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Erneute Niederlage für die Bienen

Wieder einmal ging der HC Rödertal als Verlierer vom Platz. Verglichen mit der Vorwoche zeigte sich die Mühlner-Sieben im Abwehrverhalten verbessert. In der Offensive leisteten sie sich aber zu viele Fehler im Abschluss. Darum konnten 420 Zuschauer mit der Heimmannschaft TG Nürtingen einen 23:20 (9:9)-Sieg feiern.

Beide Mannschaften starteten mitAnlaufschwierigkeiten in die Partie. Überraschenderweise saß Verena Breidert (7/1 Tore) zunächst auf der Auswechselbank. Trotz Anwurf für die Gastgeberinnen markierten die Bienen das erste Tor des Spiels. Julia Mauksch (3 Tore) passte mit guter Übersicht zur freien Jessica Jander (3/2 Tore), die das 1:0 für den HCR erzielte. Dank eines verwandelten Strafwurfes von NinaFischer (5/3 Tore) gelang Nürtingen der Ausgleich. Mauksch und Egle Alesiunaite (2/1 Tore) erhöhten bis zur sechsten Minute auf 3:1 für die Gäste. Mit schnellem Spiel nach vorne, baute der HCR immer wieder Druck auf die Defensive der Nürtingerinnenauf. So erhöhte Tammy Kreibich (2 Tore) in der elften Minute sogar auf 5:2. Auch den nächsten Angriff vollendete die Halblinke zum zwischenzeitlichen 6:3 (17. Minute). TG-Trainer Stefan Eidt brachte nun seine Top-Torjägerin Breidert ins Spiel. Doch erst einmal verwertete Thilde Boesen (1 Tor) ein Zuspiel von Alesiunaitezum 3:7. Nürtingen wurde nun sicherer und verkürzte den Rückstand auf 5:7 – auch weil der HCR immer wieder hochkarätige Chancen ungenutzt ließ. Jander erzielte mit einem Strafwurf in der 22. Minute das 5:8. Dann legten die Gastgeberinnen einen 4:0-Lauf zum 9:8 hin und drehten bis zur 26. Minute das Spiel. Dieses Mal war es Alesiunaite, die per Siebenmeter den 9:9-Ausgleich erzielte. Die letzten vier Minuten der ersten Hälfte waren von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt, sodass es mit dem Unentschieden in die Pause ging.

Die Gastgeberinnen starteten besser in den zweiten Abschnitt. Zunächst brachte Fischer die TG wieder in Führung. Kurz darauf parierte die heute glänzend aufgelegte Torfrau Ann Rammer einen Tempo-Gegenstoß. So konnte Mauksch auf der Gegenseite zum erneuten Ausgleich einnetzen (10:10 nach 32 Minuten). Die Bienen waren in dieser Phase spielbestimmend. Meret Ossenkopp (5 Tore) nutzte den Platz auf der Außenbahn zum 11:10. Nach einem Ballgewinn schaltete Kreibich am schnellsten und passte über das Feld zu Rabea Pollakowski (4 Tore), die mit einem Aufsetzer auf12:10 erhöhte. Nur eine Minute später konnte Boesen den Ball in höchster Bedrängnis nach außen weiterleiten. Dort wartete erneut Ossenkoppund traf zum 13:10 für die Bienen (38. Minute). Anstatt weiter Druck zu machen, verlor der HCR wieder den Faden. Nur vier Minuten später war die Führung dahin und es stand 14:14. Durch Schwächen im Abschluss konnte sich keine Mannschaft absetzen. Bis zum 17:17 in der 48. Minute glichen die Bienen immer wieder aus. Dann folgte ein 3:0-Lauf der TG Nürtingen, was einerkleinen Vorentscheidung gleich kam. TorfrauRammer verhinderte einen größeren Rückstand und leitete nach einer Parade mit einem langen Pass das 18:20 durch Ossenkopp ein (53. Minute). Leider gelang es der Mühlner-Sieben nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen. Die Gastgeberinnen erhöhten mit zwei Toren auf 22:18. Der HCR steckte noch nicht auf und kam dank Toren von Jander per Strafwurf sowie einem Tempo-Gegenstoß von Pollakowski zwei Minuten vor dem Ende noch einmal in Schlagdistanz (22:20). Breidert machte mit ihrem Tor zum 23:20 allerdings den Deckel auf die Partie. Wieder schafften es die Rödertalbienen nicht über 60 Minuten konstant ihre Leistung abzurufen, sondern verfielen nach einem guten Start zurück in ihr altes Schema. Besonders ärgerlich war die Chancenverwertung in der ersten Hälfte.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Zwei Worte reichen aus, um unser Spiel zu beschrieben – unzureichende Chancenverwertung. Wir belohnen uns einfach nicht. Nach der ersten Hälfte könnten wir viel weiter vorne sein. Stattdessen stand es Unentschieden. Hervorheben will ich aber die gute Abwehrarbeit und Torhüterleistung. Aber wenn man seine erarbeiteten Chancen nicht nutzt, bringt das wenig.“

Florian Triebel

 

 

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