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Schaukelspaß ins Osternest

Burg (Spreewald). In ein Osternest gehören bekanntlich bunte Eier. Ohne diese ovalen Kunstwerke steigt kein Osterfest. Das ist natürlich auch bei den Südbrandenburger Johannitern der Fall, doch sie haben in diesem Jahr einen ganz besonderen Osterwunsch: eine Integrationsschaukel für ihr Kinderhaus »Pusteblume« in Burg.

Diese spezielle Schaukelkombination möchten BB Radio und WochenKurier in einer gemeinsamen »Lausitz hilft«-Aktion mit Hörern und Lesern den Johannitern in das Osternest legen. Rund 6?000 Euro wurden bisher im Rahmen der Aktion gespendet. Jetzt geht es in die entscheidende Phase, denn die Schaukelanlage  soll bereits zur Eröffnung des Kinderhauses »Pusteblume« am 30. April stehen. »Das ist unser Wunsch und wäre traumhaft«, sagt Andreas Berger-Winkler, Regionalvorstand der Südbrandenburger Johanniter.

Im Rollstuhl sitzend schaukeln

Wie er sagt, ist die Schaukelkombination eine Sonderanfertigung und ermöglicht Kindern, die im Rollstuhl sitzen, zu schaukeln. »Der Spielplatz auf dem Außenbereich des Kinderhauses soll von vielen Kindern genutzt werden können. Mit solch einer Spezialschaukel wäre das auch für Rollstuhlfahrer möglich«, sagt Andreas Berger-Winkler. Die Kosten für die Schaukelanlage würden sich mit Aufbau auf 13?000 Euro belaufen. »Dafür benötigen wir noch finanzielle Unterstützung. Jeder kann dabei ein kleiner Bauunternehmer werden und mit einer Spende dafür sorgen, dass wir diese Schaukelkombination beschaffen können.«

Drei Kinder auf einer Schaukelanlage

Wie Daniela Konzack, Pflegedienstleiterin Hospiz, sagt, ziehen Kinder, die palliativ erkrankt sind sowie ihre gesunden Geschwister in die »Pusteblume« ein: »Auf der geplanten Schaukelanlage können drei Kinder auf unterschiedlichen Funktionsbausteinen zeitgleich durch die Luft schwingen. So kann das eingeschränkte Kind zusammen mit dem Geschwisterkind schaukeln. Das fördert die Geschwisterbindung.« Zudem ist es für Kinder im Rollstuhl eine tolle Bewegungserfahrung in der Natur. »Sie erleben meistens nur ein einseitiges Schieben mit ruckartigen Bewegungen. Beim Schaukeln spüren sie einmal, was mit ihrem Körper, mit dem Kopf und den Ohren passiert.« Darüber hinaus können laut Daniela Konzack therapeutische Maßnahmen an der Schaukel umgesetzt werden. »Man kann etwa die Gleichgewichtswahrnehmung fördern.«

Naturnahe Erholungsoase

Die Natur intensiv wahrnehmen können die Bewohner des Kinderhauses auf dem weitläufigen Außengelände. Es ist eine naturnahe Erholungsoase mit vielen geschützten Sitzecken, Hecken und Feuerstellen. Es wird einen Holzspielplatz geben, der teilweise ebenfalls mit dem Rollstuhl erfahrbar ist. Hinzu gesellt sich ein rollstuhlgerechter Wasserspielplatz sowie ein Obstgarten, wo etwa Kirsch- und Apfelbäume stehen werden. »Zudem wird es verschiedene Hochbeete geben, an denen Kinder mit Rollstuhl oder Kinder, die mit dem Bett hinausgefahren werden, ganz leicht naschen können«, verrät Andreas Berger-Winkler. Wie er berichtet, ist das ganze Gelände leicht mit dem Rollstuhl und einem Krankenbett zu befahren. »Kinder, die nicht aufstehen können, werden einfach mit ihrem Bett aus den Zimmern herausgerollt und in den Garten gefahren. An den Lampen auf dem Außengelände sind auch Steckdosen zu finden, um bei Bedarf medizinische Geräte anzuschließen.«

Garten der Erinnerung

In einem ruhigen Bereich wird es auch einen Garten der Erinnerung geben. »Hier befindet sich ein aufrecht stehender Spreewaldkahn aus Beton. Dort haben Eltern die Möglichkeit, ihre Erinnerungen an verstorbene Kinder anzubringen«, erzählt Andreas Berger-Winkler.

Spenden für die Schaukelkombination:

• IBAN DE96 3506 0190 1084 6510 16
• BIC GENODED1DKD
• Bank für Kirche und Diakonie
• Verwendungszweck: Integrationsschaukel Kinderhaus Pusteblume

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