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Mehr Platz für Notfallpatienten

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Sachsens Staatsministerin Petra Köpping (SPD) überreicht den Fördermittelbescheid des Freistaates an Geschäftsführer Sven Heise. Foto: S. Hänsch/Malteser Krankenhaus

Sachsens Staatsministerin Petra Köpping (SPD) überreicht den Fördermittelbescheid des Freistaates an Geschäftsführer Sven Heise. Foto: S. Hänsch/Malteser Krankenhaus

In der Notaufnahme des Malteser Krankenhauses St. Johannes wird es an manchen Tagen recht eng, müssen dort Patienten häufig lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Diese Zeiten sollen bald der Vergangenheit angehören, denn auf den Flächen der ehemaligen Radiologie wird eine moderne Notaufnahme als zentrale Anlaufstelle für die Notfallversorgung entstehen. Für dieses Projekt ist jetzt das Geld zusammen. Finanziert wird es aus Mitteln der Malteser, des Bundes sowie des Landes. Den staatlichen Anteil von 3,8 Millionen Euro gab nun das sächsische Gesundheitsministerium frei. Staatsministerin Petra Köpping (SPD) überreichte den Fördermittelbescheid für die neue Notfallambulanz jüngst bei einem Besuch des Krankenhauses. Dabei wies die Politikerin darauf hin, dass mit diesen Fördermitteln die Notfall-Versorgung in der Region erheblich verbessert werde. Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf rund 5,2 Millionen Euro. Der Freistaat fördert das Vorhaben mit rund 3,8 Millionen.

Behandlungsplätze für zwölf Patienten

Die neue Notaufnahme ist künftig zentral im Haus untergebracht und wird vom Krankenhaus und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gemeinsam betrieben. In der neuen Notaufnahme sind zwölf Behandlungsplätze geplant, neben einem Schockraum sollen Behandlungsräume für die KV und Wartebereiche eingerichtet werden.

Stärkung des ländlichen Raumes

Die neue Notaufnahme funktioniert nach dem Ein-Tresen-Prinzip. Notfallpatienten werden dort von Mitarbeitern des Krankenhauses sowie der KV-Praxis in Empfang genommen. Mit diesem Vorhaben »schaffen wir moderne Strukturen für die Zukunft«, so Sven Heise, Geschäftsführer der Malteser Sachsen-Brandenburg gGmbH. Mit der Förderung der integrierten Notfallversorgung am Malteser Krankenhaus in Kamenz setze die Sächsische Regierung ein wichtiges Zeichen zur Stärkung einer nachhaltigen und hochprofessionellen Versorgung im ländlichen Raum, so Heise weiter. Die Arbeiten für die neue Notaufnahme im Malteser Krankenhaus St. Johannes beginnen in diesem Herbst. 2023 soll die neue Notfallambulanz in Betrieb gehen.