Rainer Könen

Drei Männer, sieben Länder, ein Ziel

Hoyerswerda. Ein Hoyerswerdaer Trio startet Anfang März zu einer ungewöhnlichen Rallye ins westafrikanische Gambia.

Die Aufregung, sie wächst allmählich bei den drei gebürtigen Hoyerswerdaern, die vor einem großen Abenteuer stehen. Am 7. März werden Stefan Fichert (41), Andreas Metan (43) und Enrico Rutkowski (43) an der Rallye Dresden-Dakar-Banjul teilnehmen.
Die Hoyerswerdaer werden in drei Wochen mit einem Kleintransporter rund 7.500 Kilometer bis nach Westafrika zurücklegen, sieben Länder durchqueren, bevor sie das Ziel, Gambias Hauptstadt Banjul, erreichen. Dort wird der Wagen für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös kommt verschiedenen gambischen Hilfsorganisationen sowie bedürftigen Schulen, Krankenhäusern und anderen Hilfsprojekten zugute.

Insgesamt nehmen 50 Teams an dieser Rallye teil, die vom Dresdner Breitengrad-Verein organisiert wird und bei der es nicht um Zeiten und Platzierungen geht, sondern auch darum, den Teilnehmern die Länder und ihre Einwohner näher zu bringen.

Eine Reise durch Kulturen und Landschaften


Vor den Hoyerswerdaern, die sich seit den 90er Jahren aus ihrer gemeinsamen Lehrlingszeit in einem Autohaus der Zuse-Stadt kennen, liegen Tagesetappen von bis zu 600 Kilometern. Es ist eine Reise durch viele Städte, Landschaften und Kulturen. Von Dresden geht es über Frankreich nach Spanien, Marokko, durch die Westsahara nach Mauretanien, den Senegal und schließlich nach Gambia. Nach der Versteigerung des Wagens wollen die drei noch eine Woche in Afrika verbringen, bevor es mit dem Flieger via Lissabon nach Deutschland zurückgeht.

Seit vier Jahren laufen die Planungen. »Wir wollten mal was Verrücktes machen, eine Reise unternehmen, mit der man am Ende auch etwas Gutes tun kann«, so Stefan Fichert. So waren sie seinerzeit auf den Dresdner Breitengrad-Verein gestoßen. Seit Wochen schrauben die Freunde an dem Kleintransporter herum, der für diese Rallye umgebaut wird. Höhepunkt, darin sich alle drei einig, wird auf jeden Fall die Durchquerung der Sahara sein. »Das kann abenteuerlich werden«, glaubt Enrico Rutkowski. Das Trio ist vorbereitet, alle Impfungen sind erledigt, Organisatorisches wie Versicherungs- und Exportfragen geklärt, die Strecke ist geplant, die Rückflüge gebucht. Aber alles durchplanen wollen sie nicht. Denn: »Wir möchten offen sein für Neues, fürs Ungewohnte«, betont Stefan Fichert. Auf jeden Fall wird es eine besondere Erfahrung, weil »wir nicht als Pauschaltouristen unterwegs sind«, so Rutkowski. Man sei auf die Begegnungen mit den Menschen vor Ort neugierig.

Bei Autopannen werde man bestens gewappnet sein. »Wir sind ja gelernte Automechaniker«, so Rutkowski. Die drei haben schon einige Sponsoren für diesen Trip gefunden, der Erlös eines Benefizkonzertes, welches am 29. Februar, 20 Uhr, im Hoyerswerdaer »Speicher Nr. 1« stattfindet, soll ebenfalls an gemeinnützige Hilfsprojekte in Gambia gehen. Unterwegs werden die Drei in Marokko von der Route kurz abweichen,  einen Abstecher nach Marrakesch machen. Um sich diese »unglaublich schöne Stadt« (Stefan Fichert) anzusehen.

Der Verein Breitengrad veranstaltet die Dresden-Dakar-Banjul-Rallye seit 2006 zweimal jährlich. Zweck ist es, den Menschen in Deutschland sowie anderen europäischen Staaten die kulturelle Vielfalt und auch die Hilfebedürftigkeit vieler Menschen außerhalb der Europäischen Union zu vermitteln. Der Verein unterstützt in Gambia Hilfsorganisationen mit Sach- und Geldmitteln.

Wer die Fahrt des Hoyerswerdaer Trios unterstützen möchte, kann sich an Enrico Rutkowski (enrico.rutkowski@googlemail.com) wenden.

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Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm

Pirna. Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht, sich zu verkleiden, lässt sie andere mit ihren Einfällen immer wieder blass aussehen und bietet was Extravagantes fürs ins Auge. Beim Faschingstanz am Rosenmontag im Copitzer Brauhaus "Zum Gießer" stach die Köchin vom Katholischen Kinderhaus erneut aus dem feierlustigen Faschingsgängern hervor. Brauhaus-Chefin Sigrid Schmees (82) körnte die dafür - zum wiederholten Male. Marianne Thiel fällt zu jedem Fasching etwas Neues ein - nichts von der Stange, alles selbst gemacht und jedes Mal ein Unikat. "Zum Karneval ein brauche ich einfach ein eigenes Kostüm", sagt sie. Der Kaktus entstand innerhalb von 14 Tagen, erzählt sie. Wie immer hat sie alles selber zusammengeschneidert. Und die Ideen dafür scheinen ihr nicht auszugehen. Diesmal staunte nicht nur das Publikum, sondern insbesondere Bob-Olympia-Sieger und -Weltmeister Francesco Friedrich (29). Auf seiner Stippvisite im Brauhaus gratulierte sie ihm zum sechsten WM-Titel im Zweierbob und er ihr zum besten Kostüm. Friedrich hatte sich zum Rosenmontagstanz von Brauhaus-Chef und Sponsor Dieter Schmees (84) sowie Kreissportbund-Geschäftsführer Dietmar Wagner (63) nicht lange betteln lassen. Kurz bei seiner Familie zuhause schaute er für wenige Minuten bei dem bunten Treiben vorbei und stand auch für ein Selfie mit Marianne zur Verfügung. Genauso Francesco Friedrich als Bob-Dominator verblüfft, läuft mittlerweile Marianne Thiel im Rennen um das beste Kostüm allen den Rang ab. "Ich gehe mindestens schon zehn Jahre am Rosenmontag zum Faschingstanz ins Brauhaus." Immer wieder versetzt sie ins Staunen. "Das ist mir beinahe schon selbst peinlich, aber es macht Spaß." Im Vorjahr kam sie als mit Christschmuck behangener Weihnachtsbaum. Davor zeigte sie sich schon als Lego-Baustein, als Hohnsteiner Kasper oder Micky Maus - gemeinsam mit ihrem Mann Rudi (63) "Max und Moritz", sowie Igel-Ehepaar sowie Kartoffeln. "Ich habe schon einen guten Einfall für nächstes Jahr..." Die beiden Thieles hatte zum ersten Mal ganz spontan ihr Sohn Andreas Thiel beim Rosenmontagsfasching begleitet. Der 33-jährige Tischler und Bauhofmitarbeiter aus Copitz mimte Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn. Von der Statur her, der pinkfarbenen Kleidung saß auch die Frisur (Perücke) perfekt. Gastwirtin Sigrid Schmees prämierte ihn (Andreas Thiel) mit dem zweiten Preis. Einen Sonderpreis gab es für Mandy Rätsch (34) aus Pirna-Südvorstadt. Sie überzeugte mit ihrem "Sexappeal" als Meerjungfrau. Einen tollen Rosenmontagstanz erlebte das Copitzer Brauhaus "Zum Gießer". Als das wohl einzige Lokal weit und breit herrschte am Rosenmontag im Restaurant ein Faschingstreiben, wie es eigentlich nur in den Karnevalshochburgen des Rheinlandes üblich ist. Die Gäste werden von Diskjockey Mario Eichler unterhalten. Für tänzerische Überraschungen sorgten die "Stolpener Basalt-Tänzerinnen", die bei zwei Shows bejubelt worden. Daniel Förster Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht,…

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Karneval in Bad Schandau

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