Stefan Staindl

Ausbildungsmesse als Wegweiser

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Die Ausbildungsmesse in Lönnewitz 2019 war sehr gut besucht.

Die Ausbildungsmesse in Lönnewitz 2019 war sehr gut besucht.

Foto: Landkreis Elbe-Elster, Pressestelle

Finsterwalde. Erste Kontakte zwischen Unternehmen und potenziellen Auszubildenden ermöglicht die Ausbildungsmesse des Landkreises Elbe-Elster. Diese findet nach zwei Jahren erstmals wieder als Vor-Ort-Veranstaltung am 8. Oktober in Finsterwalde statt.

Online kann Präsenz vor Ort nicht ersetzen

»Die Vorfreude ist riesig«, sagt Bianca Tilch vom Amt für Strukturentwicklung und Kultur im Landkreis Elbe-Elster. »Die Online-Messe war eine gute Alternative, um die Veranstaltung nicht ganz ausfallen zu lassen. Sie kann jedoch den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Die Jugendlichen wollen den Geschäftsführern und den Mitarbeitern gegenüberstehen, wollen etwas in die Hand nehmen und ausprobieren.« Wie Bianca Tilch berichtet, wird den Jugendlichen nicht nur an den Ständen selbst viel geboten, sondern auch auf dem großen Außenbereich. »Das kann man nicht in eine Online-Messe transferieren. Trotzdem wurde sie gut angenommen - allerdings mit unterschiedlicher Resonanz. Es ist eben eine völlig andere Präsentationsform.« Die Präsenzsmesse sei eben fest im Landkreis etabliert. Sie finde in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt. »Der Fokus liegt hierbei auf unsere Unternehmen im Landkreis. Ihnen bieten wir die Plattform, sich zu präsentieren. Wir verfolgen nach wie vor das Ziel, junge Leute hier in der Region zu halten. Ihnen wollen wir zeigen, dass man hier tolle Ausbildungsberufe erlernen und duale Studiengänge aufnehmen kann und gute Karrierechancen hat. Wir sind eine schrumpfende Region, da kommt es auf jeden einzelnen jungen Menschen an, den wir halten können«, betont Bianca Tilch.

Erste Kontakte für Berufsorientierung

Die Messe diene der Berufsorientierung. Alle Schüler ab der Oberstufe sowie Gymnasiasten und Studenten seien willkommen. Sie alle sollen in Zeitfenstern mit verschiedenen Aktionen durch den Messetag gesteuert werden. Wie Tilch informiert, nutzen zwischen 80 bis 100 Austeller die Ausbildungsmesse. »Allerdings ist die Grenze immer die Platzkapazität. Wir haben im Landkreis kaum große, freistehende Hallen.« Hierfür erfolge jährlich eine Abfrage bei den Kommunen des Landkreises, die sich dann als Austragungsort bewerben könnten. Die Gastgeber-Kommune für 2023 werde zur Messe-Eröffnung in Finsterwalde verkündet. Für Bianca Tilch sorgt die Ausbildungsmesse für einen ersten Kontakt zwischen Jugendlichen und Unternehmen. Oftmals würden die Schüler die Unternehmen in der Region gar nicht kennen: »Es geht darum, Ansprechpartner für Bewerbungen kennen zu lernen und offene Fragen zu Berufen zu klären. Gern können auch Bewerbungsmappen mitgebracht werden.« Natürlich könnten auch Praktika oder Ferienjobs auf der Messe gefunden werden.

Genug Ausbildungsplätze seien im Landkreis vorhanden, doch die Vermittlung müsse verbessert werden. Die digitale Welt helfe nicht automatisch.

Alles im Blick in der Messe-Broschüre

»Das Internet ist meistens der zweite Schritt. Zuerst holen sich die Jugendlichen die Kontakte auf der Messe. Dann schauen sie gezielt im Netz nach und informieren sich. Deshalb ist unsere Messe vor Ort so wichtig«, unterstreicht Bianca Tilch und verweist darauf, dass es erneut eine Messe-Broschüre mit allen Ausstellern gibt - mit Hinweisen zu Ferienjobs, Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten.

Alles im Blick:

• 25. Ausbildungsmesse des Landkreises »MATCH - Messe für Ausbildung, Talente und Chancen in der Heimat« in der Sporthalle Tuchmacherstraße in Finsterwalde

• Samstag, 8. Oktober, 10 Uhr bis 16 Uhr

• Aussteller können sich im Internet unter www.match-ee.de bis zum 5. August anmelden