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Auf der Suche nach den Forschern von morgen

»Hands on – Selber machen erwünscht!« lautet das Motto. Heute fiel der Startschuss für die »European Talent School« im Dreiländereck.
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Die Teilnehmer haben die Wahl zwischen vier Workshops und können aktuelle Fragestellungen mit den Wissenschaftlern vor Ort diskutieren. Symbolfoto: Gerd Altmann/Pixabay

Die Teilnehmer haben die Wahl zwischen vier Workshops und können aktuelle Fragestellungen mit den Wissenschaftlern vor Ort diskutieren. Symbolfoto: Gerd Altmann/Pixabay

Zum Auftakt begrüßte Oliver Schenk, Chef der Sächsischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, die rund 20 Teilnehmer im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz. Hier gibt es im Anschluss drei Tage lang Workshops, in denen die Schülerinnen und Schüler selbstständiges, praktisches Arbeiten lernen, experimentieren und einfache wissenschaftliche Geräte selber bauen. Darüber hinaus können sich die jungen Leute mit anderen MINT-Interessierten austauschen und aktuelle Fragestellungen aus der Wissenschaft mit den Wissenschaftlern vor Ort diskutieren. Ins Leben gerufen wurde die European Talent School von der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen mit dem Freistaat Sachsen und dem Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal. Schenk sagte bei der Begrüßung: »Sachsen ist mit seiner deutschlandweit einmaligen Konzentration an Fraunhofer-Instituten ein herausragender Standort der anwendungsorientierten Forschung. Sie legt eine entscheidende Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaates.“ Da sei es selbstverständlich, dass man talentierte Schüler frühzeitig für diese Forschung begeistern will, um so für eine spätere Karriere in dieser zukunftsweisenden Arbeit zu werben. Genau das soll mit der European Talent School gelingen. „Dass wir dabei auch eng mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten, freut mich als Europaminister umso mehr“, so Schenk. Das sächsisch-tschechisch-polnische Dreiländereck sei schon vor über hundert Jahren Impulsgeber für die industrielle Entwicklung in Europa gewesen. Um daran anzuknüpfen und mit den heutigen globalen Dynamiken mithalten zu können, sei es mehr denn je entscheidend, in Wissenschaft und Forschung die Kräfte in der EU zu bündeln, so der Staatsminister. Prof. Dr. Alexander Kurz, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, erklärte im Vorfeld der Veranstaltung: »Die Talente von heute sind die Forscherinnen und Forscher von morgen. Schon heute mit den jungen kreativen Menschen – den potenziellen Mitarbeitern, Entscheidern und Gestaltern von morgen – in Kontakt zu treten, ist eine wichtige Grundlage für unsere Innovationen. Denn wir setzen originäre Ideen gemeinsam mit Unternehmen in Innovationen um – zum Wohl der Gesellschaft und zur Stärkung der deutschen und europäischen Wirtschaft. Genau hier setzt die European Talent School an. Sie ist ein geeignetes Instrument zur Begeisterung junger Menschen, die Forschung begreifen, ihren Horizont erweitern und die eigene Kreativität wecken wollen. Hier erfahren sie, wie in der Forschung allgemein und insbesondere bei Fraunhofer gearbeitet wird. Und was zu tun ist, wenn man eine Karriere auf dem Gebiet der Forschung anstrebt.« Dr. Michael Schlitt, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, fügte hinzu: »Mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Freistaat Sachsen haben wir zwei sehr gute Partner, die uns dabei helfen, unsere Jugendlichen für Forschung und Technik zu begeistern. Wir sind froh, den Jugendlichen unserer Dreiländerregion so ein tolles Angebot bieten zu können.« Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen zehn, elf und zwölf haben die Wahl zwischen vier Workshops: »Mathematik, Spiele und Machine Learning«, »Hacking Grundkurs«, »Auf Fraunhofers Linien – optische Experimente« und »Umwelt schützen über Ganzheitliche Bilanzierung«. In den einzelnen Workshops erhalten sie nähere Informationen und erfahren, welchen Herausforderungen sie sich dort im Team mit der Unterstützung von kundigen Forschern stellen werden. Was sind eigentlich die Fraunhofer’schen Linien und wie funktioniert ein Spektrometer?; Wie schwierig ist es, ein Passwort zu knacken?; Und welche Auswirkungen hat es auf die Umwelt, wenn wir eine Tasse Kaffee trinken? – dies sind nur einige der zahlreichen Fragen, mit denen sich die Teilnehmer in den Workshops befassen werden.


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