ak

Nur auf dem Papier ist alles klar...

Zweitligist aus Dresden zu Gast in der Feralpi-Arena in Riesa-Merzdorf: BSG Stahl Riesa gegen Dynamo Dresden.
Bilder

Die BSG Stahl Riesa erwartet am 29. Juni einen hochkarätigen Testspielpartner in der Feralpi-Arena: die SG Dynamo Dresden. In der höchsten Fußball-Liga der DDR stand dieses Derby jahrelang auf dem Spielplan. Riesa gehörte der Oberliga 15 Jahre an. In dieser Zeit konnte Stahl drei Mal gegen Dynamo gewinnen und fünf Unentschieden erreichen. Erinnerungen und Ausblick Das letzte Spiel in der höchsten Liga der DDR bestritten die Teams am 27. Februar 1988 gegeneinander im Ernst-Grube-Stadion. Wie schon das Hinspiel in Dresden ging es 0:0 aus. Am Ende der Saison stieg Stahl ab und Dynamo war Dritter. Philipp Schröter, der sich schon auf das Spiel gegen den Zweitligisten aus Dresden freut, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren. »Wir wollen kämpferisch und läuferisch auf jeden Fall dagegenhalten und das Spiel so lange wie möglich spannend halten«, sagt der junge Mann, der an der BA Riesa Sport- und Eventmanagement studiert, mit Blick auf diese Partie. Auch wenn das Ergebnis des Testspiels im Februar – Stahl unterlag zuhause 1:7 – einen anderen Eindruck vermittele, in der zweiten Halbzeit habe man ganz gut mithalten können. »Damals war Erich Berko mein Gegenspieler«, erzählt Philipp Schröter, der in der Abwehr eingesetzt war. Es sei ein besonderes Spiel gewesen. »Man konnte sich da einiges abgucken, zum Beispiel die klar definierten Laufwege bei Dynamo.« Ein besonderes Spiel sei der Test im Februar auch wegen der Kulisse gewesen. »Unsere Zuschauerzahlen sind für Landesliga spitze, aber vor weit über 700 Fans zu spielen, ist schon eine Nummer größer«, unterstreicht Philipp Schröter. Zuschauerrekord in Riesa erhofft Er hofft und erwartet für den 29. Juni rund 1500 Fußballfreunde in der Feralpi-Arena. Schließlich werde diesmal nicht mitten in der Woche gespielt. Auf dem Papier sei alles klar: Die Stahl-Fußballer kicken vier Klassen unter den Dynamos. Die Riesaer trainieren drei Mal pro Woche, die Dynamos deutlich öfter. Vielleicht könnte ein Vorteil für die Gastgeber darin liegen, dass ihre Saison gerade erst zu Ende gegangen ist. Zwar nicht ganz wie erwartet, denn die Siegesserie riss nach drei Partien am letzten Spieltag mit einem 0:4 beim VfL Pirna-Copitz 07. Damit beendete Stahl die Saison auf Rang 7 der Landesliga Sachsen. Philipp Schröter rechnet gegen Dynamo mit mehr als einem lauen Kick an einem Sommerabend: »Ich gehe davon aus, dass sich Dynamo hier nicht blamieren will.« Aber auch bei Stahl sei (fast) noch niemand im Urlaub – gegen den Zweitligisten aus der Nachbarschaft wolle sich jeder zeigen. »Unser Trainer vermittelt uns, dass wir über läuferisches Engagement und das Dagegenhalten in den Zweikämpfen viel erreichen können«, betont der Mittelfeldspieler, der in der abgelaufenen Saison fünf Tore erzielte. Jener Trainer, der heute 45-jährige Daniel Küttner, stand übrigens im Aufgebot des Vereines, der damals noch der FC Stahl Riesa 98 war, der sich nach Fusion mir Fußballabteilung der SC Riesa in TSV Stahl Riesa und später in die BSG Stahl Riesa umbenannt hat. Aus jener Zeit rührt auch der letzte Stahl-Sieg gegen die Schwarz-Gelben: ein 3:1 in Riesa am 4. November 2000.  Hier gibt's Tickets:Gewinnspiel: Wir verlosen bis zum 24. Juni unter www.wochenkurier.info (Gewinnspiel) 15 Freikarten. Wer sicher gehen will, kann die Tickets (7 Euro und ermäßigt 5 Euro, Kinder frei, ab 14 Jahre ermäßigt) auch ab sofort beim WochenKurier in Riesa kaufen. Das Büro an der Goethestraße 96c ist Mittwoch bis 18 Uhr, Donnerstag bis 16 Uhr und Freitag bis 14 Uhr geöffnet.