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Rödertalbienen verlieren wieder

Schon wieder gelang es dem HCR nicht, etwas Zählbares aus einem Auswärtsspiel mitzunehmen. Nach einer miesen ersten Hälfte mit nur sieben geworfenen Toren, steigerte sich die Mühlner-Sieben im zweiten Durchgang. Am Ende gewinnt die SG H2Ku Herrenberg trotzdem souverän mit 27:21 (13:7).

Schon von Beginn an lief es für die Rödertalbienen nicht rund. Der Vorteil des Anwurfes wurde nicht genutzt. Im Gegenzug bot sich Lea Neubrander (3 Tore) eine riesige Lücke in der HCR-Defensive, die sie zur 1:0 Führung der Gastgeberinnen nutzte. Das erste Tor für die Gäste fiel erst in der fünften Minute durch einen Siebenmeter. Julia Mauksch tankte sich durch die SG-Abwehr und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafwurf verwandelte Jessica Jander (2/1 Tore) zum 1:2. Es sollte noch einmal fünf Minuten dauern, bis die Bienen ihr nächstes Tor erzielten. Vorher hatten die „Kuties“ ihren Vorsprung bereits auf 4:1 ausgebaut. Die inzwischen eingewechselte Egle Alesiunaite (2 Tore) traf mit ihrem Wurf nur die Latte. Der Ball landete bei Mauksch, die zur frei stehenden Meret Ossenkopp (3 Tore) passte. Sie hatte jede Menge Platz und erzielte das 2:4. Das Spiel der Bienen war auch weiterhin zu fehlerbehaftet und behäbig. In der 15. Minute konnte Alesiunaite das Bollwerk der Gastgeberinnen durchbrechen und erzielte den Treffer zum 3:6. Beide Mannschaften erlaubten sich immer wieder Ungenauigkeiten im Angriffsspiel. Wenn ein Ball dann doch aufs Tor kam, waren die Torfrauen meist zur Stelle. Bis zum 8:5 in der 19. Minute durch Jander blieben die Bienen in Schlagdistanz. Dann musste HCR-Trainer Frank Mühlner Mauksch verletzungsbedingt aus dem Spiel nehmen und brachte Victoria Hasselbusch (4 Tore). Kurz darauf zückte SG-Coach Mike Leibssle die grüne Karte. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft setzte sich zunächst auf 10:5 ab. Die Bienen durften bis zum Pausentee nur noch zwei Tore bejubeln. In der 26. Minute verwertete Ossenkopp einen Abpraller zum 10:6. Zwei Minuten später haute Tammy Kreibich (2 Tore) den Ball aus acht Metern zum zwischenzeitlichen 11:7 in die Maschen. Bis zur Halbzeit erhöhten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung auf 13:7.

Zu Beginn der zweiten Hälfte traf Hasselbusch zum 13:8. Die „Kuties“ behielten aber weiter die Oberhand und bauten ihre Führung auf 15:8 aus. Dann folgte die wohl stärkste Phase des HCR – ein 3:0-Lauf innerhalb von 90 Sekunden. Zunächst nutzte Lisa Loehnig (5 Tore) eine Lücke in der gegnerischen Abwehr zum 15:9. Nach einem technischen Fehler der SG sah Alesiunaite, dass Rabea Pollakowski nach vorne gesprintet war. Den Pass verwertete die Außenspielerin zum 15:10. Kurz darauf traf Alesiunaite erneut nur das Lattenkreuz. Der Abpraller landete bei Hasselbusch, die unbedrängt zum 15:11 einnetzte. Die Gastgeberinnen waren davon jedoch unbeeindruckt. Bis zur 45. Minute hatten sie sich erneut einen 8-Tore-Vorsprung erarbeitet (20:12). Spätestens jetzt war das Spiel entschieden. HCR-Coach Mühlner versuchte alles, brachte ab der 42. Minute sogar Lara Tauchmann (1 Tor), aber es half einfach nichts. Seine Mannschaft fand nicht ins Spiel. Auch Herrenberg erlaubte sich aufgrund mehrerer Wechsel nun deutlich mehr Fehler und die Partie verflachte. Trotzdem bauten sie den Vorsprung bis zur 51. Minute sogar auf 24:15 aus. Die Rödertalbienen bissen sich an der SG-Abwehr die Zähne aus. Dank zweier Tore von Loehnig und Tauchmann kamen sie noch einmal auf 25:18 (55. Minute) heran, doch der Sieg für die Hausherrinnen geriet nie in Gefahr. Kurz vor dem Abpfiff sorgten Hasselbusch und erneut Loehnig  mit den Treffern 20 und 21 noch einmal für Ergebniskosmetik. Der 27:21-Sieg der SG geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung. Zu keinem Zeitpunkt hatte die Mühlner-Sieben das Spielgeschehen im Griff und erlaubte sich in der Summe wieder einmal viel zu viele Fehler.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir haben das, was wir uns erarbeitet haben nicht umgesetzt und in der ersten Halbzeit viel zu viele einfache Fehler gemacht – ungenaue Zuspiele an den Kreis, keine platzierten Würfe von hinten und mehr. Wenn man nur sieben Tore in einer Halbzeit wirft, hat man das Spiel so gut wie verloren. Dass wir die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten konnten, liegt an den Auswechslungen auf der gegnerischen Seite. Bis zum Sieg gegen Ketsch war ich mit der Saison zufrieden. Doch dieser Erfolg hat uns nicht gut getan. Seit dem haben wir eine Flaute und scheitern an uns selbst.“

Florian Triebel

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