Sandro Paufler

Freistaat Sachsen schickt Hilfe in die Hochwassergebiete

Sachsen. Der Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unbürokratische Hilfe in Aussicht gestellt. Auch andere sächsische Kommunen haben reagiert. Dabei werden Soldaten, freiwillige Helfer und schweres Gerät in die Katastrophengebiete geschickt.

Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schickt Sachsen in einem ersten Schritt 1.500 Feldbetten und entsprechendes ausgebildetes Personal in die Flutgebiete im Westen der Republik. Auch schwere Geräte zur Trinkwasserabgabe stünden laut DRK einsatzbereit zur Verfügung.

Sächsische Panzergrenadiere auf den Weg in die Hochwassergebiete

Des Weiteren sind Panzergrenadiere aus dem sächsischen Marienberg auf den Weg in die Katastrophengebiete der Region Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und werden dort die Einsatzkräfte unterstützen.

Landkreis Bautzen und Görlitz stehen bereit zur Unterstützung

Der Landkreis Görlitz stellt drei Katastrophenzüge a 70 Personen zur Verfügung. Darunter befindet sich ein Sanitätszug, ein Betreuungszug für die Essens- und Trinkwasserversorgung sowie ein Hilfeleistungszug mit Gerätschaften zum Auspumpen und Beräumen des Schlammes. Der Landkreis Bautzen stellt verschiedene Einsatzgruppen mit einer Stärke von 25 Personen bereit. In Absprache mit dem sächsischen Innenministerium wird derzeit geprüft, ob und in welcher Stärke der Freistaat diese Einsatzkräfte entsendet. Zusätzlich bereitet sich der Ortsverbund der THW Bautzen auf einen möglichen Einsatz vor. Eine sogenannte Pumpengruppe aus 12 Kammeraden und eine Notinstandhaltungsgruppe von 9 Kameraden könnte im Falle einer Alarmierung binnen eines Tages vor Ort eintreffen.

Kommunen helfen unbürokratisch ihren Partnerstädten

Zahlreiche Mitarbeiter des Bauhofes und der freiwilligen Feuerwehr aus den verschiedensten sächsischen Kommunen sind bereits auf den Weg in die Einsatzgebiete – so auch Helfer aus Grimma und Colditz. Die Stadt Chemnitz hat ihrer Partnerstadt Düsseldorf unkonventionelle Hilfe in Form von bereitgestellten Feuerwehrkräften angeboten. Auch die Stadt Dresden möchte sich solidarisch an der Hilfsaktion beteiligen.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Glaubitz und Bärnsdorf mit Hilfe von oben

Glaubitz. Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter, des Glaubitzer Bürgermeisters Lutz Thiemig sowie Kameraden der Feuerwehr Glaubitz in Bärnsdorf statt. Bei den technischen Daten ist die neue Drohne selbstredend moderner. Sie fliegt länger und weiter und kann auch bei Regen zum Einsatz kommen. Auch die eingebauten Kameras liefern weitaus bessere Bilder, wovon sich die Kameraden bei Testflügen überzeugen konnten. Einzig bei der Geschwindigkeit von rund 55 km/h nehmen sich beide Modelle nichts. Die Freude über die jeweils neue Drohne war gleichwohl bei den Kameraden der beiden Feuerwehren zu spüren, die das Treffen zum weiteren Erfahrungsaustausch nutzten. Drohnen an zwei Standorten im Landkreis bieten nicht nur die Sicherheit einer Rückfallebene, sondern da sie geografisch gut über den Landkreis verteilt sind auch schnellere Einsatzmöglichkeiten. Grundlage für die örtliche Zuordnung ist die Einhaltung der Hilfeleistungsfrist. Die Stationierung basiert auf dem Drohnenkonzept des Landkreises. So wird die in Bärnsdorf stationierte Drohne vorrangig für das Gebiet, das in etwa dem Altlandkreis Meißen entspricht, eingesetzt. Die Drohne in Glaubitz bedient vorrangig das Gebiet des Altlandkreises Riesa-Großenhain. Mit dem Einsatz von Drohnen zur Unterstützung der Feuerwehren hat sich der Landkreis Meißen seit 2016 beschäftigt, die erste Drohne wurde 2019 angeschafft. Mittlerweile sind mehr als 20 Kameraden in Bärnsdorf und Glaubitz für den Flug einer Drohne ausgebildet. 2020 waren über 60 Einsätze für die Drohnen zu verzeichnen, bei ganz unterschiedlichen Problemlagen – bei Waldbränden wie bei Gebäudebränden.Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein…

weiterlesen