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Millioneninvestition in Bautzen: Das Bauforschungszentrum kommt in die Oberlausitz

Bautzen. In Bautzen soll das Bundeszentrum für Bauforschung entstehen. Dafür werden über 60 Millionen Euro investiert. Durch die Ansiedlung profitiert die Region mit tausenden von Jobs - ein Meilenstein in der Oberlausitz.
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So könnte das Bauforschungszentrum in Bautzen einmal aussehen.

So könnte das Bauforschungszentrum in Bautzen einmal aussehen.

Foto: Visualisierung: CGI Henn

Nach monatelangen Verhandlungen ist es beschlossen: Das Bauforschungszentrum Lausitz Art of Building (LAB) wird seinen Hauptsitz in Bautzen haben, das beschloss der Deutsche Bundestag in seiner Haushaltssitzung. Für dessen Realisierung wird in den nächsten Jahren eine Menge Geld fließen: Der Bund stellt für den Aufbau der gigantischen Forschungseinrichtung 3,6 Millionen Euro zur Verfügung. In den nächsten vier Jahren kommen weitere 65 Millionen Euro des Bundes hinzu. Auch die Landkreise Bautzen und Görlitz sowie dessen Kommunen möchten Strukturwandelmittel in Höhe von 450 Millionen Euro bereitstellen.

 

Bis zu 40.000 neue Jobs in der Region möglich

 

Nach Informationen des Bautzener Landratsamtes, soll der mehrjährige Aufbau des LAB im kommenden Jahr beginnen. Perspektivisch sollen insgesamt rund 1.250 Mitarbeitende aus Wissenschaft und Technik in weltweit einzigartigen Laboreinrichtungen forschen und entwickeln. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie werden langfristig bis zu 40.000 Arbeitsplätze in und um das Bauforschungszentrum herum entstehen. "Wir haben sehr für diese Idee gekämpft (…) Von Bautzen aus können wir Vorreiter sein und gleichzeitig zum Erfolg des Strukturwandels beitragen. Ich danke allen, die uns unterstützt haben und mit uns gemeinsam das LAB deutschlandweit mit internationaler Strahlkraft aufbauen werden", freut sich Landrat Udo Witschas (CDU). Neben dem Landrat und dem Bautzener Oberbürgermeister Karsten Vogt haben sich die Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst (FDP), Kathrin Michel (SPD) und Dr. Paula Piechotta (Grüne) für das Projekt stark gemacht.

 

Warum wird ein Forschungszentrum für die Baubranche benötigt?

 

Im Bauforschungszentrum sollen künftig Antworten auf die drängenden Fragen in der Bauwirtschaft gegeben werden. Derzeit entfallen über 25 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes auf die Bauwirtschaft, ebenso wie 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs. Bauabfälle machen fast 60 Prozent der jährlichen Abfallmenge in Deutschland aus. Durch intensive Grundlagenforschung sollen Lösungen und Ideen für die Entwicklung neuer Materialien, Technologien, Verfahren und die weitere Digitalisierung in großem Maßstab gefunden werden.


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