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Rettung wird beendet, Freibad Laubusch ist Geschichte

In einem kurzfristig anberaumten Pressetermin erklärte Lautas Bürgermeister Frank Lehmann am Donnerstagabend das „Aus“ für das Freibad Laubusch. „Die Aktion zur Rettung des Freibades muss leider mangels Erfolgsaussichten eingestellt werden.“ Zuvor hatten sich Lautas Stadträte einstimmig für eine Schließung ausgesprochen.
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Grundlage für die Entscheidung ist laut Lehmann „die Gemengelage in Summe“. Soll heißen: Kostenschätzungen für eine Sanierung der maroden Betonbecken wurden eingeholt und hätten Stadt & Spender rund 100.000 Euro gekostet. Hinzu käme die Wasseraufbereitungsanlage, die noch einmal mit 228.000 Euro zu Buche schlagen würde. Das Kinderbecken würde zusätzliche 70.000 Euro kosten und bräuchte auch noch eine separate Wasseraufbereitung. „Wir hätten durch die Modernisierung zwar die monatlichen Kosten für Wasser halbiert, doch müssten im Gegenzug viel mehr Geld für die Pump- und Regeltechnik bezahlen.“ Von 15.000 Euro Stromkosten pro Monat war die Rede. „Unter dem Strich war dies das K.O.-Kriterium“, so Bürgermeister Frank Lehmann. Dass es sich die Stadt mit der Entscheidung nicht leicht gemacht hat, zeigen die Bemühungen im Vorfeld. So wurden Fördergeldanträge gestellt, eine bessere Verkehrsanbindung geprüft, andere Freibäder auf der Suche nach Ideen für einen wirtschaftlichen Betrieb „abgeklopft“, die Variante „Brunnenwasser“ geprüft, Sponsoren gesucht. Man war sogar bereit, Namensrechte und Bandenwerbung an Sponsoren zu verkaufen. Bürgermeister Frank Lehmann hätte gern eine andere Entscheidung verkündet, doch man unterliege leider wirtschaftlichen Zwängen. Er dankte den vielen Spendern und Initiativen, den Damen und Herren der Stadtverwaltung, der Initiative von Frau Dr. Petsch, dem Landratsamt Bautzen, dem Leadermanagement, den vielen Privatspendern und den Unternehmen, die bis zum gestrigen Tag 11.608 Euro gesammelt hatten. Diese Spenden werden zurückgezahlt. „Wir haben uns mit der Rückabwicklung für eine saubere Lösung entschieden. Hierzu werden die Spender in den nächsten Tagen angeschrieben. Wer ohne Angabe des Namens eine Spende überwiesen hat, möge sich mit dem Zahlungsnachweis bei der Stadtverwaltung melden“, bittet Lehmann. Auch die Verwendung der eingezahlten Gelder für einen anderen Zweck, zum Beispiel für einen Kinderspielplatz, war im Gespräch. Das wäre laut Lehmann zwar eine gute Sache, doch man würde die Glaubwürdigkeit bei den vielen Spendern und Initiativen verlieren. Somit habe man sich für eine Rückzahlung entschlossen. Ein Nachnutzungskonzept gibt es laut Lehmann noch nicht. Jedoch werde versucht das Objekt zu verkaufen und nicht abzureißen.