Rabea Pollakowski (2 Tore) zunächst nur die Latte. Der Abpraller landete jedoch bei Ossenkopp, die auf 16:22 verkürzte. Bis zur 44. Minute ging es hin und her. Dann legten die Gäste einen Zwischenspurt ein und vergrößerten den Vorsprung auf 19:27. Die Bienen wollten sich in eigener Halle nicht vorführen lassen und gaben noch einmal alles. Ossenkopp eröffnete die Aufholjagd mit dem 20:27. Nach einer Parade von Rammer verwandelte Ivanauskaite auf der Gegenseite zum 21:27. Auch von den Rängen wurde die Unterstützung wieder lauter. Dann nutzten zweimal Szczecina und zwischenzeitlich Mauksch per Strafwurf die Fehler des FSV, um bis zur 53.Minute auf 24:27 zu verkürzen. Plötzlich waren die Bienen wieder in Schlagdistanz und das Publikum unterstützte die Mannschaft lautstark. Die abgezocktere Mannschaft waren allerdings die Gäste. Sie nahmen Ivanauskaite in Pressdeckung, bewahrten im Angriff Ruhe und zogen wieder auf 24:29 davon. Auch bei den Bienen war allmählich der Akku leer. Zwar verkürzten sie durch Szczecina und Kreibich kurz vor Schluss noch einmal auf 27:31, den Schlusspunkt setzten jedoch die Mainzerinnen zum 27:32-Endstand. Zu selten fanden die Bienen Lösungen im Angriffsspiel und luden den Gegner dadurch zu Gegenstößen ein. Die Aufholjagd zur Mitte der zweiten Halbzeit kam zu spät.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Mainz hat hochverdient gewonnen. Die erste Hälfte war indiskutabel. Zu keinem Zeitpunkt haben wir Zugang zum Spiel gefunden. Durch die vielen Fehler im Angriffsspiel haben wir den FSV zu Kontermöglichkeiten eingeladen, die sie natürlich nutzten. In der zweiten Hälfte haben wir zwar Moral gezeigt, aber noch immer zu viele Fehler produziert.“

Florian Triebel

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Bessere Luft: Grenzwerte Bergstraße unterschritten

Dresden. Die Luftqualität über Dresden, bezogen auf die Messwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid, hat sich 2019 weiter verbessert. Seit drei Jahren werden die Luftschadstoffwerte an den drei Dresdner Messstellen Schlesischer Platz, Winkelmannstraße und Bergstraße eingehalten. An der Bergstraße wurde der Stickstoffdioxid-Grenzwert nach Berechnungen der Landeshauptstadt sogar nicht nur eingehalten, sondern vergangenes Jahr erstmals mit 35 Mikrogramm je Kubikmeter deutlich unterschritten. Der Grenzwert für das Jahresmittel liegt bei 40 Mikrogramm je Kubikmeter.Auch die Feinstaubwerte blieben 2019 an allen Messstellen im grünen Bereich. Nach einer ersten Einschätzung führen mehrere Faktoren zur Verbesserung der Luftqualität. An der Messstelle Bergstraße wirken sich konkret die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit und die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit zwischen  Nöthnitzer Straße bis Einmündung Kohlenstraße auf 50 km/h positiv aus. Umweltamtsleiter Wolfgang Socher ist erfreut über die Entwicklung: „Es zeigt sich, dass die Verkehrspolitik der Stadt allmählich Früchte trägt. Diese setzt vor allem auf die Stärkung des Umweltverbundes bestehend aus Öffentlichen Personennahverkehr sowie Fuß- und Radverkehr. Verbesserungen in der Kfz-Technik, die es nach der Bewältigung des Dieselabgasskandales gibt, tragen sicherlich auch zur Reduktion von Luftschadstoffen bei“, sagt Socher. Laut des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts der Landeshauptstadt soll bis 2030 der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß des Dresdner Verkehrs um 40 Prozent sinken. Mehr zum Luftreinhalteplan der Stadt hier und aktuelle Messwerte hier Die Luftqualität über Dresden, bezogen auf die Messwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid, hat sich 2019 weiter verbessert. Seit drei Jahren werden die Luftschadstoffwerte an den drei Dresdner Messstellen Schlesischer Platz, Winkelmannstraße und…

weiterlesen