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75 Jahre und kein bisschen leise

Senftenberg. Es gibt was zu feiern: Ein dreiviertel Jahrhundert Theater in Senftenberg. Vom 17. bis 24. Oktober heißt es »Happy Birthday altes Haus.«

Es waren bewegte 75 Jahre, die das Senftenberger Theater durchlebte. Kultureller Aufschwung in der Nachkriegszeit, Überlebenskampf in der Wendezeit, kreatives Ruhen in der Pandemiezeit. Jetzt kommt die Zeit des Feierns. Und das gleich eine ganze Woche lang.

Würdigung

Die Geburtstagswoche startet am Sonntag, 17. Oktober, mit der künstlerischen Würdigung des Schaffens des Schauspielers, Regisseurs und ehemaligen Intendanten des Theaters Heinz Klevenow, der am 4. März dieses Jahres verstarb.

»Wege übers Land« heißt die Matinee die vom Intendanten Manuel Soubeyrand moderiert wird. Wegbegleiter wie die Schauspielerin Cornelia Schönwald oder der damalige Oberspielleiter Frank Lienert-Mondanelli sind eingeladen. Zudem wirft Hinrich Enderlein, der von 1990 bis 1994 Brandenburgs Kulturminister war, einen ganz frühen ministeriellen Blick auf Heinz Klevenow. Von Montag bis Freitag wird dann die Vielfalt des Theaters gefeiert.

3K auf der Bühne

Kabarett, Komödie und Konzert – damit startet die neue Bühne Senftenberg in ihre Geburtstagswoche. »Aber witzig« geht es am Montag, 18. Oktober, im Theater zu. HG Butzko spürt dem Irrsinn nach, der mit der postfaktischen Zeitenwende einhergeht. Bestes Kabarett und der Umstand, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne nur 280 Zeichen lang ist, sollte jeden Fan der kritischen Wortgewandtheit begeistern.

Mit der Komödie »Frau Müller muss weg«, steht am Dienstag, 19. Oktober, eine Eigenproduktion auf der Bühne. Schulkarriere, Leistungsdruck und Helikoptereltern - voller Humor wird ein Bild einer Eltern-Generation gezeigt, die sich vor Erziehungsratgebern nicht mehr retten kann.

Eine lange Konzerttradition wird mit »Beethoven Plus« am Mittwoch, 20. Oktober, gefeiert. Die Kammerakademie Potsdam mit David Robert Coleman und Saleem Ashkar kommt mit einem Musikspektakel, das zum 250. Geburtstag des großen Komponisten entstanden ist, nach Senftenberg.

Mit »Odysseus« wird das dienstälteste Stück der neuen Bühne am Freitag, 22. Oktober, gefeiert. Immerhin auf 280 Aufführungen bringt es der klassische Stoff: »Eigentlich ein Stück, das für das Schulrepertoire inszeniert wurde, aber wir denken, dass es zum Geburtstag ins Abendprogramm gehört und bei so manchen Erinnerungen an die Schulzeit weckt«, schmunzelt Manuel Soubeyrand.

Einen Tag davor, am Donnerstag, 21. Oktober, regiert »Ein Volkskanzler« an der neuen Bühne. Ein spannendes Gastspiel, dass die globale politische Transformation betrachtet und diskutiert. Das Stück basiert auf Texte vom Journalisten und Verfassungsexperten Maximilian Steinbeis.

Die Geburtstagsfeier

Am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Oktober, wird mit »Heute feiern wir zusammen« Party gemacht. Die große Geburtstagsfeier soll eine Zeitreise sein. Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft des Hauses werden beleuchtet. Intendanten kommen zu Wort und ein Fenster ins Jahr 2096, zum 150. Jubiläum des Senftenberger Theaters, wird geöffnet. Für Gaumenfreuden wird gesorgt und wenn es das Virus erlaubt könnte auch getanzt werden. Zumindest gibt es Musik von »Krambambuli« aus Dresden.

Weitere Informationen zur Spielzeit 2021/22 unter www.theater-senftenberg.de.

Weitere Premieren

  • 8. Oktober, Ralf Ramazzotti
  • 6. November, Venedig im Schnee
  • 19. November, Schneekönigin
  • 1. April 2022, Zeit.Los (Spektakel)
  • 26. Mai 2022, Rocky Horror Show

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Radebeulerin um 20.000 Euro betrogen

Radebeul. Am Dienstag, 19. Oktober, meldete sich ein Unbekannter Anrufer bei der Frau und behauptete, dass ihre Tochter einen schweren Unfall verursacht hätte. Er übergab das Gespräch an einen angeblichen Staatsanwalt. Dieser verlangte die Zahlung von 20.000 Euro. So solle die 62-Jährige verhindern, dass die Tochter in Haft gehe. Die Frau hob das Geld bei einer Bank ab und fuhr, wie vom Anrufer gefordert, zur Weimarischen Straße in der Leipziger Vorstadt in Dresden. Dort übergab sie das Bargeld gegen 13 Uhr an einen Kurier. Dieser war etwa 1,65 Meter groß und von untersetzter Gestalt. Er hatte kurze dunkle Haare und trug einen Bart. Er war etwa 50 Jahre alt und mit einer dunkelblauen Jeans sowie einer dunklen Jacke bekleidet. Mit der gleichen Masche versuchten Unbekannte an das Ersparte von vier Riesaern zu gelangen. Die Angerufenen – zwei Frauen (67, 86) und zwei Männer (78, 82) erkannten den Betrug, beendeten das Gespräch und informierten die Polizei. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zur Geldübergabe an der Weimarischen Straße und dem unbekannten Mann machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer 0351/4832233 entgegen. (uh)Am Dienstag, 19. Oktober, meldete sich ein Unbekannter Anrufer bei der Frau und behauptete, dass ihre Tochter einen schweren Unfall verursacht hätte. Er übergab das Gespräch an einen angeblichen Staatsanwalt. Dieser verlangte die Zahlung von 20.000…

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