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Klarer Sieg für die Rödertalbienen

Dem HC Rödertal gelang beim SV Werder Bremen ein souveräner 30:24 (16:9) – Sieg. Zu jedem Zeitpunkt bestimmte die Sieben von Frank Mühlner das Geschehen auf dem Spielfeld und stellte die Weichen früh auf Sieg.

Neben der noch verletzten Julia Mauksch musste HCR-Trainer Mühlner auch auf Grete Neustadt verzichten. Da Jasmin Eckart im Kader der A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg steht, ging auch sie nicht mit auf die Reise nach Bremen.

Bei beiden Mannschaften war vom Anpfiff weg keine Nervosität oder Zurückhaltung zu spüren. So traf Lisa Loehnig (3 Tore) aus zentraler Position nach 30 Sekunden zur 1:0-Führung. Im direkten Gegenzug erzielte Lena Thomas (2 Tore) den Ausgleich. Kurz darauf stand erneut Loehnig im Mittelpunkt – sie passte den Ball zu Kamila Szczecina (5 Tore) an den Kreis, die unter großer Bedrängnis zum Abschluss kam und das 2:1 erzielte. Kurz darauf erhielt Jessica Jander eine Zeitstrafe. Allerdings konnte Werder Bremen aus der Überzahl keinen Profit schlagen. Zunächst verhinderte Torfrau Ann Rammer den Ausgleich, ehe Tammy Kreibich (2 Tore) die Führung der Bienen mit zwei Toren auf 4:1 ausbaute. Beim 5:2 nach sieben Minuten durfte sich auch die überragende Spielerin der Partie, Brigita Ivanauskaite (14/2 Tore), erstmals in die Torschützenliste eintragen. Als Kreibich in der neunten Minute zunächst an Bremens Torhüterin Marie Andresen scheiterte, der Abpraller jedoch bei Szczecina landete, die zum 7:3 einnetzte, zog Werder-Coach Dominic Buttig erstmals die grüne Karte. Auch danach zwang der HCR die Gastgeberinnen immer wieder zu Fehlern im Angriff und setzte sich durch zwei Treffer von Meret Ossenkopp (3 Tore) auf 9:3 ab. Die Bienen zeigten teilweise schöne Spielzüge. Beispielsweise beim 10:4 als Jander sah, dass Loehnig in zentraler Position am Kreis jede Menge Platz hatte und diese unbehindert einnetzte. Beim Stand von 14:6 nach 22 Minuten versuchte HCR-Trainer Mühlner ein paar taktische Kniffe, indem er kurz mit zwei Kreisläuferinnen spielen ließ und im Rückraum durchwechselte, um seinen Spielerinnen Pausen zu gönnen. Daraus resultierte, dass die Bremerinnen wieder auf 9:15 herankamen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schickte Mühlner dann erneut Ivanauskaite auf die Platte, die prompt zum 16:9-Pausenstand einnetzte.

Die zweite Hälfte begann wie schon die Erste – mit einem Tor der Bienen. Ivanauskaite spielte auf die frei stehende Szczecina, die zum Abschluss kam und die Führung auf 17:9 ausbaute. Kurz darauf bekam Thilde Boesen eine Zeitstrafe. Doch erneut kamen die Bienen auch in Unterzahl durch Loehnig zum Torerfolg (18:10 nach 32 Minuten). Als auch Ivanauskaite für zwei Minuten auf die Bank musste und die Bienen auf vier Feldspielerinnen dezimiert waren, sah der SV Werder Bremen seine Chance. Durch drei Tore nacheinander verkürzten sie den Rückstand auf 13:18. Wieder vollzählig baute der HCR den Vorsprung dank zweier Tore von Ivanauskaite, die sich beide Male zwischen mehreren Abwehrspielerinnen durchkämpfte, wieder auf 20:13 aus. Die Werderanerinnen zeigten zwar viel Herz, machten aber besonders in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Bis zur 44. Minute war der HCR auf neun Tore davon geeilt. (24:15). Erneut folgte ein 3:0-Lauf der Gastgeberinnen, weil die Bienen nun die letzte Konsequenz vermissen ließen. Einzig Ivanauskaite strahlte noch Gefahr aus und baute die Führung wieder auf 27:19 aus (52. Minute). SVW-Trainer Buttig nahm seine dritte Auszeit und ließ die beste Bienen-Torschützin anschließend in Pressdeckung nehmen. Bremen versuchte das Spieltempo hochzuhalten und verkürzte nochmals auf 21:27. Der HCR lief jedoch nie Gefahr, die Partie aus der Hand zu geben und stellte beim 29:21 wieder den alten Vorsprung her. In den letzten Minuten des Spiels durften sich dann auch Victoria Hasselbsuch (1 Tor) und Yuko Minami noch einmal beweisen. Zunächst verkürzten die Gastgeberinnen dank eines 3:0-Laufs auf 24:29. Den Schlusspunkt setzte Hasselbusch – sie hatte Mühe den Ball unter zu Kontrolle zu bringen, kam trotzdem zum Abschluss und erzielte den 30:24-Endstand. Mit dem souveränen Sieg bestätigten die Bienen die positiven Eindrücke des Waiblingen-Spiels.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir sind hier hergekommen, um zu gewinnen. Dass es am Ende so deutlich wird, hätte ich nicht gedacht. In der ersten Hälfte haben meine Mädels alles umgesetzt, was wir unter der Woche trainiert haben – da ging unser Matchplan voll auf. Dass die zweite Hälfte dann nicht ganz so gut wird, weil wir ein paar technische Fehler zu viel machen, ist auch nicht schlimm. Da haben uns heute auch einfach ein paar Wechselmöglichkeiten gefehlt. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie hat sich super entwickelt und wir wollen so weitermachen.“

Florian Triebel

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Echter Dresdner Stollen, nur mit dem Siegel

Dresden. Was drin sein muss ist festgelegt (65% Rosinen, 50% Butter oder Butterfett, 20% Orangeat und Zitronat,15% süße und bittere Mandeln), auch was auf keinen Fall drin sein darf (Margarine, künstlichen Aromen,  Konservierungsstoffe), wo und wie er gebacken wird (in Dresden und einem festgelegten Umkreis, in Handarbeit). Und dennoch ist klar: Den einen, den perfekten Stollen gibt es nicht. Denn er müsste von den Stollenprüfern 20 Punkte  erhalten, »das hat noch keiner geschafft«, sagt Ralf Ullrich, Vorstandsmitglied des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V.. Auch am 8. November  bei der öffentlichen Stollenprüfung in der Altmarkt Galerie gab es keinen 20-Punkte-Sieger, dafür viele gute Stollen mit 18 bis über 19 Punkten. Um das Stollensiegel überhaupt zu bekommen, muss das Gebäck mindestens 16 Punkte erhalten. Die Prüfer bewerten dabei innere und äußere Beschaffenheit, Geruch und Geschmack. Je Kriterium kann es maximal fünf Punkte geben. Insgesamt 70 Striezel wurden öffentlich getestet und benotet, weitere 45 in nichtöffentlichen Prüfungen.Die Tester wissen dabei nicht, aus welchen Backstuben die Anwärter stammen. »Jeder Stollen, der das goldene Siegel tragen darf, muss den hohen Anforderungen unseres Verbandes an Geschmack und Güte entsprechen«, so Ralf Ullrich. Schließlich sei jeder ein Unikat – und ein Qualitätsversprechen. Sollte es doch einmal vorkommen, dass ein Stollen nicht besteht, gibt es eine Nachprüfung. „Wir bewerten hier ein Handwerksprodukt. Das sind allesamt Unikate. Es ist sehr selten, aber natürlich kann es vorkommen, dass nicht alles perfekt ist. Dann tauschen wir uns mit den Meistern aus, beraten, geben Tipps - da wir ja alle selber am Backofen stehen oder gestanden haben, kann man von der Erfahrung aller profitieren." Handwerk trifft Wissenschaft Dass alle Sinne geschärft sein müssen, wenn es um die Qualitätsprüfung für den echten Dresdner Stollen  geht, versteht sich von selbst. „Um uns dahingehend weiterzubilden, haben wir uns im Sommer auf wissenschaftliches Terrain begeben", so Ullrich. „In Zusammenarbeit mit der Professur für Lebensmittelkunde und Bedarfsgegenstände der Technischen Universität Dresden und der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen haben wir ein speziell auf unseren Dresdner Christstollen hin abgestimmtes Sensorik-Seminar entwickelt. In diesem wurden unsere Stollenprüfer und interessierteMitglieder geschult.“ Durchgeführt wurde das Seminar von Prof. Dr. Thomas Simat, der die Professur leitet: „Normalerweise bilde ich unsere Lebensmittelchemie-Studenten allgemein in Lebensmittelsensorik aus. In Zusammenarbeit mit der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk haben wir eine Schulung für die Stollenprüfer nach dem Schema des Stollenschutzverbandes ausgearbeitet. Für mich war beeindruckend, wie sich die gestandenen Handwerker auf die sensorische Grundschulung eingelassen haben und mit welcher Leidenschaft und fachlicher Expertise für dieses Produkt bei der Bewertung der von der Akademie bereitgestellten Stollenproben zwischen den Teilnehmern diskutiert wurde. Der Dresdner Christstollen ist für die hiesigen Stollenbäcker kein Produkt wie jedes andere. Es ist absolut bemerkenswert, mit welcher Zielstrebigkeit sie alle an der Optimierung der Qualität in den backenden Betrieben selbst und auf Verbandsseite an der Weiterbildung der Prüfer arbeiten." Was drin sein muss ist festgelegt (65% Rosinen, 50% Butter oder Butterfett, 20% Orangeat und Zitronat,15% süße und bittere Mandeln), auch was auf keinen Fall drin sein darf (Margarine, künstlichen Aromen,  Konservierungsstoffe), wo und wie er…

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