Silke Richter

Einbrüche lassen Preise bei der Tafel steigen

Hoyerswerda. Immer wieder suchen Übeltäter das »Haus der Begegnungen« heim. Das bringt den vbff als Träger des Hauses jetzt in arge Schwierigkeiten.

Das »Haus der Begegnungen« in Trägerschaft des Vereins »Vereinbarkeit für Beruf und Familien fördern« (vbff) in der Ulrich-von-Huttenstraße 31 steht wirtschaftlich und sozial benachteiligten Menschen mit Hilfsangeboten wie Umweltwerkstatt, Speisenversorgung, Nähkammer und Kleiderstube zur Verfügung. Jetzt kommt der Verein aufgrund mehrerer Einbrüche und Sachschäden selbst an seine finanziellen Grenzen. Allein im vergangenen Jahr wurde im »Haus der Begegnung« fünfmal eingebrochen. Es wurden Obst und Gemüse aus dem Tafelgarten, Geld, Lebensmittel und Technik gestohlen, Fenster und Türen beschädigt sowie das Haus im Inneren verwüstet.

Verein muss tief in die Tasche greifen

Anfang Oktober wurde das Gebäude wieder Opfer von Einbrechern, die zwischen dem 2. und 4. Oktober versucht haben, mittels einer Gehwegplatte und eines Ziegelsteines, Fenster und Türen zu zerstören, um sich Zutritt verschaffen zu können. Die Reparaturkosten betragen etwa 270 Euro. Das traurige Fazit der Geschäftsführung: Der Verein stoße mittlerweile vor allem an seine finanziellen Grenzen, weil er wegen der vielen Einbrüche und verursachten Schäden versicherungstechnisch einen höheren Anteil an Selbstbeteiligungskosten tragen müsse. Zudem habe der vbff einige Schadensreparaturen schon aus eigener Tasche finanzieren müssen. Das sei jedoch Geld, das die Tafel erst einmal wieder erwirtschaften müsse und welches demzufolge den Bedürftigen verloren gehe. Die logische Konsequenz daraus sei, die Preise im Haus der Begegnungen erhöhen zu müssen, um wieder ins finanzielle Gleichgewicht kommen zu können. Wie sich die Preisveränderung konkret entwickeln wird, stehe derzeit noch nicht genau fest. »Das tut uns sehr leid, aber uns bleibt wohl leider nichts anderes übrig. Wir versuchen unser Möglichstes. Unsere Mitarbeiter machen auch regelmäßig Kontrollgänge, wenn unser Haus geschlossen hat. Wir hoffen auch auf die Unterstützung der Bevölkerung, dass die Polizei verständigt wird, wenn sich am Haus etwas Verdächtiges tut«, so vbff-Geschäftsführerin Ilka Kerber.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

weiterlesen