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Experten-Ratgeber: Entspannung im Alltag

Der Erwartungsdruck ist hoch, die Flut an Informationen riesig und dank mobiler Technik sind wir immer und überall erreichbar. Dauerstress ist vorprogrammiert. Wie sich dennoch Entspannung in den Alltag integrieren lässt, wissen Dörte Panitz und Aline Wollscheid vom Kamenzer INJOY-Gesundheitszentrum.
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Aline Wollscheid & Dörte Panitz/ Foto: privat

Aline Wollscheid & Dörte Panitz/ Foto: privat

„Ein Hamsterrad sieht von innen auch aus wie eine Karriereleiter“, sagt Dörte Panitz. Egal ob Manager, Mama oder Angestellte – wir wollen überall erreichbar sein, stets mehrere Dinge gleichzeitig erledigen und haben doch das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Die Überbelastung und die hohen Erwartungen an sich selbst sorgen auf Dauer nicht nur für Stress, sondern machen krank. „Wir vergessen zu oft, an uns selbst zu denken. Das lässt uns der Körper spüren – mit Signalen wie Spannungskopfschmerz, Nervosität oder Tinnitus“, sagt Dörte Panitz. Auch Verspannungen, zum Beispiel im Rückenbereich, können auf beständigen Stress hinweisen. Doch wie lässt es sich aus diesem „Hamsterrad“ Stress entkommen? Das Wichtigste ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Entspannung gestaltet sich für jeden anders: der eine bevorzugt Yoga, Pilates oder einen Saunagang, andere müssen sich beim Joggen oder Radfahren richtig auspowern, um zur inneren Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken“, erklärt sie. Damit das Entspannen im Alltag jedoch nicht in Vergessenheit gerät, sollte diese „Zeit für sich selbst“ fest im  Tages- oder Wochenplan verankert sein. Um Stress abzubauen eignen sich auch Prioritätenlisten. „Anstatt verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, sollte geschaut werden: Was ist wichtig? Was kann warten? Mit diesen Listen lässt sich am Ende des Tages auch der Erfolg des Geschafften besser messen.“ Einen Tipp für Berufstätige ergänzt Aline Wollscheid: „Nutzen Sie die Mittagspause, um bewusst etwas für sich zu tun.“ Also nicht neben dem Essen am Arbeitsplatz schnell noch die E-Mail checken, sondern lieber eine Runde an die frische Luft gehen.