"Es gibt zu wenige Bäcker in der Region"

Azubis der Lausitz. In der Reihe „Azubis der Lausitz“ stellt der WochenKurier junge Menschen vor, die in der Region ins Berufsleben starten. Heute werfen wir einen Blick auf drei angehende Bäcker.

Denkt man den Beruf des Bäckers, dann fallen vielen Menschen zuerst die unbequemen Arbeitszeiten ein. Doch damit haben die drei Azubis der Bäckerei Tschirch kein Problem. „Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Und es ist auch ganz praktisch, weil man tagsüber Zeit für sich hat“, sagt Maximilian von der Heydt, einer der drei Azubis der Bäckerei Tschirch aus Ober Neundorf. Bei ihm klappte es gleich mit der Ausbildung: Eine Bewerbung, Zusage, los ging’s.

Etwas länger war der Weg von Dominic Wetzel: „Ich habe etwa 20 bis 30 Bewerbungen geschrieben, hab mich für verschiedene Berufe beworben.“ Wichtig war dem 19-Jährigen, dass er seine Ausbildung in der Region machen kann. Die Arbeitszeiten, die Frühschicht beginnt zwischen 0 und 3 Uhr, die Spätschicht zwischen 5 und 6 Uhr, machen auch ihm nichts aus: „Man gewöhnt sich sehr schnell daran.“

Auch Mohsen Hosseini hat mit dem frühen Aufstehen kein Problem. Der junge Mann aus Afghanistan lebt seit zwei Jahren in Deutschland. Bei einem Tag der offenen Tür im Berufsschulzentrum wurde er auf die Bäckerei aufmerksam und bewarb sich zunächst um ein Praktikum.

Mit den drei Auszubildenden ist Bäckermeister Michael Tschirch zufrieden, die such nach passenden Kandidaten für die Ausbildung und nach Fachkräften gestaltet sich aber zunehmend schwieriger. „Es gibt in unserer Region generell zu wenige Bäcker. Viele bilden außerdem schon seit Jahren nicht mehr aus. Deswegen gibt es zu wenige Fachkräfte.“ In seinem Unternehmen, das er seit 1989 führt, wurde seit der Wende kontinuierlich ausgebildet und auch jetzt freut sich Michael Tschirch über jede Bewerbung.

Was muss ich für die Ausbildung mitbringen?

  • Freude am Handwerk und am Umgang mit Lebensmitteln
  • Technisches Verständnis
  • Freude an Arbeit im kleinen Kollektiv
  • Pünktlichkeit
  • Positive Einstellung (auch gegenüber den Arbeitszeiten)
  • Sorgfalt, Gespür für Sauberkeit und Hygiene

Interesse? Bewerbung an:

Michael Tschirch

Bäckerei Tschirch

Rothenburger Landstraße 267

02828 Görlitz

Mail: baeckerei@tschirch.com

 

Über das Berufsbild

Der Bäcker sorgt dafür, dass zum Frühstück frisches Brot und frische Brötchen auf dem Tisch stehen. Dafür muss er früh aufstehen. So das gängige Bild.

Doch zum Beruf des Bäckers gehört selbstverständlich noch viel mehr. Auch Kuchen, Torten und Plätzchen gehören zum Handwerk. Nach Rezepten gilt es, Zutaten abzumessen, zusammenzufügen und daraus Teige herzustellen. Das Kneten des Teigs übernehmen heute oft Maschinen. Ab und an ist dabei aber auch Handarbeit gefragt. Danach muss der Teig geformt werden, bevor er in den Ofen wandert. Natürlich ist auch Kreativität gefragt. Bäcker nutzen nicht nur vorhandene Rezepte, sie kreieren auch selbst neue Produkte.

Wo arbeiten Bäcker?

Natürlich vornehmlich in Bäckereien, Confiserien und Konditoreien. Aber auch in der Gastronomie und im Catering-Bereich sind Bäcker tätig.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Bäcker bzw. Bäckerin ist anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Wie sind die Zugangsvoraussetzungen?

Es ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Für den Umgang mit Lebensmitteln braucht man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Was verdient man während der Ausbildung?

Die Vergütung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt. Bei tarifgebundenen Betrieben richtet sich der Lohn daher nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen „eine angemessene Ausbildungsvergütung“ zahlen. So besagt es das Berufsbildungsgesetz.

Die Arbeitsagentur nennt die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen als Orientierungshilfe (monatlich brutto):

Ausbildungsjahr 1: 500 Euro

Ausbildungsjahr 2: 640 Euro

Ausbildungsjahr 3: 770 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

weiterlesen