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Eine Mensa für die Grundschule

Schipkau. Die Grundschule Paul Noack in Schipkau erhält eine Mensa. Der Baustart ist im August erfolgt. Das Investitionsvolumen beziffert sich auf 1,1 Million Euro. »Für unsere Gemeinde ist das ein ambitioniertes Vorhaben, welches wir nicht jedes Jahr stemmen können«, erzählt Martin Konzag, Bauamtsleiter in der Gemeinde Schipkau.

Wie er berichtet, finanziert die Gemeinde mit rund 750.000 Euro den Löwenanteil am Bauprojekt. »Das Land Brandenburg steuert 300.000 Euro im Rahmen der Schulbetriebsaufwertung dazu«, sagt Konzag und fügt an, dass diese Mittel ausschlaggebend für das Mensa-Projekt an der Grundschule waren. »Die Idee für den Neubau ist dadurch relativ schnell entstanden. In rund zwei Monaten hatten wir uns mit der Schule darauf verständigt. Im Spätherbst 2020 war dann alles klar. Die Vergabe wurde im Juni dieses Jahres beschlossen.«

So soll bis zum ersten Quartal 2022 ein ebenerdiger Saalbaukörper entstehen. »Er verbessert deutlich die bisherige Essenversorgung in der Schule«, sagt Martin Konzag. »Aktuell erfolgt diese in mehreren Durchgängen in einem dafür hergerichteten ehemaligen Klassenraum.« Wie der Bauamtsleiter berichtet, trägt die Gemeinde mit der Mensa auch der steigenen Schülerzahlen sowie dem zuehmenden Trend zur Hortbetreuung Rechnung. »In diesem Schuljahr fährt unsere Grundschule erstmals zweizügig. 44 Kinder wurden im August eingeschult. Insgesamt lernen hier rund 170 Schüler. Diese werden die Mensa natürlich auch zu anderen schulischen Zwecken nutzen.«

Klaus Prietzel, Bürgermeister der Gemeinde Schipkau, freut sich auf die Mensa: »Mit ihr wollen wir in erster Linie die derzeit sehr beengte Situation der Essensversorgung für unsere Schüler verbessern und daneben natürlich unsere Grundschulen im Ganzen weiter aufwerten. Ich freue mich, dass die bisherige Projektentwicklung so reibungslos verlief. Wir hoffen nun, dass wir den Neubau trotz aller aktuellen Schwierigkeiten bei der Baustoffversorgung im 1. Quartal 2022 fertigstellen können.« Laut Erik Sobiella aus dem Bauamt, Bereich Hochbau, ist der Saal der Mensa für 200 Personen ausgelegt, 75 Personen können darin gleichzeitig an den Tischen ihr Essen erhalten und zu sich nehmen: »Das Mittagessen wird dort zukünftig in zwei Staffeln erfolgen. So werden gemeinsam die Schüler der 1. bis 3. Klasse sowie die Schüler der 4. bis 6. Klasse essen.« Die Anlieferung erfolgt durch einen externen Anbieter.

Wie Sobiella erzählt, sind 12 Baulose für die Mensa vergeben worden - hauptsächlich an Firmen aus dem Landkreis, auch Gewerke aus Schipkau hätten Aufträge erhalten. »Aktuell werden Leitungen und Anschlüsse verlegt und dann zeitnah die Bodenplatte betoniert«, erzählt Sobiella.

Wie Martin Konzag berichtet, entsteht die Mensa an der Nordseite der Schule. »Das Gebäude ist auf den Kreisverkehr gerichtet. Damit fügt sich der Neubau in die bestehende Bebauung ein. Es entsteht so ein kleines Zentrum am Kreisel.«

Die Mensa als große Baumaßnahme folgt bereits einem anderen Projekt an der Schule. »Zum neuen Schuljahr sind für zirka 1,2 Millionen Euro sechs neue Klassenzimmer entstanden - unterstützt von europäischen Fördermitteln.«

Wie Schulleiterin Brit Hacke berichtet, verleihen die neuen Räume und die künftige Mensa der Schule ausreichend Platz und sorgen damit für einen verbesserten Schul- und Hortalltag: »Diesen meistern beziehungsweise haben die Kollegen unter großem organisatorischen Aufwand gemeistert. Vor allem zeitlich ist das Essen aktuell eine Herausforderung. Wir atmen alle auf, wenn uns die Mensa zur Verfügung steht.« Übrigens: Am 13. Mai 2022 soll es einen Tag der offen Tür geben. Dann sollen die neuen Möglichkeiten vorgestellt werden.

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