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A-Jugend qualifiziert sich für Jugendbundesliga

BSV Sachsen Zwickau – SG Rödertal/Radeberg - 23 : 31

Die A-Jugend der Spielgemeinschaft Rödertal/Radeberg hat es geschafft. Sie sind erneut im Konzert der besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands dabei. In einem Spiel auf hohem Niveau bezwangen sie im Qualifikationsfinale den Bundesliganachwuchs des BSV Sachsen Zwickau souverän und deutlich mit 31:23 und qualifizierten sich direkt für die Jugendbundesliga. Aber auch die unterlegenen Zwickauer Mädels haben noch eine Chance. Sie müssen sich am nächsten Wochenende in Hin- und Rückspiel gegen den Dritten der niedersächsischen Qualifikationsrunde durchsetzen.

Diese zusätzliche Belastung wollten sich die Mädels der SG unbedingt ersparen. Erwarten konnte man den klaren Erfolg im Vorfeld überhaupt nicht, hatten doch die Zwickauerinnen die letzten Begegnungen für sich entschieden und so waren Zuschauer und Mannschaften auf ein Kopf an Kopf-Finale eingestellt. Aber wie so oft, kam es völlig anders. Es war ein Spiel der taktischen Feinheiten. Wie im Spiel gegen Magdeburg begann die Mannschaft der SG mit einer sehr offensiven Abwehr, um den Gegner frühzeitig zu stören und ihn nicht in seinen gewohnten Spielfluss kommen zu lassen. Damit legten die SG-Mädels die Grundlage für den Erfolg. Es war nur die Frage, wie lange können die Spielerinnen dieses kräftezehrende Spiel durchhalten. Mit dem ständigen Stören bereits vor der Freiwurflinie kauften sie den BSV-Spielerinnen den Schneid ab.

Bis zur 10. Spielminute war die Partie noch ausgeglichen aber die nächsten zehn Minuten gehörten den Rödertalerinnen. Mit der 11:6 Führung wurden die Weichen auf Sieg gestellt. Speziell Emilia Ronge war nicht zu halten und nervenstark im Abschluss. Aber auch alle anderen Spielerinnen hatten ihren Anteil an der starken Vorstellung. Als moralische Unterstützung hatte die am Knie verletzte Torfrau Lisa Lange mit Krücken auf der Bank Platz genommen, um ihr Team anzufeuern. Sie wurde von Elisa Schurigt sehr gut vertreten, die allein in Hälfte eins fünf 100%-ige entschärfte. Der Teamspirit war zu sehen und zu hören. Auch mit der Körpersprache gaben sie zu verstehen, wir wollen gewinnen. Mit der 16:8 Führung zur Halbzeit war bereits eine gewisse Vorentscheidung gefallen, auch wenn noch 30 Minuten zu spielen waren. Trainer Steffen Wohlrab musste nichts verändern. Er forderte volle Konzentration. Aber auch die BSV-Mädels hatten sich viel vorgenommen und wollten den Bock noch umstoßen aber sie fanden einfach keine Mittel, um das Abwehrbollwerk zu knacken.

Bis zur 40. Minute erhöhte die SG ihren Vorsprung auf 21:11. Jetzt forderte das kräftezehrende Spiel seinen Tribut auf beiden Seiten. Die Aktionen wurden langsamer und es schlichen sich Fehler ein. Die SG wollte verwalten und Zwickau fehlte die Kraft, um das Spiel noch zu drehen. Die letzten 15 Minuten waren wieder ausgeglichen. Als beim 31:23 endlich das Schlusssignal ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen. Aber auch dabei gab es strenge Regeln wegen der Hygienevorschriften. Je 25 Zuschauer waren erlaubt, die auf getrennten Tribünen Platz nehmen mussten. Auch in der lautstarken Unterstützung der Mannschaften ging der Sieg an die Eltern aus dem Rödertal. Für den Erfolg verantwortlich sind die Trainer Steffen Wohlrab (Rödertal), Mirko Schulz (Radeberg) und Mike Augustiniak (Rödertal). Herzlichen Glückwunsch ! Für die Mannschaft und die Trainer ein Riesenerfolg. Nach 2018 die erneute Qualifikation für die Jugendbundesliga.

Bereits am 26. und 27. September geht es mit der 1. Runde in Turnierform in der Jugendbundesliga weiter. Die Gruppengegner stehen erst am nächsten Wochenende nach Abschluss aller Qualifikationsspiele fest. Ein sichtlich sehr zufriedener Trainer Wohlrab nach dem Spiel: „Unsere taktische Marschrichtung ist voll aufgegangen. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wie sie das umgesetzt hat. Einen Sieg in der Höhe hatte niemand erwartet. Die Mädels haben eine sensationelle Abwehrleistung geboten. Sie sind als Team gewachsen. Dafür haben sie heute den verdienten Lohn eingefahren. Das Lob geht ausdrücklich an die gesamte Mannschaft. Alle haben ihr Bestes gegeben. Montag ist frei, aber dann geht es sofort in die nächste Vorbereitung.“

SG mit: Lisa Lange n.e. Elisa Schurigt (Tor), Emilia Ronge (12/4), Marlene Böttcher (6), Vanessa Huth (5), Emma Hofmann (4), Hannah Mey (3) Lee Ann Hache (1), Nathalie Corsten, Lilly Heine, Leann Müller, Heidi Cech

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Spree. „Wer Bock hat, heute wieder Moped-Ausfahrt.“ So fängt die WhatsApp-Nachricht an, die fast jeden Sonntag durchklingelt, wenn es wieder heißt: die „alten“ Simson-Mopeds aus der Garage rauszuholen und auf Tour zu gehen. Seit dem 3. Mai 2020 brausen S50, Schwalbe, Sr2 und Krause Duo von Spree aus durch die schöne Oberlausitz. Zwei Stunden auf Strecken zwischen 35 und 65 Kilometern zum Sonntagnachmittag zu bekannten oder zu verborgenen Orten in der Heimat. Die Touren werden vom Organisator unter ein Motto gestellt, so dass die Teilnehmer auch vor und während der Fahrt rätseln können: „Wo geht es heute hin?“ Zum Beispiel: „Besichtigung einer in Europa geographischen Seltenheit“. Es geht zur Wasserscheide nach Geheege. Oder „Heute geht es hoch hinaus“. Es geht zum Monumentenberg nach Groß Radisch. Die Teilnehmerzahlen variieren zwischen drei und 15 Personen. Aber was festzuhalten ist, die DDR-Mopeds erfreuen jedes Alter. Der jüngste Mitfahrer ist gerade mal sechs Jahre alt und der älteste Fahrer feierte erst sein 66. Geburtstag. Am 13. September konnte die MAS (MopedAusfahrtSpree) so schon die 13. Ausfahrt in diesem Jahr durchführen. Bis Mitte Oktober soll in diesem Jahr mindestens noch jeden Sontag gefahren werden, sofern das Wetter mitspielt. Treffpunkt für die Touren ist immer sonntags um 13 Uhr an der Klotzholzscheune in Spree (Hähnichen).„Wer Bock hat, heute wieder Moped-Ausfahrt.“ So fängt die WhatsApp-Nachricht an, die fast jeden Sonntag durchklingelt, wenn es wieder heißt: die „alten“ Simson-Mopeds aus der Garage rauszuholen und auf Tour zu gehen. Seit dem 3. Mai 2020 brausen S50,…

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