Gerald Svarovsky

Nach Ostern ist Zeit für einen Neuanfang

Ein Kommentar von Gerald Svarovsky, Honorarprofessor an der Staatlichen Studienakademie Bautzen und Berater für Kommunal-, Haushalts- und Arbeitsmarktpolitik.

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Gerald Svarovsky ist Honorarprofessor an der Staatlichen Studienakademie Bautzen und Berater für Kommunal-, Haushalts- und Arbeitsmarktpolitik.

Gerald Svarovsky ist Honorarprofessor an der Staatlichen Studienakademie Bautzen und Berater für Kommunal-, Haushalts- und Arbeitsmarktpolitik.

Foto: Privat

Was ist das eigentlich für eine verrückte Welt geworden? Teilweise leere Regale in den Supermärkten, fehlende Materialien bei den Handwerkern, Verwahrentgelte bei den Geldinstituten, Benzinpreise jenseits des vor wenigen Wochen Vorstellbaren. Dazu tiefe Risse durch so manche Familien- und Freundeskreise, weil es konträre Meinungen zu Corona und den zur Eindämmung erlassenen Allgemeinverfügungen gibt. Und dann noch der schlimmste Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg direkt vor der eigenen Haustür. Ist das alles noch normal oder ist tatsächlich etwas »ver-rückt«?

Wir erleben aktuell das Ergebnis vergangenen Übermuts. Wir haben es verlernt, bescheiden und tolerant zu sein. Wir haben es verlernt, in einem fairen, gern auch intensiven Meinungsstreit um die stets beste Lösung zu ringen. Wohlstand und oft auch Sorglosigkeit, manchmal auch Gleichgültigkeit, haben sich breitgemacht.

Doch wie gehen wir mit dieser Situation um? Sind Spaziergänge, hasserfüllte Kommentare im (anonymen) Internet eine Lösung? Ich möchte nicht falsch verstanden werden, die Grundrechte wie Meinungs- und Demonstrationsfreiheit müssen unantastbar bleiben. Aber es kommt doch vor allem darauf an, wie wir alle miteinander lösungsorientiert das verbessern, was in den letzten Jahren im Argen gelegen hat. Und da hilft eben nur aktives Tun für die Gemeinschaft.

Ich bin überzeugt davon, dass wir das nicht verlernt haben. Die breite Unterstützung für die Kriegsflüchtlinge lässt hoffen. Und Ostern am vergangenen Wochenende war ja mit Christi Auferstehung auch eine Art Neuanfang.

 

Das passende Video gibt‘s auch im LAUSITZWELLE Fernsehen in der Drehscheibe Lausitz: im Livestream unter www.lausitzwelle.de, auf youtube.com/LAUSITZWELLE, im Kabelfernsehen sowie via DVB-T2 (Kanal 27) und MagentaTV ab 18 Uhr sowie im Satellitenprogramm bei SachsenEins ab 18.30 Uhr.


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