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Verweilen in der Görnischen Gasse

Meißen. Der Frühling kann kommen, auch die vierte Verweilinsel in der Görnischen Gasse ist jetzt fertig. Dennoch werden noch Spenden benötigt.

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Als direkte Verbindung der Innenstadt zur Porzellanmanufaktur fungiert die Görnische Gasse seit einiger Zeit als symbolischer »Porzellanweg«. Verschiedene Kunstprojekte im öffentlichen Raum, unterschiedliche Galerien mit Kunst aller Art und das neue Porzellancafé »Weisser Elefant« sollen die Touristen in die kleine Gasse locken, die seit Kurzem sogar für die sensible Sanierung der historischen Bausubstanz den »Bauherrenpreis der Stadt Meißen« bekommen hat. Im vergangenen Jahr wurde auch außerhalb der Galerien und Wohnhäuser die Gasse einladender gestaltet. Es konnten für die Passanten seit 2021 vier Verweilinseln aufgestellt werden. Neben einer Sitzbank und schlichten, grauen Blumenkübeln deutet auch eine hölzerne Stele mit einem individuellen Kunstobjekt auf die besonderen Bewohner der Gasse hin. Insgesamt haben die Künstler in der Görnischen Gasse es geschafft, durch gemeinschaftliches Engagenment mit einem 50-prozentigem Eigenanteil (Spenden von Bürgern und Künstlern) und fast 50-prozentigem Anteil aus dem Verfügungsfond der Stadt die vier besonderen Sitzgelegenheiten zu erstellen. Die Metall- und Holzarbeiten wurden von heimischen Unternehmen durchgeführt. Die Blumenkübel werden im Rahmen der Stadtbegrünung im Frühjahr bepflanzt und sollen die Gasse noch bunter machen.

Die letzte Verweilinsel gestaltete dabei eine ganz neue Künstlerin in der Görnischen Gasse. Mit Jana Pommer-Semper, die vom Kynastweg in die Stadt gezogen ist, ist die Görnische Gasse quasi der Start in einen neuen Lebens- und Schaffensabschnitt. Sie beschäftigt sich in ihrem Atelier »Silberstraße« mit Bildern und Grafiken aus Naturmaterialien wie Erde, Lehm und Ton auf Leinwand sowie Siebdrucken. Sie will mit viel Struktur besonders persönliche Erlebnisse und Gedanken in ihren Bildern zeigen. Auch Kurse für Schüler könnte sie sich künftig vorstellen.

Die Förderung der Gasse aus dem Verfügungsfond der Stadt ist vorerst beendet. Jetzt sollen die jährlichen Zuwendungen auch in anderen Stadtteilen Veränderungen bewirken.Dennoch werden für die Abschlussarbeiten noch dringend Spenden benötigt, um den fehlenden Eigenanteil von 1.200 Euro abzudecken.


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