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Brandenburgische Frauenwoche startet

Motto: „Hälfte/Hälfte – ganz einfach“

Oberspreewald-Lausitz. Mit dieser Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe soll im Rahmen der Brandenburgische Frauenwoche 2019 darauf hingewiesen werden, dass es eigentlich ganz einfach ist: Obwohl sie mehr als 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind Macht, Zeit und Einkommen auch im Jahr 2019 ungleich verteilt. Unter dem Motto „Hälfte/Hälfte – ganz einfach“ haben die Akteure des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (OSL) ein interessantes Programm zusammengestellt.

Ab Freitag, 1. März 2019, laden zahlreiche Veranstaltungen dazu ein, zu diskutieren, wo es hakt und wie es „ganz einfach sein kann“. Das Programm liegt ab sofort im Bürgerbüro der Kreisverwaltung sowie in den Kommunen und bei teilnehmenden Verbänden und Vereinen aus und kann unter www.osl-online.de heruntergeladen werden. (Es steht auch links auf dieser Seite als pdf-Datei zur Verfügung.)

Eröffnet wird die Frauenwoche in OSL mit der Auftaktveranstaltung des Landkreises am Samstag, 2. März, ab 14.30 Uhr im Kulturhaus Klettwitz. Die Begrüßung übernimmt die Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Carola Wolschke, gemeinsam mit Landrat Siegurd Heinze. Schüler des Friedrich-Engels-Gymnasiums Senftenberg gestalten und moderieren das Programm der Eröffnungsveranstaltung. Den Abschluss bildet das Kabarett „Wie halte ich mir einen Mann“ mit Andrea Kulka und Jörg Lehmann aus Cottbus. Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preis von 10 Euro im Büro für Behinderten- und Gleichstellungsfragen des OSL-Kreises in Senftenberg erhältlich.

Initiiert 1991 von der damaligen Sozialministerin Regine Hildebrandt wird die Brandenburgische Frauenwoche immer um den Internationalen Frauentag am Freitag, 8. März, ausgerichtet und schließt den Weltgebetstag mit ein. Die Vielfalt an Veranstaltungen kann nur angeboten werden, weil sich viele Vereine, Organisationen, Einrichtungen und einzelne Bürgerinnen im Landkreis OSL aktiv und mit stets neuen Ideen und Projekten an der Frauenwoche beteiligen.

Allen Teilnehmenden gute Gespräche, aber auch Spaß und Freude an den Veranstaltungen wünscht Ramona Metag, Mitarbeiterin im Büro der Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises. Sie steht für Fragen zur Brandenburgischen Frauenwoche in OSL telefonisch unter (03573) 870-1032 zur Verfügung.

Die Veranstaltungen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Eine Diskussionsrunde zum Frauenwahlrecht findet am Freitag, 1. März ab 15.30 Uhr in der Arnsdorfer Gaststätte „Zur Mühle“ statt, organisiert vom Demokratischen Frauenbund Arnsdorf. Mehrere Veranstaltungen widmen sich dem Weltgebetstag am Freitag, 1. März: die Katholische Kirchengemeinde Lübbenau wie auch die Evangelischen Kirchengemeinden in Senftenberg und Altdöbern laden zu einem, von Frauen aus Slowenien gestalteten, Abend ein. 

Unter dem Motto „Hälfte/Hälfte? – Es ist nicht einfach“ veranstaltet der Verein Unsere Welt, eine Welt e.V. am Mittwoch, 6. März, 10 Uhr bis 13 Uhr in Senftenberg einen Filmvormittag mit Diskussion zur Arbeits- und Lastenverteilung in Familien und anschließender Kaffeerunde in multikultureller Gesellschaft. Von 15 Uhr bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, sich im Senftenberger Ortsteil Sedlitz in Zweierteams in sportlichen Wettkämpfen zu messen. Für Stärkung mit Snacks verschiedener Kulturen ist gesorgt. Organisiert wird die Veranstaltung von der European Homecare GmbH.

Zum Internationalen Frauentag am Freitag, 8. März, finden zahlreiche Veranstaltungen im Landkreis OSL statt. Ab 15 Uhr wird zu einer Gesprächsrunde mit gemütlicher Kaffeetafel und kleinem Unterhaltungsprogramm in den Bürgersaal im Bürgerhaus Sedlitz eingeladen. Im Neupetershainer Wasserturm findet ab 15 Uhr ein Vortrag zum Thema „Frauen – die größere Hälfte unserer Gesellschaft“ statt. Das Kulturprogramm wird gestaltet mit den Kindern der Kindertagesstätte „Pusteblume“ und dem Neupetershainer Carneval-Club e.V., Ansprechpartner ist der SV Corona Neupetershain e.V.. Ab 17 Uhr stehen in der Bernhard-Kellermann-Oberschule in Senftenberg zwei Kabarettistinnen, Sabine Genz und Franziska Hausmann, vor den Scherben ihrer Zunft. Und sie finden auf das große „Warum das alles so ist, wie es ist“, nur eine Antwort: Höchstwahrscheinlich „Aus Jux und Dollerei“. Die Gastgeberin, Landtagsabgeordnete Kathrin Dannenberg, begrüßt das Kabarett-Duo mit dessen neuem Programm rund um den alltäglichen Wahnsinn, speziell in der Politik. In Szenen und Lieder verpackt verleugnen die beiden Damen dabei ihre Berliner Herkunft nicht. Organisiert vom Frauenbund Kleinkoschen e.V. findet ab 19.30 Uhr in der Kleinkoschener Gaststätte „Zur guten Quelle“ ein „Abend nur für Frauen“ mit Tanz und Showprogramm statt. Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro sind in der Gaststätte erhältlich. Am Samstag, 9. März, lädt der Heimatverein Lipten e.V. zur Frauentagsfestveranstaltung von 15 Uhr bis 20 Uhr in die Gaststätte „Zur Erholung“. Im Rahmen der Festveranstaltung trägt Mario Kaulfers mit „DDR-Comedy“ zum Kulturprogramm bei.

„Politik zum Anfassen“ ist am Montag, 11. März, ab 15 Uhr im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Senftenberg zu erleben. Themen der Gesprächs- und Diskussionsrunde mit Landtagskandidaten sind unter anderem ärztliche Versorgung, bezahlbares Wohnen, Würdigung des Ehrenamtes, Bildungschancen sowie Mobilität. Moderiert wird die Gesprächsrunde von der stellvertretenden Leiterin des Gründungszentrums Zukunft Lausitz, Franziska Kretzschmar. Von 16 Uhr bis 18 Uhr lädt Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss gemeinsam mit Frauke Hildebrandt zu einer Gesprächsrunde „Was würde Regine dazu sagen – Mein Leben nach der DDR“ in das Cafè Lavendel Glück & Landgenuss in Schwarzheide.

Eine weitere Festveranstaltung im Rahmen des Internationalen Frauentages findet am Dienstag, 12. März, ab 15 Uhr im Kurmärkersaal Großräschen statt, mit Unterhaltung durch die Showtanzgruppe der Musikschule des Landkreises „Lipsticks“ Senftenberg.

Am Mittwoch, 13. März, lädt der Verein Unsere Welt, eine Welt e.V. in Senftenberg ab 10 Uhr zu einer Gesprächsrunde „Frauenpolitik auf Landes- und Kommunalebene“, um aktuelle Fragen einheimischer und ausländischer Frauen zu diskutieren. „Aus Mädchen werden Frauen – lebendige Mädchenarbeit im Land Brandenburg“ ist Thema der Veranstaltung im Mehrgenerationenhaus/MädchenBude in Lauchhammer ab 16 Uhr. Die Begrüßung übernimmt die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe. Es wird ein zusammenfassender Rückblick auf Erreichtes in der Mädchenarbeit und Mädchenpolitik im Land Brandenburg seit den frühen 1990er Jahren gegeben.

Um „Parität im Bundestag – Wie das Wahlrecht geändert werden müsste“ geht es am Donnerstag, 14. März, in der Aula des Friedrich-Engels-Gymnasiums. Die Veranstaltung wird geleitet von Joachim Jaksch und setzt sich mit dem Vorschlag eines Paritätsgesetzes auseinander. Der ehemalige Pädagoge beschäftigt sich seit Jahren mit dem Wahlrecht, so etwa hat er ein Brettspiel erfunden, mit dem Schüler und Erwachsene die Mandatsverteilung verstehen können.

Am Sonntag, 17. März, ab 16 Uhr ist das Potsdamer Kabarett Obelisk im Bürgersaal Vetschau zu Gast. Gretel Schulze und Andreas Zieger sind mit ihrem Programm „… da wird sich Mutti freuen“ im Streit um Macht, Kultur und Politik. Eintrittskarten zum Preis von 9 Euro im Vorverkauf sind in der Bibliothek Vetschau sowie im Servicebüro der Stadt Vetschau erhältlich.

Am Mittwoch, 30. März, können Kultur- und wissensinteressierte Frauen gemeinsam eine Brandenburgtour erleben. Von 8 Uhr bis 20 Uhr hat der Verein Unsere Welt, eine Welt e. V. Senftenberg eine Reise nach Baruth/Glashütte – Oderbruch organisiert.

Aerobic für Frauen mit und ohne Behinderung findet am Donnerstag, 4. April, 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr, im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Senftenberg statt. Ansprechpartner sind die Integrationswerkstätten gGmbH Niederlausitz.

Wenn nicht anders gekennzeichnet, ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.

(PM/Landkreis Oberspreewald-Lausitz)

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HCR: Sieg zum Saisonabschluss

Großröhrsdorf. Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand Brigita Ivanauskaite wieder im Kader von HCR-Coach Frank Mühlner. Trotz Anwurf für die Gäste feierten die Bienen den ersten Torerfolg der Partie. Nach einem Fehlpassvon Lintfort trieb Tammy Kreibich (4 Tore) den Ball in Richtung des gegnerischen Tors und versuchte selbst abzuschließen. TuS-Torfrau Sabrina Romeike konnte den strammen Wurf nur nach vorne abklatschen lassen, wo Thilde Boesen(1 Tor) bereit stand und zum 1:0 einnetzte. Kurz danach bekam die Kreisläuferin eine Zeitstrafe. Den daudrch vorhandenen Platz nutze Lintfort zum 1:1-Ausgleich. Nachdem die Bienen durch Egle Alesiunaite (4 Tore) wieder in Front gingen, verwertete der TuS zwei Konter zur Führung (2:3 nach acht Minuten). Der HCR war unbeeindruckt –Kreibich und Jessica Jander (3 Tore) erzielten die Tore zum 4:3. Nach dem erneuten Ausgleich übernahm die Mühlner-Sieben das Geschehen auf der Platte und setzte sich mit einem 3:0-Lauf auf 7:4 ab. Der HC Rödertal spielte wie entfesselt. Dererfolgreich abgeschlossene Tempo-Gegenstoß durch Meret Ossenkopp (4 Tore) bedeutete die 11:6-Führung (19. Minute). Die Fans waren begeistert und feierten ihre Mannschaft. In der 21. Minute parierte die wieder glänzend aufgelegte Torfrau Ann Rammer einen Strafwurf der Gäste. Eine Minute später erhöhte Rabea Pollakowski (2 Tore) nach einem Ballgewinn von Victoria Hasselbusch auf 14:8. TuS-Trainerin BettinaGrenz-Klein zog die grüne Karte, um ihre Mannschaft, die völlig von der Rolle war, neu einzustellen. Es brachte nichts ein – die Bienen vergrößerten den Vorsprung mit einem 4:1-Lauf auf 18:9 (28. Minute). Kamila Szczecina (2 Tore)verwertete kurz vor dem Pausenpfiff noch einen Abpraller von Ossenkopp zum 19:10-Zwischenstand. Der HCR war früh aus der Kabine zurück. Ossenkopp eröffnete den zweiten Durchgang mit dem 20:10 nach einem Tempo-Gegenstoß. Julia Mauksch (7/3 Tore) erzielte in der 34. Minute mit einer sehenswerten Einzelaktion das 22:12. Im direkten Gegenzug verkürzte der TuS mit zwei Toren auf 22:14. Die Gäste steckten noch nicht auf und agierten besonders in der Abwehr deutlich aggressiver. Nach 40 Minuten hatten sie sich wieder auf 23:16 herangepirscht. Bienen-Coach Mühlner reagierte und zückte seine zweite grüne Karte. Trotzdem verkürzte Lintfort auf 23:17. Dann hatte Mauksch jede Menge Platz und erhöhte den Vorsprung wieder auf sieben Tore (24:17 nach 43Minuten). Die Gäste sahen ihre Chance. Bis zur 51. Minute war der Vorsprung auf 26:21 geschmolzen.Acht Minuten vor dem Ende durfte Isabel Wolff jubeln, als sie den Ball zum 28:22 über den Block in den Winkel hämmerte. Nach einem 3:0-Lauf war die Mannschaft von Grenz-Klein beim 28:25 in der 55. Minute wieder in Schlagdistanz. Die Fans im Bienenstock spürten, dass die Mannschaft ihre Unterstützung brauchte und erhoben sich von den Sitzen. Die Routiniers Rammer und Alesiunaiteavancierten in der Schlussphase der Partie zu den Matchwinnern. Zunächst parierte die Torfrau einen Strafwurf von Loes Vandewal. Im Gegenzug machte Alesiunaite mit dem 29:25 den Deckel auf die Partie. Den Gästen gelangen in der Schlussphase noch zwei Treffer zum 29:27-Endstand. Nach Abpfiff lagen sich Spielerinnen und Offizielle in den Armen und feierten den langersehnten Sieg. Besonders in der ersten Hälfte spielte die Mühlner-Sieben entfesselt auf und ließ die zuletzt schlechten Vorstellungen in Vergessenheit geraten. In der zweiten Halbzeit verwalteten sie bis zum Ende den großen Vorsprung. Somit beendeten die Rödertalbienen die Saison auf dem neunten Tabellenplatz. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Für meine Mannschaft und die Fans ist es natürlich super, dass wir die Saison so beenden konnten. In der ersten Halbzeit haben wir endlich wieder richtig guten Handball gespielt und uns nur auf uns fokussiert. Mit dem großen Vorsprung im Rücken konnte ich dann auch durchwechseln, um fast allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. Wir beenden die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz. Mit der Rückrunde können wir aber nicht zufrieden sein. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.“ Florian Triebel Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand…

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