Sandro Paufler

Das sind die Sanierungspläne der Waldbühne

Bischofswerda. Die Waldbühne in Bischofswerda wird umgebaut und modernisiert. Das kommt vor allem den Zuschauern zugute. Doch was ist alles geplant?

Bilder
Viele Mitglieder der Spielvereinigung »Gojko Mitic« packen an der Waldbühne kräftig mit an. Statt zu proben, wird nun gewerkelt.

Viele Mitglieder der Spielvereinigung »Gojko Mitic« packen an der Waldbühne kräftig mit an. Statt zu proben, wird nun gewerkelt.

Foto: Sandro Paufler

Auch in diesem Jahr konnten die Karl-May-Spiele auf der Waldbühne in Bischofswerda als voller Erfolg verbucht werden. Alle 22 Vorstellungen waren ausverkauft, über 12.000 Menschen strömten zu den Aufführungen von Old Surehand, Winnetou und seinen Gefährten. »Wir sind wirklich sehr zufrieden mit der Spielzeit«, sagt der Verantwortliche der Spielgemeinschaft Gojko Mitic, Uwe Hänchen.

Doch Zeit für eine Verschnaufpause gibt es wohl kaum. Denn derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für die aufwendige Sanierung des Waldbühnen-areals.

 

Das soll alles umgebaut werden

 

Die Mitglieder des Vereins bauen gerade die älteren Gebäude zurück, damit Platz für Neues entstehen kann und sich die Handwerker an die Arbeit machen können. Konkret betrifft das den Technik- und Eingangsbereich sowie Teile der Tribüne. Der Technikbereich, der direkt an die Tribüne grenzt, wird künftig ein Stück nach hinten versetzt. Außerdem bekommt das Gebäude ein Stockwerk obendrauf, damit die Techniker bei der Aufführung die Bühne besser im Blick behalten können. Von der Verschiebung des Ton- und Technikbereiches profitiert auch die Tribüne. Der Platzgewinn wird mit weiteren Sitzreihen aufgefüllt, so dass künftig 500 Menschen Platz finden können. Im gleichen Atemzug bekommen die Sitzflächen Rückenlehnen angebracht, die den Komfort für die Zuschauer verbessern sollen. Im unteren Bereich werden Podeste für Rollstuhlfahrer realisiert. Diese bieten Platz für vier Gäste. Zudem wird ein »Kultursaloon« im Eingangsbereich realisiert. »Dort, wo früher Zelt und Imbiss standen, soll alles auf 12 x 22 Meter überdacht werden«, erklärt Uwe Hänchen. Dabei handelt es sich um ein halb offenes Gebäude, wo lediglich die Seite zur Tribüne offen ist. Untergebracht ist dann eine Küche mit Imbiss und eine Kleinkunstbühne, die für andere Veranstaltungen genutzt werden kann.

 

»Mit Herzblut bei dedm Projekt dabei«

 

Verantwortlich für die Planung des Projektes ist der Bauingenieur Martin Teich vom gleichnamigen Bauplanungsbüro. »Die Umbauarbeiten an der Waldbühne sind mal etwas anderes, als herkömmliche Aufträge. Da ich bereits in der Vergangenheit Projekte an der Waldbühne mit umsetzen durfte, bin ich auch hier wieder mit Herzblut dabei«, freut sich der erfahrene Planer.

 

Sanierung wird zu 90 Prozent gefördert

 

Wie die Stadt Bischofswerda mitteilt, belaufen sich die Kosten auf rund 411.000 Euro. Die Baumaßnahme wird Dank des Unterstützungsprogrammes »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« zu 90 Prozent gefördert. Den Eigenanteil von zehn Prozent trägt die Stadt selbst.

Seit 2017 liegen die Pläne in der Schublade, nun kommt es zur Realisierung des Projektes an der Waldbühne. Bis Frühjahr 2023 soll alles fertig sein.