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Machbarkeitsstudie zum Radfernweg Berlin-Dresden

Senftenberg. Lausitzer Seenland und Spreewald sollen optimal eingebunden werden.

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Vor-Ort-Prüfung der Routenführung in Lübbenau im Rahmen der Machbarkeitsstudie zum Radfernweg Berlin-Dresden.

Vor-Ort-Prüfung der Routenführung in Lübbenau im Rahmen der Machbarkeitsstudie zum Radfernweg Berlin-Dresden.

Foto: OSL / Nora Bielitz

Zu Beginn des Jahres wurde eine Machbarkeitsstudie zum Radfernweg Berlin-Dresden durch das Lausitzer Seenland und den Spreewald vom Landkreis in Auftrag gegeben, teilt Nora Bielitz, Sprecherin des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (OSL) mit. Derzeit erfolge die Überprüfung der Radroute und der alternativen Routenoptionen vor Ort.

Eine Grundlage für die Machbarkeitsstudie bilde der Routenvorschlag für den Radweg Berlin-Dresden vom ADFC Sachsen e.V.. Bei der aktuellen Bestandsaufnahme und Überprüfung der Route auf der Routenführung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz durch das beauftragte Unternehmen IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH Neuss, Bürostandort Berlin – Niederlassung Büro Radschlag, werden laut Nora Bielitz verschiedenste Gegebenheiten beachtet und kartographiert. Wichtige Elemente seien dabei die Breite, die Beschaffenheit und der Pflegezustand des Radweges, die Führung entlang, auf oder abseits von Straßen, die Beschilderung und Ausweisung von Knotenpunkten, der Ausblick entlang des Radweges und natürlich auch touristische Highlights, die in der aktuellen Routenführung bedacht werden oder zukünftig beachtet werden könnten. Weitere Einblicke in die Vor-Ort-Überprüfung der Streckenführung im Landkreis OSL »H I E R«.

Ziel des Projektes sei es, die Radroute zwischen Berlin und Dresden so zu entwickeln, dass diese durch den Spreewald und das Lausitzer Seenland entlang der schönsten Radstrecken und Sehenswürdigkeiten führe. »Dazu wird anhand der Ergebnisse ein Routenvorschlag erarbeitet, welcher nachfolgend weiter abgestimmt und verfeinert wird. Die Festlegung der Route erfolgt in Abstimmung mit den Touristikern, die entlang dieser angesiedelt sind. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine touristische und somit auch wirtschaftliche Wertschöpfung erfolgt«, informiert Nora Bielitz.

Ein weiteres Ziel wäre die Chance auf eine Listung des Radfernweges für zukünftige Förderungen in der GRW Richtlinie Infrastruktur des Landes Brandenburg.

Um die hohen Qualitätsanforderungen der Radwegeinfrastruktur, der Verbindung der zwei Hauptstadtregionen Berlin-Dresden über das Lausitzer Seenland und den Spreewald zu sichern und den Komfortanforderungen gerecht zu werden, soll mit der Machbarkeitsstudie eine Handlungsgrundlage für zukünftige Investitionen geschaffen werden.

• Notwendige Modernisierungsmaßnahmen und Ausschilderungen (unter Beachtung der vorhandenen Ausschilderung, insbesondere Knotenpunktwegweisung) am Radfernweg sind herauszuarbeiten.

• Es ist zu prüfen, inwieweit mehrere Routen sich überlagern. Wo es notwendig ist, ist eine Entzerrung herauszuarbeiten.

• Die Barrierefreiheit und die Zielgruppenausrichtung (zum Beispiel Familientauglichkeit, Lademöglichkeit von E-Bikes entlang der Strecke) sind bei der Bewertung zu beachten.

• Die Erhebungsdaten zum Ist-Zustand der Radroute sollen mit den gängigen Ansprüchen an touristische Radwegeinfrastrukturen abgeglichen werden.

• Die Abstimmung mit den Ländern Brandenburg, Sachsen und Berlin, den Landkreisen, Kommunen, den Tourismusverbänden, den ADFC-Landesverbänden Sachsen, Brandenburg und Berlin ist herzustellen.

• Ein Vorschlag für die zukünftige kartografische Hinterlegung ist zu erarbeiten.

• Eine Empfehlung für die zukünftige gemeinsame Vermarktung mit Kostenangaben und Koordinierung kreis- und länderübergreifend ist zu erarbeiten.

Ein erster Workshop mit den beteiligten Akteuren finde Ende August statt. Es werden die Ergebnisse der Befahrung der Strecke dargestellt, heißt es.

Die Machbarkeitsstudie zum »Radfernweg Berlin-Dresden durch das Lausitzer Seenland und den Spreewald« sei ein Teilprojekt des strategischen regionalen Entwicklungskonzeptes für den Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Die Grundlage dafür bilde im Rahmen der Förderinitiative »Aktive Regionalentwicklung« der Förderaufruf für Modellvorhaben als Fördermaßnahme des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in der Bekanntmachung vom 10. September 2020 als Folge des Beschlusses der Bundesregierung vom 10. Juli 2019, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilregionen Deutschlands zu fördern.