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Jahn Denkmal zurück im Schlosspark

Senftenberg. Nach über einem Jahr ist das Portät von Friedrich Jahn wieder an seinen Platz im Schlosspark zurückgekehrt.

Bürgermeister Andreas Fredrich hatte die ehrenvolle Aufgabe, das nun wieder komplette Denkmal feierlich zu enthüllen. Mit dabei waren auch Kathleen Schmidt, stellvertretende Amtsdirektorin des Amtes Dahme/Mark, und Thomas Willweber, ehrenamtlicher Bürgermeister Dahme/Mark. Das neu angebrachte Relief zeigt den »Turnvater« Friedrich Jahn und ist eine Kopie eines Refliefs aus dem Amt Dahme/Markt. Das Senftenberger Original wurde im August 2020 gestohlen. »Der Diebstahl von Kunst ist besonders verwerflich«, so Bürgermeister Fredrich. Umso größer ist die Freude, dass das Denkmal im Stadtpark nun wieder eine Relief-Platte ziert.

Durch Recherche zur Kopie

Durch intensive Recherchen von Hans-Peter Rößiger, Verein für Heimatpflege, wurde ein Relief in Dahme/Mark im Landkreis Teltow-Flämig entdeckt, das dem Senftenberger entspricht. »Es war eine sehr gute und unkomplizierte Zusammenarbeit«, betont Andreas Fredrich.In Abstimmung mit der Amts- und Stadtverwaltung wurde vom Relief aus Dahme/Mark ein Abdruck gefertigt, aus dem eine Bronzekopie hergestellt werden konnte. Die Gesamtkosten für die Wiederherstellung des Jahndenkmals belaufen sich auf 8.000 Euro. Dabei ist der Materialwert des Reliefs allerdings deutlich geringer. »Die Platte wurde zusätzlich speziell gegen einen erneuten Diebstahl gesichert«, erklärt Fredrich bei der feierlichen Enthüllung. »Wie, wird natürlich nicht verraten«, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Geschichte eines Denkmals

Das Jahndenkmal in Dahme/Mark stammt aus dem Jahr 1903. Das Denkmal in Senftenberg wurde 1911 aufgestellt. Initiiert wurde die Denkmalssetzung in Senftenberg damals vom Turnverein Germania. Es ist eine Hommage an Friedrich Ludwig Christoph Jahn, auch bekannt als »Turnvater Jahn« und als Begründer der deutschen Turnerbewegung. Zur Einweihung 1911 gab es einen 600 Meter langen Festumzug und knapp 1.200 Zuschauer.

Regionale Firmen beteiligt

Die Reliefkopie wurde von der Bronzegießerei Frank Herweg aus Berlin gefertigt. Die Arbeiten am Gedenkstein wie Reinigung, Neuvergoldung des Schriftzugs und das Anbringen der Bohrungen für die Befestigung des Reliefs, wurden durch den ortsansässigen Steinmetzbetrieb Michael Merkle durchgeführt. Die Anbringung der neuen Relief-Platte wurde durch die Senftenberger Firma Axel Puschmann, Bautenschutz, unterstützt.

Zur Enthüllung wurde auch die Idee verkündet, einen QR-Code am Fuße des Sockels anzubringen, der über das Denkmal und die Person, der es gewidmet ist informieren soll.

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