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Sascha Hache

Kompletter Neuaufbau mit bewährten Kräften

Den 20. September sollten sich Frauenfußballfans dick im Kalender anstreichen. 11 Uhr kommt es auf dem Sportplatz in Doberschau zum ersten Punktspiel der neu gegründeten Frauenmannschaft des SV Gnaschwitz-Doberschau gegen das ebenfalls neue Team aus Thonberg.
Mit Freude registriert Daniel Klimke die tolle Schusshaltung von Bernadet Bresan. Foto: has

Mit Freude registriert Daniel Klimke die tolle Schusshaltung von Bernadet Bresan. Foto: has

Anja Rohark aus Königswartha und Bernadet Bresan aus Dresden sind fußballbegeistert. Bei der SG Crostwitz fanden sie mit Daniel Klimke zudem einen Trainer, mit dem sie durch dick und dünn gingen. Für ihn nehmen sie jetzt sogar längere Fahrtstrecken zum Training auf sich. „Ja, der Trainer war sicherlich ein Grund, mit nach Doberschau zu wechseln. Ebenso das tolle Mannschaftsklima, das wir hier haben“, erklärt die 23-jährige Bernadet, warum gleich neun Kickerinnen aus Crostwitz als „Entwicklungshelferinnen“ vor die Tore Bautzens gewechselt sind. Sie bilden nun das Rückgrat der ersten Frauenmannschaft in der Geschichte des SV Gnaschwitz-Doberschau. Fünf weitere Spielerinnen stießen noch dazu – Verstärkung ist aber immer noch gern gesehen. In der Kreisliga stehen eine Torfrau und sechs Feldspielerinnen auf dem Platz. „Trotzdem kann es durch Arbeit, Ausbildung, Krankheiten oder Schwangerschaft schnell sehr eng mit der Kaderstärke werden“, weiß Daniel Klimke, der vor den Crostwitzer Damen die des SV Post Germania Bautzen trainierte. In Doberschau will er u.a. jüngere Spielerinnen entwickeln und ihnen eine sportliche Heimat geben: „Mädchen können bis zum 13. Lebensjahr mit Jungen zusammenspielen. Danach gibt es aber kaum Mädchen-Nachwuchsmannschaften. Bei den Frauen darf mit einer Sondergenehmigung ab 15 Jahren gespielt werden“. Deshalb könnte sich der Trainer vorstellen, neben der Frauenmannschaft auch noch eine C- und B-Jugend aufzustellen. Aber dies ist noch Zukunftsmusik – jetzt steht das erste Punktspiel an. Sicherlich mit lautstarker Unterstützung vieler Männerspieler. Denn mit denen gab es sogar schon ein gemischtes Trainingsspiel. „Wir wurden hier richtig gut aufgenommen, da gab es keinerlei blöden Sprüche“, freut sich Anja Rohark und kann sogar darüber schmunzeln, dass die Frauen-Kreisliga den Namen eines Küchenhauses trägt... Kontakt für interessierte Spielerinnen: 0162/2872532


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