pm/asl

Jetzt kann der Umzug starten

Bilder
Steffen Markgraf, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, übergibt die Schlüssel für das neue Depot des Stadtmuseums an ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber. Foto: Klein/ZooKultur

Steffen Markgraf, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, übergibt die Schlüssel für das neue Depot des Stadtmuseums an ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber. Foto: Klein/ZooKultur

Der Umzug der umfangreichen Sammlungen des Schloss & Stadtmuseums Hoyerswerda kann beginnen. ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber und Schlossleiterin Kerstin Noack haben vor wenigen Tagen von Steffen Markgraf, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, offiziell die Schlüssel für das künftige Depot erhalten. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich in einer belebten Immobilie im Stadtzentrum. »Wir sind begeistert von der unkomplizierten Zusammenarbeit. Der Umbau der Räumlichkeiten nach unseren Bedürfnissen lief sehr lösungsorientiert«, erklärt Kerstin Noack. Insgesamt 85.000 Euro hat die Wohnungsgesellschaft in den Umbau und die Modernisierung des Objektes investiert. Größter Kostenfaktor war der Lastenaufzug mit 45.000 Euro. Er wird dringend benötigt, um die zum Teil sehr schweren Sammlungsobjekte sicher zwischen dem Erd- und Kellergeschoss des neuen Depots hin- und hertransportieren zu können. »Wir sind glücklich, dass der Umbau trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie reibungslos über die Bühne gegangen ist«, betont Steffen Markgraf und freut sich, dass die ZooKultur mit einem Mietvertrag über eine Laufzeit von 30 Jahren nun zu einem der Ankermieter in dem Hochhaus geworden ist.

Umzug wird einige Jahre dauern

Auf insgesamt rund 400 Quadratmetern über zwei Etagen bietet das Objekt reichlich Platz für das »Gedächtnis der Stadt«, das neben rund 20.000 Fotos ca. 16.000 Objekte des Bibliotheksbestandes, zahlreiche Gemälde und Grafiken sowie historisches Mobiliar, diverse Technik, Textilien, Zinnobjekte, Gläser, Porzellan und vieles mehr enthält. Der Umzug des Depots wird sich über mehrere Jahre erstrecken. »Die Objekte werden zuvor gereinigt und erfasst. Das wird uns einige Jahre beschäftigen. Ich bin sicher, dass wir auf dem Dachgeschoss des Schlosses noch einige Fundstücke entdecken, von denen wir jetzt noch nichts ahnen«, sagt Kerstin Noack. Das Schloss- und Stadtmuseum Hoyerswerda wird den Umzugsprozess transparent gestalten. Geplant ist unter anderem eine Sonderausstellung rund ums Thema »Was ist erhaltenswert?« unter Einbindung der Bürgermeinungen. Dabei steht die Frage im Fokus, welche Gegenstände es wert sind, erhalten und bewahrt zu werden und was historische Sammlungen auszeichnet.

Aufwendige Reinigung nötig

Die ZooKultur hatte lange vergeblich nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht und zwischenzeitlich sogar den Neubau eines Depots erwogen. Dank der Unterstützung durch die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda wurde Anfang 2020 endlich ein geeignetes Objekt gefunden. Die Sammlungsgüter brauchen einen neuen Aufbewahrungsort, weil der Dachboden des Schlosses zum einen nicht die benötigten Traglasten bietet. Zum anderen sind Teile der Dachkonstruktion mit Holzschutzmitteln kontaminiert. Dies macht eine aufwendige Reinigung der Objekte vor dem Umzug in das neue Depot nötig.


Meistgelesen