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E-Offensive unterm Sternenbanner

Für Oberbürgermeister Roland Dantz war Montag der Tag, an dem „Wirtschaftsgeschichte“ geschrieben wurde: „Mit der Grundsteinlegung für die Erweiterung der Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG stellt die Daimler AG die Weichen für die größte Industrieansiedlung in der beinahe 800-jährigen Geschichte unserer Stadt.“
Bilder
Grundstein für Batteriefabrik Kamenz versenkt:: Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche (li. von ihr) und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (re. von ihr). Foto: Käppler

Grundstein für Batteriefabrik Kamenz versenkt:: Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche (li. von ihr) und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (re. von ihr). Foto: Käppler

Und tatsächlich will Daimler mit dieser  größten und modernsten Batteriefabrik in der Lessingstadt „Maßstäbe in der internationalen Automobilindustrie“ setzen, aber auch den nächsten Schritt der Elektrooffensive gehen. 
Bei der hundertprozentigen Tochter des Konzerns entsteht mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro bereits die zweite Fabrik für Lithium-Ionen Batterien. Und das wollten sich nicht nur die Kommunalvertreter entgehen lassen. 
Elektro-Autos in Serie
Ehrengäste beim Festakt waren Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Stanislaw Tillich (Ministerpräsident des Freistaates Sachsen), die gemeinsam mit Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars), Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain), Frank Deiß (Leiter Produktion Powertrain und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim) und Frank Blome (Geschäftsführer Deutsche Accumotive GmbH) das Gehäuse einer Fahrzeugbatterie als Grundstein verankerten. 
„Die Automobilindustrie steht vor einer fundamentalen Transformation und wir begreifen uns als treibende Kraft des Wandels“, so Dieter Zetsche. „Die Batteriefabrik in Kamenz ist ein wichtiger Bestandteil in der Umsetzung unserer Elektrooffensive. Bis 2022 werden wir bereits mehr als zehn reine Elektro-Autos in Serie haben. Auch die Hybridisierung unserer Flotte treiben wir konsequent weiter voran. Unter der Marke EQ schaffen wir ein ganzheitliches Ökosystem für die E-Mobilität.“ 
Auf eine Karte gesetzt
Ein Tag also, auf den der OB und seine Mannschaft wohl recht stolz sein dürften. „Wir haben 2011 mit dem Erwerb von 52 Hektar Industriefläche gemeinsam im Kamenzer Stadtrat alles auf eine Karte gesetzt, um sicherzustellen, dass sichtbare Entwicklungen für die elektromobile Zukunft am Standort Kamenz weiter möglich werden. 
So wie in der Vergangenheit auch mit der Entwicklung des Gewerbegebietes im Ortsteil Bernbruch mit der Ansiedlung der Unternehmen Sachsen Fahnen GmbH & Co. KG und Mast-Jägermeister SE Werk Kamenz wurden Rahmenbedingungen geschaffen, dass es weitergeht. Mit der Erweiterung des Standortes der Daimler AG wird eine deutliche Trendwende für die Entwicklung des Wirtschaftsraumes Kamenz sichtbar“, so Dantz. 
Und wenn man schon mal so viel honorige Gäste in der Stadt hat, liegt natürlich auch immer ein „Goldenes Buch“ ganz in der Nähe. 
            Bernd Witscherkowsky