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700 Gramm Erfolg

Hoyerswerda. Im Zoo Hoyerswerda ist Nachwuchs bei den Hyazintharas geschlüpft. Seit sechzehn Jahren die erste erfolgreiche Nachzucht des Arapärchens überhaupt.

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700 Gramm wiegt der kleine Hyazinthara bereits. Die typischen blauen Federn werden aber erst in den nächsten Wochen sprießen.

700 Gramm wiegt der kleine Hyazinthara bereits. Die typischen blauen Federn werden aber erst in den nächsten Wochen sprießen.

Foto: pm

In den vergangenen Jahren legten und brüteten die Großpapageien Rosi und Rambo durchaus Eier, allerdings waren diese entweder nicht befruchtet oder wurden von den Elterntieren nicht versorgt. „Ein häufiges Problem bei Papageien. Erst nach mehreren Anläufen wissen die Eltern, was sie tun müssen. Umso mehr freut es uns, dass es jetzt geklappt hat und das Kleine wohlgenährt ist und schon fast 700 Gramm wiegt“, berichtet Tierpflegerin Carolin Adler. Noch besitzt das Küken nicht das prägnante blaue Federkleid der Hyazintharas, sondern sitzt wie alle Vogelküken noch nackt und wohlbehütet in der Bruthöhle. Für Besucher wird es noch eine Weile nicht sichtbar sein. „Frühestens Mitte Juli wird der Nachwuchs das Nest verlassen. Aber die ersten blauen Federkiele sind schon sichtbar“, erzählt Carolin Adler weiter. Bis zu einem Jahr versorgen die Elterntiere den Nachwuchs bevor er flügge wird. Das Geschlecht lässt sich erst durch eine Federprobe ermitteln. Hyazintharas gehören zu den Vögeln, bei denen sich die Geschlechter äußerlich nicht unterscheiden.

 

Seit sechzehn Jahren hält der Zoo Hoyerswerda das Hyazinthara-Pärchen Rosi und Rambo. Anfangs noch in der Fasanerie, bewohnen sie seit mehreren Jahren die großzügige ehemalige Anlage der Schopfmangaben. Die stetige Optimierungen und Anpassungen an neuste Haltungsstandards verbesserten auch die Zuchtmöglichkeiten und -chancen. „Wir sind froh über diese erfolgreiche Nachzucht. Insbesondere, wenn man sich bewusst macht, wie gefährdet diese Vögel in freier Wildbahn sind“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter Zoo Hoyerswerda. Hyazintharas bewohnen Randgebiete tropischer Regenwälder in Südamerika, wobei die meisten Vögel im Pantanal leben. Sie sind mit einem Meter Körperlänge die größten Papageien und ernähren sich von Sämereien, Nüssen und hartschaligen Früchten. Ihr Schnabel dient ihnen nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern macht sie damit auch zu einem guten Kletterer.