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Platz nehmen, um mitzufahren

Only watch in Australia providing Original Assignment Help with top results promises for every Australian student. Vetschau/Spreewald. Für spontane Fahrgemeinschaften sorgen jetzt Vetschauer Mitfahrerbänke. Das Projekt soll eine Alternative zum öffentlichen Personennahverkehr sein und Menschen im ländlichen Raum mehr Mobilität verschaffen.

Mit ihrer roten Farbe fällt die »Mitfahrerbank« in Tornitz gleich ins Auge. Sie steht direkt neben der gelb leuchtenden Lese-Bude in der Lindenstraße. Martin Minde hat das Richtungsschild mit der Aufschrift »Vetschau« aufgeklappt und auf der »Mitfahrerbank« Platz genommen. Jetzt wartet er auf eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt Vetschau.

Damit ist das Prinzip der »Mitfahrerbank« auch schon erklärt. Reisewillige, die innerhalb der Stadt Vetschau oder den Ortsteilen verkehren wollen, schildern das Fahrtziel mittels vorhandener Richtungsschilder aus und zeigen durch Platznahme auf der Bank ihren Beförderungswunsch den vorbeifahrenden Kraftfahrern an.

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Für Bengt Kanzler, Bürgermeister in Vetschau, sind die »Mitfahrerbänke« eine einfache Option, um Einwohner in den Ortsteilen zu mehr Mobilität zu verhelfen: »Dort, wo der öffentliche Personennahverkehr nicht so gut vernetzt ist, sollen jetzt künftig die ›Mitfahrerbänke‹ eine verbesserte Beförderungsmöglichkeit bieten. Wir haben vorerst eine Route mit insgesamt fünf ›Mitfahrerbänken‹ zusammengestellt«, berichtet Bengt Kanzler während der offiziellen Inbetriebnahme in Tornitz. Alle Bänke seien aufgestellt, alle rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen seien geklärt.

Wie der Rathauschef informiert, ist diese Idee vor etwa einem Jahr aus einem Antrag der Vetschauer Fraktion »Die Linke« heraus entstanden. Fraktionsvorsitzende Karola Schmidt erzählt, dass Martin Minde, sachkundiger Einwohner im Wirtschaftsausschuss der Stadt Vetschau, diesen Impuls für die »Mitfahrerbänke« aus einem Urlaub mitgebracht hatte. »Es ist eine gute Idee, die bereits in anderen Städten umgesetzt wird. Dieses einfache Beförderungssystem ist eine super Ergänzung zum öffentliche Personennahverkehr. Wir hoffen, dass das Konzept angenommen wird und es sich durchsetzt. Vielleicht kann es dann ausgebaut und auf andere Ortsteile übertragen werden«, informiert Karola Schmidt.

Wie sie sagt, hat Martin Minde sich in den zurückliegenden Monaten sehr für das Projekt engagiert und stets die Verbindung zur Stadtverwaltung gehalten. »Er wird jetzt die ›Mitfahrerbank‹ in Tornitz beobachten, um zu sehen, wie sie genutzt wird. Er wohnt in der Nähe«, verrät Schmidt.

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Martin Minde freut sich, dass seine Idee auf fruchtbaren Boden gefallen ist. »Fraktionsübergreifend haben alle Parteien der Stadt diese Initiative unterstützt«, sagt er. Der Tornitzer sieht nicht nur den Vorteil in der verbesserten Mobilität im ländlichen Bereich, sondern verweist auch auf den klimafreundlichen Aspekt, wenn vorbeifahrende Kraftfahrer andere Leute mitnehmen, die dadurch ihr Fahrzeug stehen lassen.

Wie Bürgermeister Bengt Kanzler berichtet, belaufen sich die Gesamtkosten für die Vetschauer Mitfahrerbänke auf 4 921, 50 Euro. Dabei wurde das Projekt fast ausschließlich über Spenden finanziert. Insgesamt haben laut Kanzler fünf Spender aus der Wirtschaft die Mitfahrerbänke mit 4 282 Euro unterstützt. »Dafür sind wir sehr dankbar«, sagt er.

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Die fünf »Mitfahrerbänke« stehen in der Vetschauer Neustadt in der Kraftwerkstraße, in der Vetschauer Altstadt in der Reptener Straße, in Tornitz an der »Lesebude« sowie in Wüstenhain am »Strand« und am »Spielplatz«.

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