Stefan Staindl

Fackellauf mit Halt in Doberlug-Kirchhain

(Region). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat den »Fackellauf nach Solferino« gestartet. Dabei wird ein »Licht der Hoffnung« von Ehrenamtlichen durch die gesamte Bundesrepublik getragen. Es kommt auch nach Doberlug-Kirchhain.
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Eine Fackel kann auch Licht der Hoffnung sein.

Eine Fackel kann auch Licht der Hoffnung sein.

Foto: Pixabay

Das »Licht der Hoffnung« wird Ende Juni Italien erreichen, um dort an der sogenannten Fiaccolata, der internationalen Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee, teilzunehmen. »Wir freuen uns, dass sich alle 19 DRK-Landesverbände am Fackellauf nach Solferino beteiligen. Die Aktion, in der wir an unsere historischen Wurzeln erinnern, unterstreicht sowohl unsere Zusammengehörigkeit innerhalb des DRK als auch unsere Verbundenheit mit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung«, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.
 
Der Fackellauf nach Solferino kann über eine Landingpage auf der DRK-Website mitverfolgt werden. Dort findet sich eine Standortkarte, auf der sich die Route der DRK-Fackel nachvollziehen lässt. Zudem wird ein virtuelles Reisetagebuch von den Teilnehmenden mit Bildern und Informationen zu den einzelnen Stationen befüllt. Die nächsten Stationen der Fackel sind in Berlin und anschließend in Brandenburg.
 

Fackel wird in Doberlug-Kirchhain übergeben

 
Der Fackel-Staffellauf macht am Montag, 21. Februar, Halt in Doberlug-Kirchhain. Zuvor übernimmt die DRK-Bereitschaft Doberlug-Kirchhain die Fackel in Dahme vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald. Danach begibt sich die Fackel auf den Weg nach Doberlug-Kirchhain. Gegen 14.10 Uhr soll die Fackel das Ortseingangsschild Doberlug-Kirchhain aus Richtung Werenzhain erreichen. Dann übergeben Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes die Fackel an den DRK-Ortsverein Doberlug-Kirchhain. Anschließend wird sie an die DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg weitergereicht.
 

Hintergrund

 
Die Fiaccolata wird seit 1992 vom Italienischen Roten Kreuz organisiert und jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Bei der mehrtägigen Gedenkveranstaltung rund um den Fackelzug von Solferino in die nahegelegene Kleinstadt Castiglione delle Stiviere kommen jedes Jahr Tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus ganz Europa und der Welt zusammen, um den Anfängen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zu gedenken. Im Jahr 1859 reiste der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant durch Italien. Dabei wurde er Zeuge der Folgen der Schlacht von Solferino, einer der größten Auseinandersetzungen jener Zeit. Dunant erlebte Not und Elend der verwundeten Soldaten hautnah und setzte sich dafür ein, die Versorgung der Verwundeten zu organisieren. Er verarbeitete die erschütternden Erlebnisse in seiner Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“, an deren Ende er die Vision für die Gründung neutraler Hilfsgesellschaften für Verwundete in verschiedenen Ländern Europas formulierte. 1863 fand die erste Genfer Konferenz statt, auf der die Gründung solcher Hilfsgesellschaften beschlossen wurde. Kurz darauf gründete sich die erste nationale Rotkreuzgesellschaft weltweit: der württembergische Sanitätsverein im Königreich Württemberg.
 
(PM/DRK-Kreisverband Lausitz e.V.)