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Stolpener Volk belagert die Burg

Stolpen. Am 22. und 23. Juni findet auf Burg Stolpen wieder das historische Burghoffest statt, bei dem Ereignisse aus dem Jahr 1632 im Mittelpunkt stehen.
Matthias Hänsel (li.) und Thomas Grohmann holen Wasser aus dem 84 Meter tiefen Stolpener Basaltbrunnen.

Matthias Hänsel (li.) und Thomas Grohmann holen Wasser aus dem 84 Meter tiefen Stolpener Basaltbrunnen.

Bild: Marko Förster

Mit viel Geschrei und Augenzwinkern werden am Wochenende (22. und 23. Juni) auf Burg Stolpen raue Sitten des Dreißigjährigen Krieges, aber auch das ganz normale Lagerleben dieser Zeit zelebriert. Jeweils von 10 bis 18 Uhr können geschichtsbegeisterte Besucher das Burghof-Fest, ein großes Historienspektakel, erleben.

Im Mittelpunkt steht dabei ein für die Burg und die Stadt bedeutsames Ereignis: 1632 wurde Stolpen von feindlichen kaiserlich-kroatischen Truppen belagert. Die Einwohner zogen sich auf ihre Burg zurück und verteidigten sie erfolgreich, sodass die Eindringlinge und Belagerer schließlich zum Abzug gezwungen wurden. In der in sich geschlossenen Festung wurde Wäsche gewaschen, Brot gebacken oder am offenen Feuer gekocht. Wasser förderten die Burgbewohner aus dem tiefsten Basaltbrunnen der Erde. Jedoch lief nicht alles harmonisch ab. Kleinere Scharmützel, Diebstähle oder andere Missetaten waren an der Tagesordnung und wurden rücksichtslos bestraft. Anketten am Pranger oder Tauchen im Folterkäfig in die übel riechende Zisterne waren häufig angewandte Strafen.

Lebendig wird das zweitägige Spektakel im Wesentlichen durch den Familienverein "Stadtwache Stolpen" sowie den Traditions- und Schützenverein Fischbach. Groß und Klein dürfen sich an beiden Tagen auf ein buntes Programm mit Markttreiben und zahlreichen Show-Einlagen freuen. Der Eintritt beträgt 12 Euro bzw. ermäßigt 6 Euro.


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