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Vogelhochzeit im Malteserstift St. Adalbert

Auch in diesem Jahr haben die Bewohner und Mitarbeiter des Malteserstifts St. Adalbert Tür und Tor zum Adalbertsaal weit geöffnet, um den hübschen kleinen Vögelchen Einlass zu geben und gemeinsam ein großes Fest zu feiern - die Vogelhochzeit. Es ist ein lange gepflegter sorbischer Brauch in der Lausitz, am 25. Januar feiert die Elster (sorbisch: sroka) als Braut ihre Hochzeit mit dem Raben als Bräutigam (sorb. wron).

Die 4- bis 6-Jährigen aus dem Kindergarten des Christlich-Sozialen-Bildungswerk (CSB) kommen schon seit mehreren Jahren als Hochzeitsgesellschaft verkleidet in das Malteserstift Wittichenau. Dafür sind sie bereits um 5:30 Uhr in der Einrichtung gewesen, um die aufwendigen sorbischen Festtagstrachten mit ihren vielen Details anzuziehen. Dazu gehört, dass unverheiratete Mädchen (sorb. druschky) eine Bluse, Rock, Schürze, Brustschleife, Schulter- und Kopftuch sowie Ketten aus Perlen und Geldstücken anlegen.

Für die Bewohner, Mitarbeiter und in Anwesenheit des Bürgermeisters Markus Posch gestalteten die Kinder ab 10 Uhr im Adalbertsaal ein buntes Programm aus Liedern, Gedichten und Tänzen in sorbischer und deutscher Sprache. Als Geschenk erhielten die Vögelchen und Erzieher des Kindergartens vom Malteserstift St. Adalbert und der Stadt Wittichenau ein Bastelset sowie einen ein großen Obstkorb als „Vogelfutter“.

In wenigen Wochen, werden die Kinder wieder zu Besuch kommen und am 28. Februar in den Wohnbereichen sowie in der Tagespflege des Malteserstift St. Adalbert ein Faschingsprogramm aufführen.

 

Über den Brauch der „Vogelhochzeit“

In der Niederlausitz wird die Vogelhochzeit am 25. Januar in Kindergärten und Schulen begangen. Die Kinder füttern im Winter die Vögel und dürfen dafür zur Belohnung an der Hochzeit teilnehmen. Sie stellen Teller und Schüsseln ans Fenster und bekommen als Gebäck eine Elster (sorbisch: sroka).

Die Feier der Vogelhochzeit hängt mit Beobachtungen aus der Tier- und Pflanzenwelt zusammen. Um diese Zeit beginnen bereits einige Vogelarten zu nisten und Eier zu legen. Die Menschen warten nach dem Winter auf den erwachenden Frühling. Als Dank und Belohnung für das Füttern im Winter, überbringen die Vögel Geschenke. Vor allem in Kindergärten wird der Brauch der Vogelhochzeit mit Begeisterung gepflegt und gemeinsam mit den Kindern eine eigene Vogelhochzeit gestaltet.

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DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

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