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"Wir zeigen alles"

Senftenberg. Mit "Wir zeigen alles" erobern die Spielclubber der neuen Bühne Senftenberg die Studiobühne.
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In einer wilden Kombination dreier Clubs und siebenhundertfünfunddreißig angefangener und nicht beendeter Themen und Ideen zeigen die Spielcluber unter dem Motto "Endlich wieder eine Spielclubpräsentation" das, was sie in letzter Zeit bewegt hat.

In einer wilden Kombination dreier Clubs und siebenhundertfünfunddreißig angefangener und nicht beendeter Themen und Ideen zeigen die Spielcluber unter dem Motto "Endlich wieder eine Spielclubpräsentation" das, was sie in letzter Zeit bewegt hat.

Foto: Steffen Rasche

Sie zeigen alles! Und vor allem das, was sie nicht zeigen konnten. Nach fast zwei Jahren voller Gefühlschaos und Methoden-Pingpong sowie turbulenten Wechseln zwischen Präsenz- und Digitalproben, die hinter ihnen liegen, erobern die Spielclubs der Neuen Bühne Senftenberg am 25. und 26. Juni, sowie am 2. Juli die Studiobühne.

 

Zwischen Wiedersehensfreude und Abschiedstränen. Zwischen der Trauer, etwas Liebgewonnenes nicht beenden zu können und der Euphorie, etwas Neues zu beginnen. Und nach diversen Videoprojekten und Podcast-Ideen, Zoom-Tänzen und Breakout-Spielen, Theater in Kleingruppen und Theater an der frischen Luft haben sie zwar viel Neues probiert, jedoch auch eine Gewissheit erlangt: Die Spielclubs gehören auf die Bühne. Ohne Bildschirm. Live. Miteinander und mit Publikum. Einfach Theater. Und genau das gibt es jetzt auch endlich wieder.

 

In einer wilden Kombination dreier Clubs und siebenhundertfünfunddreißig angefangener und nicht beendeter Themen und Ideen zeigen die Spielcluber*innen einfach das, was sie in letzter Zeit bewegt hat: Der Jugendclub macht sich auf die Suche nach der Liebe in all ihren Formen. Mit der Komödie "Lysistrata" von Aristophanes erkunden sie das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und wie Männer und Frauen im Unterschied zueinander damit umgehen. Dabei stellen sie fest, dass sich beide gleichermaßen nach Liebe, nach Nähe, nach Körperlichkeit sehnen. Ein klassisches Jugendthema, sowohl 411 v. Chr. als auch oder erst recht vor dem Hintergrund sozialer Isolation im Jahre 2021. Das Musicalensemble macht sich Gedanken um das Wunderwerk Körper. Sie betrachten sich selbst - möglichst neutral - und finden neben römischen Füßen, Chaos auf dem Kopf, komisch abknickenden Knien und schiefen Nasen ziemlich viel Liebenswertes. Sie definieren Schönheit, entwerfen einen Bauplan für den perfekten Körper, lachen über die Absurditäten, die wir Menschen mit uns selbst veranstalten. Und sie feiern! Sich selbst und ihre Körper. Mit Freudentänzen und Lobeshymnen. Da sich die neuenBeginner sowieso immer wild ausprobieren, passen sie wunderbar in dieses Spielclub-Tuttifrutti. Sie beschäftigen sich mit der Liebe… zu sich selbst und zu anderen. Mit dem Erwachsenwerden und dem Erwachsen-sein-sollen und -wollen. Mit sozialer Isolation und den Krankheiten des Kopfes. Ihre Gedanken werden zu Texten und ihre Texte werden eine Performance. Drei Clubs zeigen also alles! Jede Gruppe für sich, doch unterstützt durch die anderen. Live und miteinander. 

Karten für die Vorstellungen am 25. Juni um 19.30 Uhr, am 26. Juni um 16.00 Uhr sowie am 2. Juli um 19.30 Uhr, sind an der Theaterkasse, unter 03573. 801 286, via karten@theater-senftenberg.de sowie www.theater-senftenberg.de erhältlich.