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„Es schlägt ein Adler in seiner Brust“

Die DJK Blau Weiß Wittichenau hat die Fußballsaison beendet. Die erste Männermannschaft kann mit dem erreichten 13. Platz in der Kreisoberliga (Fußballkreis Westlausitz) nicht zufrieden sein. Wir sprachen mit Trainer Waldemar Adamowicz über die zurückliegende Saison und werfen auch einen Blick in die Zukunft.
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Zeit für einen Rückblick: Herr Adamowicz, wie lief aus Ihrer Sicht die Saison 2015/2016? Die Saison verlief nicht zufriedenstellend. Platz 13 hieß es nach neun gewonnenen, acht unentschieden und 15 verlorenen Spielen mit einem Torverhältnis von 57:59 Toren. Wir wollten eine Verbesserung zum Vorjahr, das ist uns nicht gelungen. Woran lag das? Die Gründe sind vielfältig. Zum einen hatten wir einen zu kleinen Kader für die Saison. Hinzu kamen dann unvorhergesehene Dinge, die aber immer passieren können. Ausfälle von wichtigen Säulen in der Mannschaft, die nicht immer aufgefangen werden konnten. Wie wirkte sich das aus? Die Saison lief sehr durchwachsen und es wurden wichtige Spiele im Tabellenkeller verloren, die nicht eingeplant waren, wie etwa Lauta und Hochkirch, mit 3:2. Aber dafür waren immer wieder mal Überraschungspunkte gegen Spitzenteams dabei. Das auch gezeigt hat, dass wir eigentlich genug Qualität besitzen um jeden zu schlagen in der Staffel. Was war negativ und warum? Um wirklich oben mitzuspielen und sich rechtzeitig allen Abstiegssorgen zu entledigen muss man eine gewisse Grundfitness haben. Die konnten wir über die gesamte Saison nicht erreichen. Wie kam es dazu? Der Aufbau der Fitness und Zusammenspiel ist wie jedes Jahr sehr schwer. Denn wir haben viele Schichtarbeiter und auch Spieler die außerhalb arbeiten.  Hier ist eben auch Eigeninitiative gefragt und die war eben bis auf wenige Ausnahmen nicht sehr hoch. Wir leben als Team von der individuellen Klasse einiger Spieler, wie etwa Marcus Thomas und in dieser Saison auch Frank Wittek, die jeweils 15 Tore geschossenen haben und maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt besitzen. Das es am Ende wiedermal sehr eng wurde ist auch darauf zurückzuführen, dass einige mit ihrem Talent ganz schön schludern und die Sache nicht hundertprozentig ernst nehmen. Es ist und bleibt vorerst eben ein Volkssport für viele in der Mannschaft. Gab es auch positive Ansätze in der Saison? Ja. Die Mannschaft hat in schweren Zeiten immer wieder gezeigt, dass sie aufstehen kann. Der Zusammenhalt ist einfach riesig in meiner Mannschaft, darauf bin ich richtig stolz. Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie daraus? Damit es in der nächsten Saison besser wird, muss der Kader unbedingt in der Breite besser aufgestellt sein. Daran arbeiten wir. Es wird sicherlich den einen oder anderen Neuzugang geben, aber das wissen wir erst wenn der Spielerpass vorliegt. Erfreulich ist sehr, dass die Mannschaft zusammenbleibt und uns keiner verlässt. Wer waren die Stützen der Mannschaft, was stimmt sie froh? Es war eine schwierige Saison und am Ende sogar ein Lichtblick. Dass es so schwer wird für uns die Klasse zu halten, hätte ich nicht gedacht und ohne die besonderen Leistungen einiger Spieler wären wir wohl abgestiegen. Zu den besten dieser Saison gehören Kapitän Benjamin Pohl. Denn wenn es mal nicht so läuft, dann ist auf einen immer Verlass. Immer galt für den Dienstältesten, beinharten Verteidiger der Spruch, der Kapitän geht als letztes von Bord. Denn was Trainingsfleiß und Einsatz im besonders im Spiel betrifft, macht ihm keiner so schnell was vor. Auf ihn ist immer Verlass. Er puscht seine Mannschaft vor dem Spiel mehr Vitalität und Stärke in die Adern, die durch mangelnde Trainingseinstellung manchmal abhandengekommen war. Sein Wort hat Gewicht in der Mannschaft. Marcus Thomas ist der Edeltechniker Tommy. Seine Anwesenheit stärkt die Mannschaft in jedem Spiel. Ein Spieler, den wohl jeder Verein aus unserem Umkreis in den Reihen hätte. Er ist Garant für den Klassenerhalt. Gemeinsam mit Frank Wittek, hat er viele wichtige Tore erzielen können und beide kommen in der Torjägerliste auf 15 Saisontreffer. Frank Wittek ist ein richtiger Glücksbringer für die DJK Wittichenau. Gleich zu Beginn zeigte er, das mit ihm zu rechnen ist. Doch eine Verletzung am Knie, zwang ihn zu einer längeren Pause. Zur zweiten Saisonhälfte, hatte er sich dann in Schuss gebracht und brachte es auf satte 13 Treffer, die meistens durch Zweierpacks abgeschlossen wurden. Am Ende stehen 15 Tore auf dem Konto und das ist natürlich eine gute Visitenkarte. Das weckte natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen aus der Region. Doch am Ende entschied er sich weiter für Blau-Weiß aufzulaufen. Denn es schlägt ein Adler in seiner Brust. Martin Sauer hat sein Talent bewiesen. Er ist ein guter Fußballer, leider ist es ihm nicht möglich dauerhaft fit zu sein aufgrund seiner Schichtarbeit, aber er tut eben selber was für sich in seiner persönlichen Freizeit um sich fit zu halten. Gerda diese Eigeninitiative rechne ich ihm hoch an. Sehr erfreulich ist auch das diesmal aus der Reservemannschaft einer den Weg zu uns gefunden hat. Mit Simon Kubaink können wir uns sicherlich auf einen talentierten Spieler freuen, der die letzten Spiele bei uns in der Saison viel Freude bereitet hat. Gab es Abgänge im Team? Nein es gibt keine Abgänge im Tema darüber freu ich mich besonders, dass die Mannschaft zusammenhält.   Gibt es Zugänge? Wir sind mit einigen Sportlern im Gespräch die uns signalisiert haben bei DJK Blau Weiß ihre Töppen zu schnüren. Aber solange der Spielerpass nicht bei uns ist steht das noch nicht 100ig fest. Wann ist das Auftakttraining zur neuen Saison? Auftakttraining ist am Dienstag, 12. Juli, um 18 Uhr. Wie heißt die Zielstellung für die neue Saison? Wir wollen so schnell wie möglich Punkte zum Klassenerhalt sammeln, um dann neue Ziele abzustecken. (Mit Waldemar Adamowicz sprach Werner Müller)Weiterführende Informationen:Internetauftritt des DJK Blau Weiß WittichenauAbschlusstabelle der Kreisoberliga (Fußballkreis Westlausitz)


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