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Schwestern sind »Grüne Gründerinnen«

Spree-Neiße. Die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Petra Budke hat zwei Geschäftsfrauen auf ihrem Unternehmenssitz, dem historischen Jänschwalder Friedrichshof, als »Grüne Gründerinnen« ausgezeichnet.

Frischkornmischungen fürs Müsli, Samensalze, Brotaufstriche, Pesto, Dips und Dressings, Tee und Smoothies, alles auf Basis von frischen oder getrockneten Wildpflanzen und Wildkräutern, die auf dem sandigen Boden der Lausitz wachsen - das ist die Geschäftsidee von Undine Janetzky (53 Jahre) und ihrer Schwester Christina Grätz (44 Jahre).

Vor zwei Jahren, im Mai 2017, gründeten sie »Lusiza«, der sorbisch/wendische Begriff für die Lausitz. Petra Budke hob den Geschäftssinn der beiden Schwestern hervor: »Ganz besonders freue ich mich, Sie am Tag der Artenvielfalt auszeichnen zu dürfen. Denn Sie tragen durch die Kultivierung einheimischer Wildpflanzen wesentlich dazu bei, das Ökosystem zu bewahren, hier fühlen sich Schmetterlinge und Bienen wohl und finden Vögel noch ihre Nahrung. Sie bauen umweltschonend ursprüngliche Pflanzensorten an, unter freiem Himmel, die sie dann liebevoll per Hand ernten und fantasievoll weiterverarbeiten. Auch bei der Verpackung achten Sie auf Umweltfreundlichkeit: die frischen Wildkräuter sind appetitlich in Bio-Plastik-Boxen verpackt, die innerhalb von vier Monaten vollständig verrotten. »Lusiza« hat das Wissen unserer Vorfahren wieder entdeckt, wie die wilden Pflanzen äußerst vielfältig in der Küche eingesetzt werden können, die mit ihren Vitalstoffen wesentlich zu einer gesunden Ernährung beitragen – und noch dazu hervorragend schmecken. Zudem geben Sie Ihr Wissen weiter, bieten Kräutersammlungen an, Seminare und Kochkurse. Sie, Frau Grätz, als Botanikerin, und Sie, Frau Janetzky, als Gesundheitsberaterin, gehen dabei Hand in Hand – das ist grüne Frauenpower pur!«

Der Brandenburger Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vergibt den Preis Grüne Gründerin seit genau drei Jahren an Existenzgründerinnen aus Brandenburg, um ihren Mut und Geschäftssinn für nachhaltige Konzepte zu würdigen und ihnen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu verleihen. Undine Janetzky und Christina Grätz sind die 26. Grünen Gründerinnen und dabei die ersten im Landkreis Spree-Neiße.

»Lusiza«, das Lust auf Wildkräuter wecken möchte und vor allem bei Kunden und Kundinnen in Berlin und Dresden gut ankommt, ist die konsequente Fortsetzung der ersten, 2011 gegründeten Firma von Christina Grätz, »Nagola Re« (Nagola sorbisch/wendisch für Heide, Re für renaturieren).

Die Diplom-Biologin, Ameisenumsiedlerin und Buchautorin von »Die fabelhafte Welt der Ameisen« renaturiert Brachflächen mit einheimischen Pflanzen, sie produziert regionales Saatgut auf den kargen Böden, die der Tagebau hinterlassen hat. Bei Nagola Re arbeiten inzwischen 25 MitarbeiterInnen, es wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Christina Grätz: »Wir ernten ja nur die Samen, aber die Wildpflanzen haben tolle Blätter, aus denen man neuartige, nachhaltige und pfiffige Lebensmittel herstellen kann. Undine brachte mich auf die Idee, noch nachhaltiger mit den Nebenprodukten der Saatgutproduktion umzugehen.« Undine Janetzky ist ursprünglich Bauingenieurin, hat in einem Architekturbüro in Spremberg gearbeitet und sich vor 15 Jahren zur Gesundheitsberaterin ausbilden lassen. »Unsere Vision ist, die Lausitz zu einem Zentrum für Wildpflanzenanbau mitsamt Verarbeitung und Vermarktung weiterzuentwickeln und das »grüne Image« der Region zu stärken.« Die Liebe zur Natur, sagt die vierfache Mutter und dreifache Oma, sei ihr und ihrer jüngeren Schwester von den Eltern mitgegeben worden. Sie sind beide in Radeweise aufgewachsen, einem Dorf, das Mitte der 80er Jahre dem Tagebau Welzow-Süd zum Opfer fiel.

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St. Joseph-Stift: Baby Nr. 1000 ist da

Dresden. Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter groß und ist bereits das dritte Kind seiner Eltern. Die kommen eigentlich aus Riesa, haben sich aber ganz bewusst für die Entbindung in dem Dresdner Krankenhaus entschieden. „Die Erfahrungen bei den Geburten meiner ersten beiden Kinder in einer anderen Klinik waren leider nicht so positiv. Deshalb bin ich auf die Suche gegangen. Aufgrund der Beckenendlage von Charlotte Mara habe ich mich im St. Joseph-Stift beraten lassen und war sofort überzeugt. Das Personal, das ruhige Arbeiten ohne Hektik und Stress haben mir ein sehr sicheres Gefühl gegeben. Auch dass man hier auf das Stillen und den Bindungsaufbau von Mutter und Kind so viel Wert legt, das ist etwas Besonderes, das findet man nicht überall", begründet die frischgebackene Mama Stefanie.   Im St. Joseph-Stift, das seit 2011 nach den Kriterien von WHO und UNICEF als "Babyfreundliche Geburtsklinik" zertifiziert ist, gibt es  nicht nur ärztlich und pflegerisch, sondern auch räumlich beste Voraussetzungen für Entbindungen:  Drei Kreißsäle, ein Entbindungsraum für Wassergeburten, Wehenzimmer, ein OP-Saal für Kaiserschnittentbindungen sowie wohnliche Ein- und Zweibettzimmer, die auch als Familienzimmer genutzt werden. Das ganzheitliche Betreuungskonzept kommt bei den Dresdnern gut an: Im vergangenen Rekordjahr kamen 1.678 Neugeborene im St. Joseph-Stift zur Welt. In diesem Jahr waren es per 16. August schon 523 Jungen und 479 Mädchen, darunter zwei Zwillingsgeburten (deshalb 1.002 Kinder).Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter…

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