Sandro Paufler

Sporthalle am Wesenitzsportpark kann saniert werden

Bischofswerda. Vor wenigen Tagen bekam der Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große den Fördermittelbescheid für die Sanierung der Sporthalle am Wesenitzsportpark. Wie die Pläne für den Umbau sind und wann genau gebaut wird, fasst WochenKurier zusammen.

Die 1995 errichtete Sporthalle am Wesenitzsportpark ist ein wichtiger Bestandteil für den Schul- und Vereinssport. Wöchentlich benutzen circa 800 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Sportvereine, wie der örtliche Handball-, Fußball- oder Leichtathletikverein die Halle.

Doch mit den Jahren haben sich durch die regelmäßige Beanspruchung starke Abnutzungserscheinungen bemerkbar gemacht. Außerdem entspricht der innere und äußere Bauzustand nicht mehr den vielfältigen Anforderungen in Sachen Sicherheit, Wärmeschutz, Hygiene und Akustik.

Sporthalle muss für einen Millionenbeitrag saniert werden

Aus diesem Grund muss die 3-Feld-Sporthalle saniert werden. Dazu übergab der Sächsische Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 1,1 Millionen Euro an Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große. Weitere 4,5 Millionen Euro werden zu zwei Dritteln aus dem Stadtumbauprogramm aufgebracht, um die restlichen Gebäudeteile, wie Tribüne, Sozialbereich, Foyer und Galerie neu zu gestalten. Die Stadt Bischofswerda selbst, bringt Eigenkapital in Höhe von 1,6 Millionen Euro auf. „Die Halle ist extrem wichtig für den Schul-und Vereinssport und damit auch für die Lebensqualität der Stadt. Für diese finanzielle Anstrengung gebührt auch dem Stadtrat ein großer Dank“, äußerte sich der Oberbürgermeister über die Sanierung der Sporthalle.  

Neuer Anbau wird nachhaltig gestaltet: Holz statt Beton

Die Bauarbeiten beginnen im Februar 2022 und sollen voraussichtlich bis Juli 2023 andauern. Neben der Sanierung der Turnhalle wird der zweigeschossige Anbau mit Sozialbereich, Tribüne, Foyer und Galerie vollständig entfernt. An der gleichen Stelle wird ein moderner und nachhaltiger eingeschossiger Anbau errichtet, der in Zukunft barrierefrei zu erreichen ist. Der eingeschossige Anbau wird als Holzbauvariante mit Vollholzwänden und horizontalen Naturholzfassaden realisiert. Auf der künftigen Tribüne werden bis zu 200 Person Platz finden.

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Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

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