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Geschichte erzählen und erleben

Lauchhammer. Lauchhammer plant für die Zukunft. Mit einem speziellen Projekt sollen Identität und Heimatgefühl gestärt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Projekt »Bildungs- und Erlebniszentrum ERZ+KOHLE« wurde jetzt von Mirko Buhr, Bürgermeister der Stadt Lauchhammer, Manuela von Schroedel-Siemau, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Bürgerservice in der Stadt Lauchhammer sowie Tino Winkelmann, Vorsitzender der Stiftung Kunstgussmuseum, während der Werkstatt 5 der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH in Doberlug-Kirchhain präsentiert.

Die Werkstatt 5 des Lausitzer Strukturförderprogramms widmet sich dem Themenkomplex Marketing, Kunst, Kultur, Tourismus.

Sanierung und Neugestaltung

Das Projekt »Bildungs- und Erlebniszentrum für Kunstguss und Industriekultur« umfasst die Industriedenkmäler in Lauchhammer-Ost (Areal mit Kunstgussmuseum und Friedensgedächtniskirche) und Lauchhammer- West (Areal mit Biotürmen und Reliktepark). Diese sollen saniert, erweitert und für eine bessere, grundsätzlich barrierefreie, touristische Nutzung vorbereitet und so zu einem Bildungs- und Erlebniszentrum ERZ+KOHLE entwickelt werden.

»Der Ausbau des Erlebniszentrums ERZ in Lauchhammer-Ost umfasst unter anderem die Errichtung eines Erweiterungsbaus am bestehenden Kunstgussmuseum, die Sanierung und Neugestaltung der Friedensgedächtniskirche und die Gestaltung der Freiflächen sowie die Schaffung von Parkplätzen mit E-Ladeinfrastruktur«, berichtet Stadtsprecher Heiko Jahn.

Investitionssumme beträgt 15,5 Millionen Euro

Die Errichtung des Erlebniszentrums KOHLE in Lauchhammer-West konzentriert sich laut Jahn auf technische Erneuerungen und Erweiterungen zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. »Angedacht sind hier die Sanierung des ehemaligen Eingangsgebäudes der Kokerei oder die Errichtung eines neuen Gebäudes auf dem Gelände der Biotürme«, informiert Heiko Jahn.

Die Investitionssumme des Projektes ERZ+KOHLE werde mit 15,5 Millionen Euro beziffert. Bis zu 100 Prozent könnten laut Jahn über das Strukturförderprogramm Lausitz gefördert werden.

Bürgermeister Mirko Buhr: »Ich sehe in diesem Bildungs- und Erlebniszentrum große Chancen für unsere Stadt. Es trägt zur Stärkung der Identität und des Heimatgefühls unserer Bürgerinnen und Bürger bei, ist ein Imageträger, bietet neue Arbeitsplätze für Menschen aus der Region und verbessert das touristische Angebot in hohem Maße. Wichtig finde ich auch, dass die Nutzung des Zentrums sowohl für externe Besucher als auch für einheimische Schüler, Studierende und Unternehmen vorgesehen ist. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Lausitz spannt das Projekt ›ERZ+KOHLE‹ einen Bogen von der fast 300-jährigen Industriegeschichte bis in die Zukunft.«

Lauchhammer ist einer der ältesten Industriestandorte in Deutschland. Die Geschichte der Gewinnung und Verarbeitung von Erz und Kohle begann im Jahr 1725 und jährt sich im Jahr 2025 zum 300. Mal. Dieses Jubiläum soll am 25. August 2025 gebührend gefeiert werden.

Weitere Projekte

Die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) Lausitz der Landesregierung hatte kürzlich weitere 15 Projekte zur Lausitzer Strukturentwicklung bestätigt. Dazu gehören etwa das Ausbildungspensionat Schwarzheide, ein Gewerbegebiet am Spreewalddreick Lübbenau sowie das Projekt Zechenhaus in Senftenberg-Brieske.

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