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Welzow erlebt Kreis-Pokal-Finalspiele

Welzow. Während die Fußballfreunde seit letztem Freitag von den Spielen der EM in Atem gehalten werden und die überregionalen Ligen pausieren, werden am Samstag im Fußballkreis Niederlausitz die Pokalsieger der Damen und Herren ermittelt.
Egbert Jordan.

Egbert Jordan.

Bild: Georg Zielonkowski

Gesamtleiter der Veranstaltung, die auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn in Welzow stattfindet, ist das Vorstandsmitglied des FK Niederlausitz, Egbert Jordan, der auf den finalen Pokaltag vorausschaut.

 

Schon beim Vorjahrsfinale in Drehnow wurde bekannt, dass 2024 Welzow Gastgeber sein wird. Was sprach für diese frühzeitige Festlegung?

Egbert Jordan: Schon seit ihrem Vereinsjubiläum hatten sich die Verantwortlichen von Borussia mit der Bitte an uns gewandt, Gastgeber sein zu wollen. Dann hat aber Corona unsere Liste der Interessenten durcheinandergewirbelt, so dass es nun erst jetzt dazu kommt. Aber die Welzower haben die Verzögerung mit aller Geduld ertragen, und jetzt sind sie dran.

 

Sie haben sich mehrfach am Spielort umgeschaut, ist alles bereit für einen großen Finaltag?

Ich war drei Mal vor Ort, letzte Woche auch gemeinsam mit den vier Vertretern der finalen Vereine. Genau wie ich waren alle begeistert von der prima Organisation. Ich glaube, es wird ein ähnliches Fußballfest wie 2023 in Drehnow.

 

Nun liegt ja Welzow recht weit entfernt von der Heimat der vier Finalisten, für die Begleiter ist das nicht so günstig. Kann man dennoch mit einer angemessenen Zuschauerkulisse rechnen?

Mir ist bekannt, dass das heißblütige Merzdorfer Publikum mit drei Bussen nach Welzow fährt, in Groß Gaglow redet man von zwei Bussen. Schön wäre ja, wenn auch die Finalisten des Frauen-Wettbewerbs, der ja schon um 13.30 Uhr angepfiffen wird, ihre Fans mitbringen.

 

Erstmals fand der Intersport-Pokalwettbewerb ausschließlich mit Männer-Mannschaften statt, die ihre Punktspiele im Kreis austragen. Vertreter der Landesspielklassen waren nicht zugelassen, obwohl sie ihre geografische Heimat in der Niederlausitz haben, warum?

Es gab eine Abstimmung und die Mehrheit der Vereine war für die neue Reglung. Damit entfallen aber auch die interessanten Duelle »klein gegen groß«, die die Pokalspiele so spannend machen.

 

Da sind wir schon bei den beiden Paarungen. Bei den Frauen sind einige Arrivierte auf der Strecke geblieben, so dass sich nun die Spielgemeinschaft Spremberger SV/Schleife und Lok Falkenberg gegenüber stehen werden…

Daran sieht man einmal mehr die Unabwägbarkeiten, die bei Pokalspielen üblich sind. Ohne die Mannschaften genau zu kennen, gehe ich von einem spannenden Finale aus. Auch weil sich beide ja im Halbfinale erst im Neun-Meter-Schießen behauptet haben.

 

Wie sehen Sie das Duell »klein gegen groß« beim Männerfinale?

Dazu muss ich zunächst einmal voller Respekt die Finalteilnahme der Spielgemeinschaft Groß Gaglow III/TSV Cottbus II würdigen. In all den Vorrunden hat diese junge, hungrige Truppe aus der Kreisklasse dreifach zwei Klassen höher angesiedelte Mannschaften aus dem Wettbewerb eliminiert. Vor dem Finale spricht dennoch viel für die Kreisliga-Spitzenmannschaft aus Merzdorf, aber ich denke, dass sich die Rotweißen ihrer Sache keineswegs sicher sein dürfen.

 

Es ist eine gewisse Tradition, am Rande der Finalspiele die Mannschaften zu ehren, die in ihren Staffeln Meister wurden...

Das wird auch in Welzow wieder so sein. Zwischen den beiden Finalspielen werden wir nicht nur die Meister ehren. Auch die besten Torschützen werden ausgezeichnet und nicht minder wichtig, dass wir auch die Fairplay-Sieger auszeichnen.


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