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Tourismuspreise im Doppelpack nach Elbe-Elster geholt

Luther Pass und „EsterPark“ mit Trophäen bedacht

Elbe-Elster. Mit einem Paukenschlag zum Finale der Internationalen Tourismusbörse in Berlin hat der Landkreis Elbe-Elster einmal mehr von sich reden gemacht. Zwei der insgesamt vier Landes-Tourismuspreise gingen in diesem Jahr in den Südwesten Brandenburgs.

Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Marketingkoordinatorin Janine Kauk sowie der Geschäftsführer der Elster-Werkstätten gemeinnützige GmbH, Dr. Frank Hamann, und „ElsterPark“-Leiter Robert Haenzel nahmen jetzt die Auszeichnungen aus den Händen von Wirtschaftsminister Jörg Steinbach in Berlin entgegen. 

Eine mit Experten aus ganz Deutschland bestehende Fachjury hatte zuvor 27 Vorschläge geprüft und bewertet – zehn mehr als im Jahr zuvor. Neu in diesem Jahr war die inhaltliche Ausrichtung des Preises auf drei Schwerpunktthemen: „Menschen im Mittelpunkt“, „Tourismus für alle“ und „Zielgruppen und Märkte“. Die Jury entschied letztlich, welche Angebote und Projekte die touristische Marke Brandenburg am überzeugendsten widerspiegeln.

In der Begründung für den Luther-Pass (Kategorie „Zielgruppen und Märkte“) heißt es unter anderem: Er „… verbindet in hochwertigem Design sehenswerte Geschichten, authentische Orte und Augenblicke der Zeitgeschichte in Elbe-Elster, an denen Martin Luther und seine Wegbegleiter wirkten.“ Der Reisebegleiter im Hosentaschenformat eröffne dem Gast immer neue und überraschende Perspektiven auf Leben und Wirken des Reformators. „Er bietet auch langfristig einen konkreten Reiseanlass, führt den Gast dabei durch landschaftlich reizvolle Gebiete und bereichert durch Inspiration und Information“, lautete das Juryurteil. Der Luther-Pass wirke somit nachhaltig und über das Reformationsjahr hinaus (weitere Infos: www.elbe-elster-land.de).

Die Freude bei Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Marketingkoordinatorin Janine Kauk war riesengroß über die Anerkennung des bereits mehrfach prämierten Luther Passes („Pro agro Marketingpreis 2017“ und „MarketingAward - Leuchttürme der Tourismuswirtschaft“ des Ostdeutschen Sparkassenverbandes im gleichen Jahr).

„Für uns ist der Tourismuspreis ein exzellentes Marketinginstrument. Wir nehmen die Auszeichnung mit Freude und Stolz entgegen. Sie ist zugleich Ansporn, weiterhin attraktive Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, mit denen wir auf das Elbe-Elster-Land hinweisen und unsere Gäste begeistern können“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski nach der Preisverleihung.

Und Janine Kauk ergänzte: „Wer dem Geist des Reformators nachspürt wird feststellen, das Wittenberg die Mutter, Torgau die Amme und Elbe–Elster die Wiege der Reformation ist. Die Wiege fristete bisher eher ein Mauerblümchendasein. Im Reformationsjahr hat sich das bereits mit Pauken und Trompeten durch unseren Luther Pass geändert. Wir sind optimistisch, dass das auch in Zukunft dank unseres kleinen Reisebegleiters so bleibt.“

Derzeit gibt es über 80 Pass-Ausgabestellen, wobei nur rund die Hälfte im eigentlichen Konzeptgebiet liegt. 85.000 Exemplare wurden bisher an Interessenten ausgereicht. Onlinebestellungen trafen unter anderem aus den Niederlanden, Finnland, Belgien, China, Japan, Australien, Brasilien, Dänemark, den USA, der Schweiz und Peru ein. Mehrere Schulen in Brandenburg, Sachsen und Bayern wurden auf Wunsch mit Klassensätzen ausgestattet. Der Luther Pass mit zahlreichen Aktionen rund um das Reformationsjubiläum wurde mit maßgeblicher Unterstützung durch die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ ermöglicht.

In der Kategorie „Tourismus für alle“ punktete mit dem „ElsterPark“ aus Herzberg ein weiterer Leuchtturm aus Elbe-Elster.

„Der ’ElsterPark‘ bietet seinen Gästen eine innovativ ausgerichtete Erlebniswelt, in der sich Menschen mit und ohne Behinderung in erholsamer Atmosphäre begegnen. Ob Körper, Geist und Seele – es werden alle Sinne angesprochen. Die Möglichkeiten reichen vom Familienurlaub mit Rad- und Kanufahrten über Festivitäten bis hin zu geschäftlichen Veranstaltungen. Das Angebot im ElsterPark schafft Chancen und Freiräume zur Teilhabe und Integration vor allem für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung, mit Allergien oder speziellem Ernährungsbedarf“, hob die Jury unter anderem hervor (weitere Infos: www.elsterpark-herzberg.de).

Hintergrundinformation Tourismuspreis des Landes Brandenburg

Seit 2001 vergibt der Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg jährlich zur ITB den Tourismuspreis. Die Grundidee dahinter ist, touristische Anbieter, Unternehmer, Vereine oder Projekte auszuzeichnen, die beispielgebend für die Leistungsfähigkeit und die Kreativität der Tourismusbranche Brandenburgs sind. Maßgeblich ist für die Jury auch, ob die Bewerber die „Marke Brandenburg“ überzeugend widerspiegeln und sich auch in der Landestourismuskonzeption Brandenburg wiederfinden.

(PM/Landkreis Elbe-Elster)

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HCR: Sieg zum Saisonabschluss

Großröhrsdorf. Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand Brigita Ivanauskaite wieder im Kader von HCR-Coach Frank Mühlner. Trotz Anwurf für die Gäste feierten die Bienen den ersten Torerfolg der Partie. Nach einem Fehlpassvon Lintfort trieb Tammy Kreibich (4 Tore) den Ball in Richtung des gegnerischen Tors und versuchte selbst abzuschließen. TuS-Torfrau Sabrina Romeike konnte den strammen Wurf nur nach vorne abklatschen lassen, wo Thilde Boesen(1 Tor) bereit stand und zum 1:0 einnetzte. Kurz danach bekam die Kreisläuferin eine Zeitstrafe. Den daudrch vorhandenen Platz nutze Lintfort zum 1:1-Ausgleich. Nachdem die Bienen durch Egle Alesiunaite (4 Tore) wieder in Front gingen, verwertete der TuS zwei Konter zur Führung (2:3 nach acht Minuten). Der HCR war unbeeindruckt –Kreibich und Jessica Jander (3 Tore) erzielten die Tore zum 4:3. Nach dem erneuten Ausgleich übernahm die Mühlner-Sieben das Geschehen auf der Platte und setzte sich mit einem 3:0-Lauf auf 7:4 ab. Der HC Rödertal spielte wie entfesselt. Dererfolgreich abgeschlossene Tempo-Gegenstoß durch Meret Ossenkopp (4 Tore) bedeutete die 11:6-Führung (19. Minute). Die Fans waren begeistert und feierten ihre Mannschaft. In der 21. Minute parierte die wieder glänzend aufgelegte Torfrau Ann Rammer einen Strafwurf der Gäste. Eine Minute später erhöhte Rabea Pollakowski (2 Tore) nach einem Ballgewinn von Victoria Hasselbusch auf 14:8. TuS-Trainerin BettinaGrenz-Klein zog die grüne Karte, um ihre Mannschaft, die völlig von der Rolle war, neu einzustellen. Es brachte nichts ein – die Bienen vergrößerten den Vorsprung mit einem 4:1-Lauf auf 18:9 (28. Minute). Kamila Szczecina (2 Tore)verwertete kurz vor dem Pausenpfiff noch einen Abpraller von Ossenkopp zum 19:10-Zwischenstand. Der HCR war früh aus der Kabine zurück. Ossenkopp eröffnete den zweiten Durchgang mit dem 20:10 nach einem Tempo-Gegenstoß. Julia Mauksch (7/3 Tore) erzielte in der 34. Minute mit einer sehenswerten Einzelaktion das 22:12. Im direkten Gegenzug verkürzte der TuS mit zwei Toren auf 22:14. Die Gäste steckten noch nicht auf und agierten besonders in der Abwehr deutlich aggressiver. Nach 40 Minuten hatten sie sich wieder auf 23:16 herangepirscht. Bienen-Coach Mühlner reagierte und zückte seine zweite grüne Karte. Trotzdem verkürzte Lintfort auf 23:17. Dann hatte Mauksch jede Menge Platz und erhöhte den Vorsprung wieder auf sieben Tore (24:17 nach 43Minuten). Die Gäste sahen ihre Chance. Bis zur 51. Minute war der Vorsprung auf 26:21 geschmolzen.Acht Minuten vor dem Ende durfte Isabel Wolff jubeln, als sie den Ball zum 28:22 über den Block in den Winkel hämmerte. Nach einem 3:0-Lauf war die Mannschaft von Grenz-Klein beim 28:25 in der 55. Minute wieder in Schlagdistanz. Die Fans im Bienenstock spürten, dass die Mannschaft ihre Unterstützung brauchte und erhoben sich von den Sitzen. Die Routiniers Rammer und Alesiunaiteavancierten in der Schlussphase der Partie zu den Matchwinnern. Zunächst parierte die Torfrau einen Strafwurf von Loes Vandewal. Im Gegenzug machte Alesiunaite mit dem 29:25 den Deckel auf die Partie. Den Gästen gelangen in der Schlussphase noch zwei Treffer zum 29:27-Endstand. Nach Abpfiff lagen sich Spielerinnen und Offizielle in den Armen und feierten den langersehnten Sieg. Besonders in der ersten Hälfte spielte die Mühlner-Sieben entfesselt auf und ließ die zuletzt schlechten Vorstellungen in Vergessenheit geraten. In der zweiten Halbzeit verwalteten sie bis zum Ende den großen Vorsprung. Somit beendeten die Rödertalbienen die Saison auf dem neunten Tabellenplatz. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Für meine Mannschaft und die Fans ist es natürlich super, dass wir die Saison so beenden konnten. In der ersten Halbzeit haben wir endlich wieder richtig guten Handball gespielt und uns nur auf uns fokussiert. Mit dem großen Vorsprung im Rücken konnte ich dann auch durchwechseln, um fast allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. Wir beenden die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz. Mit der Rückrunde können wir aber nicht zufrieden sein. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.“ Florian Triebel Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand…

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