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Tourismus: Millionengeschäft für Lübben mit Ausbaupotenzial

Lübben. Im Jahr 2015 wurde in der Stadt Lübben durch die touristische Nachfrage ein Bruttoumsatz in Höhe von 35,6 Millionen Euro erzielt. Fast 250.000 Übernachtungen (in gewerblichen Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten und bei Privatvermietern) und rund 400.000 Tagesreisen trugen ihren Teil dazu bei. Diese Kennzahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismuses in Lübben ermittelte die ermittelte die dwif-Consulting GmbH im Rahmen des derzeit in Bearbeitung befindlichen Organisations- und Entwicklungskonzeptes für den Tourismusstandort Lübben.

Wie Rathaussprecherin Hannelore Tarnow berichtet, hat diese Kennzahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismuses in Lübben die dwif-Consulting GmbH im Rahmen des derzeit in Bearbeitung befindlichen Organisations- und Entwicklungskonzeptes für den Tourismusstandort Lübben ermittelt.

Dabei sei der Kreis der Tourismusprofiteure deutlich größer als erwartet. Von den Ausgaben der Touristen profitieren das Gastgewerbe (Beherbergungsbetriebe, Privatvermieter, Gastronomen) mit 17,7 Millionen Euro,
touristische Dienstleistungen aus dem Bereich der Freizeit- und Kulturangebote (etwea Kahnfahrten, Veranstaltungen, Fahrrad- und Bootsvermietung, Kletterwald und Museum) mit 11,3 Millionen Euro sowie der Einzelhandel mit 6,6 Millionen Euro.

Ziehe man die Mehrwertsteuer vom Bruttoumsatz ab und setze detaillierte Wertschöpfungsquoten für die direkten Umsätze und solche bei Zulieferern (etwa Bäcker, Handwerker und Wäschereien) an, würden sich aus dem Tourismus in Lübben Einkommenseffekte in Höhe von 19,2 Millionen Euro ergeben. Fast sieben  Prozent des gesamten Primäreinkommens in der Stadt werden somit durch den Tourismus
erwirtschaftet, heißt es.

„Als Jobmotor bietet der Tourismus Menschen vieler unterschiedlicher Berufsqualifikationen und Beschäftigungsverhältnisse Einkommensmöglichkeiten,“ sagt Bürgermeister Lars Kolan.

Viele dieser Jobs seien jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Beschäftigten nicht ausschließlich vom Tourismus leben: Kellner und Verkäuferinnen bedienen auch einheimische Kunden; im Hotel feiern Einheimische ihre Familienfeste. Deshalb werde das touristische Einkommen in Beziehung zum durchschnittlichen Primäreinkommen in Lübben gesetzt. Hieraus errechne sich ein theoretisches Äquivalent von 930 Personen, die durch den Tourismus ihren Lebensunterhalt mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen bestreiten können.

Besonders wichtig: Der Tourismus schaffe und sichere ortsgebundene Arbeitsplätze. Der Tourismus sei Umsatzbringer und leiste über Steuereinnahmen einen Beitrag zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte. Doch das Engagement für den Tourismus generiere nicht nur ökonomische Gewinne, sondern löse eine Reihe weiterer positiver Effekte für Lübben aus.

„Der Tourismus hat positiven Einfluss auf die Infrastrukturausstattung, die Lebens- und Aufenthaltsqualität und wirkt als Standortfaktor in andere Branchen hinein“, zählt Kolan weiter auf.

So stehen künftig bei allen Aktivitäten rund um die touristische Vermarktung und Infrastrukturentwicklung am Freizeit- und Erholungsstandort Lübben vier zentrale Zielgruppen im Mittelpunkt: Bevölkerung, Betriebe, Beschäftigte und Besucher.

„Diesen Weg wollen wir als Stadt gemeinsam mit allen Akteuren rund um den Tourismus und der Lübbener Bevölkerung mit aller Konsequenz gehen“, wirft Kolan einen Blick in die Zukunft.

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