Verena Farrar

Freistaat unterstützt Projekte der Musiker

Die Elblandphilharmonie Sachsen bekommt Fördermittel für junge Musik und Projekte, die die Jugend ins Konzert locken soll.
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Symphonix kann weitergehen - Freistaat fördert moderne Orchesterprojekte. Foto: Seidler,PR

Symphonix kann weitergehen - Freistaat fördert moderne Orchesterprojekte. Foto: Seidler,PR

Die Freude bei Carola Gotthardt, Chefin der Elblandphilharmonie Sachsen, ist groß. Im Rahmen des Bundesprogramms „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ erhält das Orchester Fördermittel und damit die Chance, innovative Projektideen zu verwirklichen. So sollen auch die Orchester bestärkt werden, sich wichtigen Zukunftsfragen der Gesellschaft und der Entwicklung der Musikkultur zu stellen, sodass sie auf die internationalen wachsenden Herausforderungen reagieren und zugleich ihre künstlerische Qualität weiterentwickeln können. Die sächsischen Musiker sind dabei bereits auf einem guten Weg. Nachdem die Elbland Philharmonie Sachsen in der Spielzeit 2017/2018 die Werke zeitgenössischer Komponisten in ihre Programme aufgenommen hat und spezielle Formate zur inhaltlichen Vermittlung der Kompositionen gemeinsam mit den Komponisten durchgeführt hat, soll in den Folgespielzeiten 2018-2020 der Fokus darauf liegen, die jüngere Generation an diesem Prozess zu beteiligen. „Wir haben dabei im Zentrum des Projekts „Composers in Region“ einen Workshop geplant, der in Zusammenarbeit mit den Kompositionsabteilungen den Musikhochschulen zur Entwicklung neuen Orchesterrepertoires für Kinder- und Jugendkonzerte sowie für ambitionierte Jugendorchester beiträgt. Ebenso sollen Orchesterworkshops in Zusammenarbeit mit den Kinder-Kompositionsklassen aus Dresden und Halle unterstützt werden und Auftragswerke an Komponisten der Region und Aufführung der Werke in Philharmonischen Konzertprogrammen vergeben werden“, erklärt Carola Gotthardt auf Anfrage. „Ebenso wurde von uns die Förderung von drei Aufführungen des Kooperationsprojektes SYMPHONIX mit der Breakdance-Formation The Saxonz, der Tanzcompany der Landesbühnen Sachsen und Raphael Hillebrand als Choreograf beantragt. Dieses Konzert für ein junges Publikum wird am 1. Oktober in der Sachsenarena Riesa gespielt und kann durch die Förderung nun weiterhin in Sachsen aufgeführt werden“, fügt sie an. Bei dem Crossover-Projekt SYMPHONIX handelt es sich um ein neuartiges Genre, welches die typische Imagination von Klassik und zeitgenössischem Tanz bricht und sich mit der Identität der Hip Hop-Kultur inszeniert. Die Tänzer aus dem Hip Hop und Contemporary treffen auf ein klassisches Philharmonisches Orchester und beflügeln sich gegenseitig mit dem Hip Hop-Sound der 1970er Jahre. In seiner zweiten Sinfonie baut der aus Dresden stammende Komponist Karsten Gundermann eine musikalische Brücke zwischen der Ästhetik klassischer Musik und rebellischer Jugend-Subkultur hin zu Sinfonischem Hip Hop. „Es freut auch mich, dass die Projektanträge der Elbland Philharmonie Sachsen zu den geförderten Vorhaben gehören und mit bis zu 237.090 Euro unterstützt werden“, gratuliert auch Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.