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Hauptziel: Streunerkatzen eindämmen

Pfandbonaktion unterstützt Senftenberger Tierhilfe e.V.

Über 2?320 Euro konnte sich jetzt der Senftenberger Tierhilfe e.V. freuen. Das ist das Ergebnis einer Kaufland-Pfandbonaktion. Hausleiter Sven Hannatzsch erklärt: »Mit ihrem Flaschenpfand konnten unsere Kunden den Tierhilfeverein unterstützen. Die Aktion lief von Juli bis Mitte September und fand reges Interesse.« Wie Hannatzsch sagt, möchte Kaufland als ansässiges Unternehmen mit solchen Aktionen der Region etwas zurückgeben. Die folgende Aktion komme dem Senftenberger Spielmannszug zugute.

Tierhilfe-Vereinsvorsitzende Margarete Böhnisch dankt allen Bon-Spendern. »Wir wollen mit dem Geld drei Quarantäneboxen anschaffen, um dort neue Fundkatzen vorsorglich unterzubringen. Ein möglicher Katzenschnupfen, Würmer und Flöhe können sich somit nicht unter den anderen Katzen verbreiten«, erzählt sie. Auch Tierarztkosten sollen mit dem Geld abgedeckt werden. Wie sie informiert, werden die wilden Katzen eingefangen, auf Krankheiten durchgecheckt, kastriert und dann wieder ausgesetzt. Je nach Wesen und Verhalten der Katze werde entschieden, ob sie an die Fundstelle zurück kann oder in eine private Pflegestelle bis zur Vermittlung in ein eigenes Zuhause verbleibe. »In Tierheimen bekommen wir sie meist nicht unter, da sie selbst belegt sind. Etwa zehn Katzen schaffen es im Jahr dorthin«, erzählt sie und fügt an, dass der Senftenberger Tierhilfe e.V. im vergangenen Jahr 96 Tiere privat untergebracht oder sie vereinzelt an die Futterstellen verteilt hat. 144 Katzen und Kater wurde 2019 kastriert. Ein Großteil der herrenlosen Katzen würden auf unbewohnten Bauernhöfen und ehemaligen Ställen vorkommen.

Seit 1992 gibt es den Senftenberger Tierhilfe e.V.. Die Mitglieder kümmern sich um notleidende Tiere, meist Katzen und Hunde, die nicht tierschutzgerecht gehalten werden. Die Kosten für diese Maßnahmen werden ausschließlich von privaten Spendern getragen. »Unser Hauptziel bleibt die Eindämmung der ungewollten Fortpflanzung von herrenlosen Katzen. Dafür ist es nötig, dass eine Kastrationspflicht durch Städte und Gemeinden eingeführt wird. Nur so ließe sich die Zahl der Streuner verringern«, sagt Böhnisch und weist darauf hin, dass Streunerkatzen nicht unüberlegt gefüttert werden sollten: »Wer diese füttert, dem fällt die Verantwortung für diese Katze zu - mit allen Pflichten.«
Wie sie berichtet, suchen sie aktuell Mitstreiter für die Pflege von Katzenkindern bis zu deren Adoption. Ebenso benötigen sie Helfer für den Transport von Tieren und von Tierfutter.
Gegenwärtig betreut der Tierhilfe e.V. 30 Futterstellen mit zirka 240 Tieren auf der Fläche des ehemaligen Altkreises Senftenberg.

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