Sandro Paufler

Johannes Oerding kommt nach Kamenz

Kamenz. Am 6. August spielt Johannes Oerding auf der Hutbergbühne in Kamenz. Dem WochenKurier verriet er, was das Geheimrezept für einen Radiohit ist.

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Auf der Hutbergbühne singt Johannes Oerding nicht nur Hits wie »Kreise« oder »An guten Tagen«, sondern auch Songs aus dem neuen Album, das im November erscheinen soll.

Auf der Hutbergbühne singt Johannes Oerding nicht nur Hits wie »Kreise« oder »An guten Tagen«, sondern auch Songs aus dem neuen Album, das im November erscheinen soll.

Foto: Pressefoto Johannes Oerding

Herr Oerding, das Konzert auf der Hutbergbühne in Kamenz musste pandemiebedingt zweimal verschoben werden. Wie groß ist die Vorfreude, jetzt endlich in Kamenz auftreten zu können?

Johannes Oerding: Die Vorfreude ist riesengroß, das merkt man nicht nur bei uns im Team, sondern ich spüre das auch ganz intensiv bei den Menschen. Besonders von den Leuten aus Kamenz bekomme ich jetzt schon sehr viele schöne Nachrichten zugeschickt. Außerdem ist es auch mal etwas Schönes, wenn wir nicht in den ganz großen Städten spielen, sondern auch mal raus in die Provinz fahren. Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Dorf und weiß daher genau, wie sehr man sich freut, wenn ein Künstler Halt in der eigenen Heimatstadt macht.

 

Sie sind ein begeisterter Live-Künstler. Können Sie uns das Gefühl beschreiben, wie es ist, vor tausenden von Zuschauern zu singen?

Ich habe schon oft versucht, das Gefühl zu beschreiben, aber es gibt leider nichts Vergleichbares. Es ist schon ein Stück weit Bestätigung, dass der Beruf einen Sinn ergibt. Also im Sinne von: Dass ich Songs schreibe, die die Leute berühren und gerne hören. Die Leute hören die Musik, um sich abzulenken, sich zu trösten oder einfach zu feiern – und wenn man auf der Bühne steht und sieht, wie die Leute die eigenen Songs aufgreifen und mitsingen, dann ist das letztendlich auch ein ganz großes Kompliment für die harte Arbeit, die man hinter verschlossenen Türen leistet.

 

Haben Sie denn überhaupt noch Lampenfieber vor jedem Auftritt?

Lampenfieber würde ich das nicht nennen, das klingt immer so negativ. Es ist natürlich eine gewisse Euphorie, eine gewisse Anspannung, eine Grundnervosität, die ich spüre – das passiert bei mir eigentlich immer 20 Minuten vor der Show. Da merke ich, wie fokussiert ich bin, aber auch ein wenig hibbelig werde. In der Regel löst sich diese gewisse Anspannung mit dem ersten Song. Ich finde aber auch, wenn man so gar keine Anspannung verspürt, dann hat man als Künstler den Beruf verfehlt oder der Ofen ist aus und man sollte eine Pause einlegen.

 

Mit Songs wie »An guten Tagen« haben Sie ein Millionenpublikum begeistert. Wissen Sie bereits im Studio, ob ein Song später ein großer Hit werden kann?

Ja, so ein bisschen hat man vorab das Gespür dafür. Spätestens dann, wenn man den Song in einer kleinen Runde vorspielt und anhand der Reaktion spürt, ob ein Song nur ein guter Song ist oder schon ein besonderer. Ob dieses Lied letztendlich ein Hit wird, sprich: wirklich das breite Publikum erreicht, das hängt wiederum von anderen, externen Faktoren ab. Wird der Song zum Beispiel im Radio gespielt oder ist deutsche Musik gerade angesagt? Wie viele Möglichkeiten habe ich als Künstler, um diesen Song zu präsentieren? Bekomme ich die Möglichkeit in TV-Shows aufzutreten und dergleichen. Für einen Hit spielen also viele Faktoren eine Rolle.

 

Mehr Infos finden Sie unter: hutbergbuehne-kamenz.de