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Niederlage für die Rödertalbienen

Die Rödertalbienen verlieren auch das nächste Spiel im heimischen Bienenstock. 407 Zuschauer sahen bei der 23:27 (13:15) – Niederlage gegen den TSV Nord Harrislee erneut eine schwache Partie des HCR.

Die Laune beim Trainerteam der Bienen war schon unter der Woche getrübt. Defensivspezialistin Thilde Boesen fällt wegen ihrer gebrochenen Hand länger aus. Top-Scorerin Brigita Ivanauskaite weilt bereits bei der litauischen Nationalmannschaft. Yuko Minami konnte ebenfalls nicht mitwirken. Außerdem wurden Jasmin Eckart und Julia Mauksch (2 Tore) für das vorherige Spiel der A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg benötigt. Letzterer muss man dennoch heute ein großes Kompliment machen, da sie auch im Spiel der 1. Frauenmannschaft knapp 35 Minuten auf der Platte stand.

Aufgrund der vielen Ausfälle ließ HCR-Trainer Frank Mühlner seine Mannschaft heute mit einer 5:1-Abwehr beginnen. Die Nordfrauen erwischtentrotzdem den besseren Start. Sie hatten auch das Glück auf ihrer Seite, als Merle Carstensen (10 Tore) mit ihrem ersten Wurf den Innenpfosten trifft und der Ball von dort ins Tor geht. Auch das 0:2 aus Sicht der Gastgeberinnen kurze Zeit später ging auf das Konto der besten Torschützin des Spiels. Auf Bienenseite war es dann Egle Alesiunaite (6/4 Tore), die mit einem Strafwurf den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte (3.Minute). Der HCR kämpfte sich in die Partie und konnte nach sieben Minuten durch einen Tempo-Gegenstoß, den Rabea Pollakowski (4 Tore) vollendete erstmals mit 4:3 in Führung gehen. Lange konnten sich die Anhänger der Rödertalbienen darüber nicht freuen. Die Linde-Sieben antwortete mit einem 5:0-Lauf und zog auf 4:8 davon. Mühlner sah sich genötigt die grüne Karte zu zücken, um seine Mädels wieder in die Spur zu bringen. Erneut Alesiunaiteund Meret Ossenkopp (8 Tore) verkürzten auf 6:8 (16.Minute). Die Bienen waren weiterhin darum bemüht den Rückstand zu verkürzen. In der 21.Minute bewies Alesiunaite eine hervorragende Übersicht und passte zu Pollakowski, welche mit einem Tempo-Gegenstoß den erneuten 9:10 – Anschlusstreffer erzielte. Bis zum Ende der ersten Halbzeit konnte sich keine der Mannschaften einen signifikanten Vorsprung heraus spielen. Darum gingen die Bienen mit einem 13:15 – Rückstand in die Pause.

Der HC Rödertal kam gut aus der Kabine und startete wie die Feuerwehr. Zunächst gelang der gut aufgelegten Ossenkopp der Anschlusstreffer. Im Anschluss parierte Torfrau Ann Rammer einen Strafwurf der Nordfrauen. Auf der anderen Seitemachte die Rechtsaußen der Bienen dann auch noch den 15:15 – Ausgleich. Der HCR war zurück in der Partie, schaffte es nach dem 16:16 in der 34.Minute aber nicht den Führungstreffer zu erzielen. Stattdessen konterten erneut die Norddeutschen. Mit einem 6:0-Lauf zum 16:22suchten sie die Vorentscheidung. Die Mühlner-Sieben war vollkommen von der Rolle. Wie schon so oft reihte sich im Angriff ein Fehler an den Nächsten. Es dauerte beinahe 12 Minuten bis der HCR wieder etwas Zählbares auf die Anzeigetafel brachte (17:22 nach 45 Minuten). Zu diesem Zeitpunkt war die Partie nahezu entschieden. Die Bienen bemühten sich, den Schaden in Grenzen zu halten, kamen aber nicht näher heran. Erst in den letzten fünf Minuten sorgten Alesiunaite und Pollakowski nochmal für Hoffnung bei den Zuschauern im Bienenstock – sie verkürzten erneut auf 23:26. Chefcoach Mühlner feuerte seineMädels von der Seitenlinie an, forderte volle Konzentration und ließ eine offensive Pressdeckung spielen. Leider sollte auch diese taktische Maßnahme nichts mehr bringen. In der 59.Minute setzte Ann-Karolin Lache (4/4 Tore) mit ihrem 7-Meter-Tor zum 23:27 den Schlusspunkt. Der HC Rödertal konnte heute die vielen Ausfälle einfach nicht kompensieren.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Harrislee hat vollkommen verdient gewonnen. Beim 16:16 waren meine Mädels eigentlich dran und hatten gleich viermal die Möglichkeit in Führung zu gehen. Wir haben heute zu viele einfache Fangfehler gemacht – das Passspiel war schlecht. Auch unsere Toreffektivität lässt zu wünschen übrig. Klar haben heute wichtige Leute gefehlt, aber das darf auch nur bedingt als Ausrede gelten.“

Florian Triebel

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