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Spatenstich für Kinderhaus „Pusteblume“

Burg (Spreewald). Der Bau für Brandenburgs erstes stationäres Kinderhospiz kann starten. Für das Haus »Pusteblume« in Burg wurde der symbolische Spatenstich vollzogen

Das Konzept in Burg ist einmalig. »Es ist kein normales Kinderhospiz. Das Haus beinhaltet zusätzlich eine Wohngemeinschaft für Kinder mit einem sehr hohen medizinischen Betreuungsbedarf. Diese Kombination ist einzigartig in der Bundesrepublik«, sagt Johanniter-Bundesvorstand Jörg Lüssem. Es werde trotz Spatenstich aber noch eine Weile dauern, bis der erste Bagger anrollt und der Bau tatsächlich startet: »Wir sind gegenwärtig nicht ganz mit den vorgelegten Angeboten der Baufirmen zufrieden. Da muss nachgearbeitet werden. Das ist auch im Sinne der Förderer und Spender. Die Grundsteinlegung kann sich deshalb ein wenig verzögern.« Im Vertrauen, dass alles einen positiven Ausgang findet, hatte Jörg Lüssem einen Scheck über 230.000 Euro für den Johanniter-Regionalvorstand mit – als Unterstützung für das Kinderhaus.

Wege sparen und Ruhe schenken

Andreas Winkler-Berger, Johanniter Regionalvorstand, hatte vor dem Spatenstich eine unruhige Nacht: »Es ist schon etwas Bedeutendes, denn das Projekt ist für uns eine Herzensangelegenheit. Jetzt kann in Brandenburg endlich ein derartiges  Haus entstehen. Den Familien können wir damit weite Wege ersparen. Das Umfeld passt sehr gut – mit Spreewaldtherme, mit vielen Aktivmöglichkeiten, mit einer einzigartigen Landschaft und mit viel Ruhe.«

Für Schirmherrin Elke Gräfin von Pückler ist der Spatenstich ein ganz wichtiger Schritt. Sie weiß aus eigenen Erfahrungen, wie unendlich anstrengend häusliche Pflege ist: »Ich kann nur jede Familie bewundern, die das zu Hause leistet. Da braucht man auch einmal Erholungsphasen und diese bietet das Kinderhaus zukünftig mit an.«

Freundeskreis und ein Garten für Kinder

Die Idee eines Freundeskreises unterstützt die Schirmherrin gern. »Die  Idee stammt ursprünglich von Landrat Harald Altekrüger. Wir haben sie mit Leben erfüllt. Ich habe mir immer vorgestellt, einen Garten für Kinder mit Obst, Kräutern und Blumen am Haus zu entwickeln. Er wäre eine gute Ebene, um sich zu treffen und Gäste einzuladen. Hier könnten die Kinder naschen, Eltern und Mitglieder des Freundeskreises sich an der Bewirtschaftung beteiligen. Nicht zuletzt tröstet ein Garten die Seele«, erzählt Elke Gräfin von Pückler.

Plattform für Eltern

Am Spatenstich mitgewirkt haben auch Anja und Michael Heinze aus der Gemeinde Heideblick (Landkreis Dahme-Spreewald). Ihre fast 15-jährige Tochter Anna ist seit zehn Jahren mehrfach schwerstbehindert, benötigt eine 24-Stunden-Betreuung und wird von den Johannitern begleitet. Die Familie verbindet mit dem Kinderhaus »Pusteblume« die Chance, einmal gemeinsam mit Anna das Haus zu verlassen und für ein paar Tage Ruhe zu finden, und dabei nicht auf Hilfe hinsichtlich der Betreuung verzichten zu müssen. »Woanders hinfahren ist zurzeit nicht möglich. Wir würden jedes Mal umziehen«, sagt Anja Heinze und fügt an, dass sie das Haus auch als eine Plattform für Eltern mit ähnlichen Herausforderungen sieht: »Vielleicht können sie hier Erfahrungen austauschen oder einfach nur miteinander ins Gespräch kommen.«

Medienpartner WochenKurier

Übrigens: WochenKurier hat von Beginn an das Johanniter-Projekt Kinderhaus »Pusteblume« begleitet,  wie in der Vergangenheit schon den Bau des behindertengerechten Spielplatzes auf dem Gelände der Johanniter-Geschäftsstelle in Cottbus. Als Medienpartner werden wir das auch weiterhin tun. Die nächste große Aktion steht bereits in den Startlöchern Eines kann man jetzt schon verraten: Es geht ans Herz, es wird sehr intensiv und emotional..

Nach einer langen Planungs- und Vorbereitungsphase konnten die Johanniter heute den ersten Spatenstich auf dem „Pusteblumen“-Grundstück feiern. Die Eröffnung des Projekts mit Gesamtinvestitionskosten von rund 7,5 Millionen Euro ist für 2020 geplant.

Stimmen zum Spatenstich:

Andreas Winkler-Berger (Johanniter Regionalvorstand): „Es ging viel Zeit ins Land, seitdem wir uns damit das erste Mal befasst haben. So ein Spatenstich ist schon etwas Bedeutendes. Es war eine unruhige Nacht für mich. Für uns ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Jetzt kann in Brandenburg endlich so ein Haus entstehen und damit können wir Familien weite Wege ersparen. Das Umfeld passt sehr gut. Den Gästen des Hauses wird was geboten - mit Spreewaldtherme, mit vielen Sport- und Aktivmöglichkeiten, eine einzigartige Landschaft und viel Ruhe.“

David Kreuziger (Johanniter Landesvorstand): „Wir haben hier die besten Bedingungen gefunden, mit einem tollen Team von den Johannitern, mit Leuten, die sich wirklich engagieren und mit Herz dabei sind. Die Motivation stimmt und es wird losgehen und es wird mit Fertigstellung des Baues und mit der Betriebaufnahme eine Atmosphäre geben, die einmalig ist - nicht nur in Brandenburg, sondern weit darüber hinaus. Und davon werden dann unsere Patienten, unsere Gäste, die Familien profitieren.“

Harald Altekrüger (Landrat Landkreis Spree-Neiße): „Ich bin sehr froh, dass wir heute diesen Spatenstich machen können. Ich kann mich noch an die erste Runde mit Andreas Berger-Winkler und seinen Mitstreitern bei mir im Haus erinnern, als sie das Projekt vorgestellt haben. Es war ein Stück Motivation, da an der Seite zu sein. Doch dieses Thema war für mich nicht ganz neu. Ich habe vom ersten Augenblick an auch das Elternhaus für die Lausitz in Cottbus begleitet. Das, was jetzt hier auf die Beine gestellt wird, das brauchen wir dringend in Brandenburg, gerade hier in unserer Region.“

Christoph Neumann (Amtsdirektor des Amtes Burg): „Das Projekt passt ganz gut zu unserer Ausrichtung als Gesundheitskurort. Das Haus ist eine sinnvolle Ergänzung. Was mir besonders gut gefällt ist die Nähe zur Schule, zum Kinder- und Lernhaus Lipa, unserem Hort nebenan. Um die Ecke sind der Jugendclub und die Kita. Insofern passt das ganz gut. Ich finde, so ein Gebäude wir das Kinderhaus Pusteblume gehört mitten in den Ort. Wir können uns nicht immer an die Themen wir Krankheit oder noch Schlimmeres vorbeimogeln. So etwas gehört nicht an den Rand, sondern immer in den Ort.

Im Video spricht Schirmherrin Elke Gräfin von Pückler über ihr Engagement für das Kinderhaus „Pusteblume“.

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Erster Todesfall in Dahme-Spreewald bestätigt

Dahme-Spreewald. Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis. Ein 81 Jahre alter Mann ist am Mittwoch, 01. April 2020, im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen verstorben. Der Covid-19-Erkankte war seit Längerem intensivmedizinisch behandelt worden und hatte schwere Vorerkrankungen. Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge: „Wir sind tief betroffen, dass die Pandemie nun auch in unserem Landkreis ein erstes Todesopfer gefordert hat. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Im Landratsamt und unserem Krisenstab sind wir weiter in höchster Alarmbereitschaft und versuchen alles zu tun, um unsere medizinischen Einrichtungen bestmöglich zu unterstützen“. Der Krisenstab des Landkreises Dahme-Spreewald hat sich gestern zuvorderst mit der tagesaktuellen Gesundheitslage hinsichtlich der Ausbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 befasst. Vom Labor bestätigt wurden insgesamt 99 positive Fälle der Corona-Infektion im Kreisgebiet: in Königs Wusterhausen (31), Lübben (14), Zeuthen (14), Mittenwalde (9), Schönefeld (6), Wildau (6), Gemeinde Heidesee (6), Amt Schenkenländchen (5), Amt Unterspreewald (4), Eichwalde (1), Gemeinde Heideblick (1), Gemeinde Märkische Heide (1) und Gemeinde Schulzendorf (1). Acht der nachgewiesenen Covid-19-Erkrankten sind zwischenzeitlich genesen. Momentan befinden sich ebenfalls acht Personen in stationärer Behandlung, die übrigen in häuslicher Isolation. Derzeit sind 293 Quarantänen verhängt und 261 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis. Kontaktbeschränkungen verlängert Schwerpunkthema, neben dem Beschaffungsmanagement von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für medizinische Bedarfe im Landkreis, war in der gestrigen Krisenstabssitzung auch die landesweite Verlängerung der umfangreichen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Seit dem 23. März 2020 gilt in Brandenburg die neue „SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ bereits. Grundsätzlich ist damit jeder im öffentlichen Raum verpflichtet, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Kontaktbeschränkungen sind nun durch die Landesregierung nochmals bis zum 19. April 2020 verlängert worden. Zur Durchsetzung dieser Festlegungen ist ein Bußgeldkatalog erlassen worden. Dieser sieht Strafen für wiederholte Verstöße gegen die Regeln von bis zu 25.000 Euro vor. Die Kreisverwaltungsspitze wird sich an diesem Freitag im Rahmen einer Sonderberatung mit den Bürgermeistern und Amtsdirektoren der Dahme-Spreewald-Kommunen zu den Möglichkeiten des Vollzugs von Bußgeldbescheiden im Rahmen der Kontrollen durch die örtlichen Ordnungsämter final abstimmen. „Grundsätzlich beweist die jüngste Lageentwicklung rund um das lebensbedrohliche Coronavirus an sich die Notwendigkeit der verlängerten Kontaktbeschränkungen. Wir erwarten daher, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner strikt an Festlegungen der Eindämmungsverordnung halten. Bei Verstößen wird von der Bußgeldverhängung auch reger Gebrauch gemacht“, sagt Dahme-Spreewalds Gesundheitsdezernent Carsten Saß. Informationen für Bürger und Unternehmer Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus . Der Landkreis Dahme-Spreewald hat weiterhin ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Relevante Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betriebe im Landkreis hat Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) auf ihrer Homepage www.wfg-lds.de zusammengestellt. Für grundlegende Fragen steht den Unternehmern das Team der WFG telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 5238-0 zur Verfügung. Für Gefahrenmeldungen zur Corona-Lage ist auch die kostenfreie KATWARN-App zu nutzen, weitere Infos zum Download sind auf der Internetseite www.katwarn.de abrufbar.Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis. Ein 81 Jahre alter Mann ist am Mittwoch, 01. April 2020, im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen…

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