Carola Pönisch

Stumpi am Stollentrabi

Tausende Besucher strömten am vergangenen Sonntag zu den Ottendorfer Mühlenbäckern. Die hatten ihre Backstube für das 7. Stollenfest geöffnet und einen ganz besonderen Trabant im Angebot.
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0Strahlend blauer Himmel, warme Sonnenstrahlen, laue Luft: Ideale Voraussetzungen für ein Stollenfest? Ja, denn so verteilte sich der Andrang der Besucher auf Innen- und Außenbereiche. Und Andrang herrschte reichlich, vor allem in den Produktionsräumen der Ottendorfer Mühlenbäcker, wo es überall etwas zu kosten, schauen, ausstechen, dekorieren und verzieren gab. 

Das Highlight des Stollenfestes war unumstritten der "Stollentrabi" - ein aus 44 großen Stollenteigplatten zusammengesetzter und dann von Bäckermeister Stephan Dietze mittels Schablone originalgetreu nachgeschnittener Trabi. Der wurde in hellblauen Zuckerguss gehüllt und detailgetreu bemalt. Sogar das Nummernschild des echten „Schorsch", Vorbild aus dem Film „Go Trabi, go" (KDM 6-98) durfte nicht fehlen. Fast 400 Kilo wog der Stollentrabi vor seinem Anschnitt.

Nicht fehlen durfte natürlich Stumpi: Als Wolfgang Stumph, einer der berühmtesten Trabifahrer Deutschlands (Go Trabo go), nachmittags endlich im knallroten Mühlenbäcker-Trabi angeknattert kam, war der hellblaue Stollentrabi nur noch eine Art Pickup. Der Rest des Kunstwerkes war längst unter dem Messer seines Erbauers Stephan Dietze  in ziemlich große Stücke portioniert und für je einen Euro Einsatz „verknobelt" worden.    

Dass die Mühlenbäcker mit dem 400 Kilo schweren massiven Stollen in Trabantform den Nerv der Besucher trafen, davon zeugten bewundernde Blicke, viele Trabi-Gespräche und tausende Fotos. Der Erlös der Knobelaktion – insgesamt 1.500 Euro – kommt in diesem Jahr dem Hermsdorfer Schlossverein zugute. Großer Andrang herrschte auch in den Produktionsräumen, die sich in Wichtel-, Oma- und Kinderbackstube, Café und Verkaufstheke verwandelt hatten.


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