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Ein unvergessener Sohn der Stadt

Pirna ehrt mit Kapellmeister Karl Heinz Hanicke ein Musikurgestein

Ein denkwürdiger Anblick: der Bergsteigerchor Kurt Schlosser singt mitten auf dem Marktplatz zusammen mit Musikern der Staatsoperette Dresden. Dafür gab es einen triftigen Grund. Gemeinsam mit den Künstlern enthüllte OB Klaus-Peter Hanke eine Gedenktafel am Haus Marktgasse 2 in Erinnerung an den berühmten Kapellmeister Karl Heinz Hanicke und Sohn der Stadt, der hier in dem Haus bis1956 wohnte.    »Wir ehren heute einen besonderen Sohn unserer Stadt. Pirna hat nicht nur Olympiasieger hervorgebracht, sondern auch einen bedeutenden Musiker, der sogar im Guiness-Buch der Rekorde steht«, hobt Klaus-Peter Hanke hervor. Den Guiness-Rekord erhielt Karl Heinz Hanicke für die 446 Aufführen von »My Fair Lady« in der Staatsoperette Dresden. Im DDR-Fernsehen erhielt er den »Goldenen Taktstock«. Am 29. Dezember 1921 in Pirna geboren und am 23. Februar 2013 in Dresden gestorben, schrieb  Hanicke als Pianist, Chorleiter und Kapellmeister, Musikgeschichte. Hanicke leitete mehrere Volkschöre in Pirna, Königstein, Struppen und Rathmannsdorf. Seine 1954 begann er seine Tätigkeit als Kapellmeister an der Staatsoperette Dresden. Auf insgesamt 6.000 Aufführungen brachte es Karl Heinz Hanicke in seiner aktiven Zeit. Von 1978 bis 2003 dirigierte er den Sächsischen Bergsteigerchor »Kurt Schlosser«, das war eine Ära für den berühmten Chor. »Wer sein Dirigat von Lützows wilder, verwegener Jagd erlebt hat, wird das nie vergessen«, erinnern die Sänger vom Bergsteigerchor, die ihre Lieder auf dem Marktplatz in Erinnerung an ihren früheren Chef schmetterten.


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