gb

Rödertalbienen gewinnen Derby

Großröhrsdorf. Der HC Rödertal hatte am Buß- und Bettag zum Sachsenderby gegen den HC Leipzig geladen. 739 Zuschauer feierten im Bienenstock ein Handballfest, an dessen Ende die Bienen deutlich mit 34:25 (19:12) gewannen.

Die Bienen gingen hoch konzentriert in das Spiel. Zwar hatten die Gäste Anwurf, doch Torfrau Ann Rammer parierte den Wurf von Ex-Biene Stefanie Hummel. Auf der anderen Seite ließ der HCR-Rückraum den Ball gut durch die eigene Reihe laufen, ehe das Spielgerät zu Meret Ossenkopp (5 Tore) kam, die souverän zum 1:0 verwandelte. Der HCL glich durch einen Strafwurf von Laura Majer (6/4 Tore) aus. Die wieder einmal glänzend aufgelegte Rabea Pollakowski (11/2 Tore) vollendete einen Tempo-Gegenstoß zur erneuten Führung. Bis zur fünften Minute hatte sich der HCR bereits auf 4:1 abgesetzt. Die Schützlinge von Jacob Dietrich wirkten ob der lauten Kulisse ein kleines Bisschen verunsichert. Nach dem 2:4 wechselte der HCL die Deckungsformation und nahm Brigita Ivanauskaite (8 Tore) gelegentlich in Pressdeckung.

Die Bienen fanden auf alles eine Antwort und starteten einen 4:0-Lauf. Zuerst verwandelte Pollakowski einen Tempo-Gegenstoß. Dann war Ossenkopp auf der anderen Seite zur Stelle als sie nach einer schönen Kombination von Saskia Nühse (3 Tore) den Ball bekam. Auch ein Time-Out der Gäste konnte den HCR nicht beeindrucken. Nach Wiederanpfiff ergatterte Thilde Boesen (2 Tore) dank ihrer guten Deckungsarbeit den Ball. Über mehrere Stationen vollendete Ivanauskaite die erste Welle. Kurz darauf erhöhte Pollakowski nach einem Tempo-Gegenstoß auf 8:2. Die Bienen wurden nun etwas fahrlässiger und prompt verkürzte der HCL auf 4:8. Pollakowski, nach einem klugen Pass der vorher eingewechselten Tammy Kreibich (3 Tore), und Ivanauskaite stellten mit zwei Treffern den alten Abstand wieder her (11:5 nach 14 Minuten). Beide Mannschaften produzierten Treffer am Fließband und dem Publikum blieb kaum eine Atempause. Jaqueline Hummel (6 Tore) erzielte erst mit einem sehenswerten Rückhandwurf das elfte und dann auch noch das 12. Tor für den HC Leipzig (27. Min) Bis zur Halbzeitsirene enteilten die Bienen aber wieder. Kreibich war zuerst mit einem Aufsetzer erfolgreich. Im Anschluss netzte sie nach einem wunderschönen Bodenpass von S. Nühse zum 19:12-Halbzeitstand ein.

Der HCR startete energisch in die zweite Hälfte und setzte sich bis zur 35. Minute auf 23:13 ab. Nun folgte die wohl schwächste Phase der Bienen im Spiel. Aufgrund des hohen Tempos schlichen sich vermehrt Fehler im Angriffsspiel ein. Auch in der Rückwärtsbewegung kam die Mühlner-Sieben nun einen Schritt zu spät. Die Gäste nutzten dies zu einem 6:2-Lauf und waren plötzlich wieder auf 25:19 herangerückt. Die Bienen legten nun wieder eine Schippe drauf. Zunächst konnte S. Nühse völlig frei abschließen und dann verwertete Ivanauskaite einen Abpraller zum 27:19 (48. Minute). Doch auch der HCL steckte nicht auf und verkürzte bis zur 52. Minute auf 25:30. Die Bienenfans gaben noch einmal alles, um ihre Mannschaft zu unterstützen und das Spiel nicht kippen zu lassen. Das machte sich bezahlt, denn die letzten vier Treffer der Partie erzielten die Bienen. Auch Torfrau Ronja Nühse, die in den letzten Minuten zwischen den Pfosten stand, konnte sich noch auszeichnen und leitete mit ihrer Parade das 32:25 durch Ossenkopp ein. Den Schlusspunkt zum 34:25 setzte Thilde Boesen, nachdem sie die zuvor eingewechselte Pavlina Novotna mustergültig anspielte.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Ich hätte selbst vor dem Spiel nicht daran geglaubt, dass wir so deutlich gewinnen. In der Chancenverwertung haben wir uns deutlich gesteigert, aber ich sehe immer noch Luft nach oben. Ansonsten bin ich rundum zufrieden. Es war ein schnelles Spiel und da ist es ganz normal, dass irgendwann ein paar Fehler passieren. Trotzdem hat uns das nicht aus der Bahn geworfen. Auf jede taktische Maßnahme des HCL, egal ob 5:1- oder 3:3-Deckung hatten wir die passende Antwort parat.“

Florian Triebel

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Strompreis gestiegen? Ein Check kann helfen

Görlitz. Die Strompreise werden 2020 steigen. Laut Verivox haben über die Hälfte der regionalen Stromversorger Preiserhöhungen angekündigt (Verixox ist ein Dienstleister und zählt im Bereich der Tarifvergleiche zu den größten Anbietern in Deutschland). Haushalte, die auf Hartz IV angewiesen sind, trifft das besonders, sie müssen entweder Strom sparen oder aber an anderer Stelle Geld abknapsen. Hilfe bei ersterem bietet Sapos mit dem Stromsparcheck. »Wir beraten Bürger, die Sozialleistungen beziehen, kostenlos zum Thema Energieverbrauch«, sagt Frank Fuchs. Er ist bei Sapos Projektleiter für den Stromsparcheck. »Wir bekommen auch Anfragen von Menschen, die keine Sozialleistungen beziehen, aber den Stromsparcheck trotzdem nutzen wollen. Die können sich dazu an die Verbraucherzentrale wenden. Mit der besteht zu diesem Thema eine Kooperation.« Der Stromsparcheck funktioniert ganz einfach. Nach einer Terminvereinbarung via Telefon kommen die Berater zu einem ersten Besuch vorbei und prüfen, wo Sparpotenzial vorhanden ist. Dabei geht es nicht darum, den Menschen neue Elektrogeräte oder einen neuen Stromanbieter anzudrehen. Vielmehr soll mit einfachen Mitteln Strom gespart werden. Die Stromsparhelfer haben beispielsweise abschaltbare Steckdosen und LED-Lampen im Gepäck. Die kleinen Helfer bekommen die Stromsparcheck-Nutzer kostenlos. »Insgesamt gibt’s Artikel im Wert von bis zu 70 Euro geschenkt«, erklärt Fuchs. Außerdem gibt’s bei Bedarf noch einen 100-Euro-Gutschein für einen neuen Kühlschrank, sollte das alte Gerät älter als zehn Jahre sein und sich mit einem neuen Gerät eine Einsparung von 200 kWh pro Jahr einsparen lassen. Verpflichtet wird niemand zum Kauf. Wie läuft der Stromsparcheck? Nach der Terminvereinbarung bei Sapos kommen zwei Stromspar-Helfer in die Wohnung und suchen nach Einsparpotenzial, messen beispielswese die Stand-By-Ströme der Geräte und nehmen die Lampen unter die Lupe. Auch der Verbrauch des Kühlschranks wird gemessen, das Messgerät bleibt dazu 48 Stunden in der Wohnung. »Das dauert etwa eine bis anderthalb Stunden. Danach wird ein zweiter Termin ausgemacht, bei dem die Energie- und Wassersparartikel installiert werden«, so Fuchs. Er schätzt, dass sich so bis zu 150 Euro im Jahr sparen lassen. Sapos führt die Stromsparchecks im ganzen Landkreis durch. Dieses Jahr waren es über 200. Teilnahmeberechtigt sind Haushalte, die über ein nur geringes Einkommen verfügen, also beispielsweise Bezieher von Arbeitslosengeld II (auch Aufstocker), Sozialhilfe oder Wohngeld. Auch Familien, die einen Kinderzuschlag erhalten, können das Angebot nutzen. Anmeldung Genutzt werden kann das Angebot im ganzen Landkreis. Die Anmeldung ist unter folgenden Telefonnummern und Mailadressen möglich: Görlitz: 03581/318890, ssh@sapos-goerlitz.deLöbau: 03585/861520, ssh-zittau@sapos-goerlitz.deZittau: 03583/670143, ssh-zittau@sapos-goerlitz.deDie Strompreise werden 2020 steigen. Laut Verivox haben über die Hälfte der regionalen Stromversorger Preiserhöhungen angekündigt (Verixox ist ein Dienstleister und zählt im Bereich der Tarifvergleiche zu den größten Anbietern in Deutschland).…

weiterlesen